Der perfekte Lebenslauf – Aushängeschild jeder Bewerbung

Curriculum Vitae Bewerber

Der Lebenslauf – Gemeinsam mit dem Anschreiben oder Motivationsschreiben ist er ein Fixpunkt jeder Bewerbung. Der Lebenslauf ist das Aushängeschild der Bewerbungsmappe, mit dem man sich und seine Stärken dem Empfänger in übersichtlicher Form präsentiert. Als Standardvariante hat sich der tabellarische Lebenslauf etabliert, der auf einen Blick persönliche Eckdaten, beruflichen Werdegang sowie absolvierte Aus- und Weiterbildungsaktivtäten darstellt. In Mitteleuropa enthält der Lebenslauf in der Regel ein Porträtfoto - anders als im US-amerikanischen Raum, wo anonyme Bewerbungen etabliert sind.

Wir verraten dir, wie der perfekte Lebenslauf aufgebaut ist – inklusive gratis Lebenslauf-Vorlagen zum Download!

Dokumente zum Download

Online-Lebenslauf als PDF exportieren
Auf karriere.at kannst du kostenlos deinen persönlichen Online-Lebenslauf anlegen – die Daten kannst du auch importieren (aus XING, .doc, .pdf). Dieser kann unkompliziert als PDF in einem übersichtlichen Design exportiert werden – von Recruitern für deine Bewerbungen empfohlen.

Inhalt eines CV:

Besonders wichtig für Personalmanager, also den Empfänger des Lebenslaufs, sind die Faktoren Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und eine gute Strukturierung des Inhalts – allein schon deshalb, weil es dessen Arbeit erleichtert, wenn wesentliche Informationen auf einen Blick ersichtlich sind und generell nicht sehr viel Zeit dafür zur Verfügung steht.

Grundsätzlich sollte ein Lebenslauf möglichst komplett sein, also persönliche Daten, beruflichen Werdegang, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bzw. besondere Kenntnisse und Fähigkeiten enthalten. Lücken sollten bestmöglich begründet werden. Zusätzlich aufwerten können einen Lebenslauf auch noch die Angabe von Hobbys, außerberuflichen Tätigkeiten oder aber das Anführen von Referenzen früherer Arbeitgeber oder Wegbegleiter.

In drei Schritten zum guten Lebenslauf

3 Schritte zum Lebenslauf
1. Schritt:
Fakten recherchieren
Wer vor einem leeren Word-Dokument sitzt oder seinen bestehenden Lebenslauf völlig neu gestalten möchte, sollte sein eigenes berufliches Leben erst einmal vor sich ausbreiten. Klingt lächerlich, stellt aber eine gute Grundlage dar: Alle beruflichen Stationen, alle Abschlüsse, Aus- und Weiterbildungen. Dazu kommen noch Facts wie Hobbys und Soft-Skills.
2. Schritt:
Fakten verdichten
Nicht alles, was man im 1. Schritt zusammengetragen hat, passt auch wirklich in einen aktuellen Lebenslauf. Relevant sind nur jene Fakten, die das eigene Portfolio an fachlichen und persönlichen Werten unterstreichen. An einem Beispiel: Der Ferialjob als Tankwart 1996 muss bei einer Bewerbung für eine Buchhalter-Stelle nicht erwähnt werden. Das Praktikum bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen sollte allerdings Platz haben.
3. Schritt:
Ziel verfolgen
Dieser schließt unmittelbar an: Nicht nur das Anschreiben, auch der Lebenslauf kann auf einen bestimmten Arbeitgeber bzw. dessen Branche hin optimiert werden. Dafür empfiehlt es sich, die wesentlichsten Fakten zum jeweiligen Arbeitgeber zu recherchieren: Tätigkitsfeld, Branche, Unternehmenskultur etc. Außerdem sollten gewünschte Anforderungen aus dem Jobinserat in Lebenslauf und Bewerbungsschreiben auftauchen – Recruiter lesen diese nämlich gerne auf “Keywords” durch.

Tipp: Bevor du den Lebenslauf abschickst, lass jemand anderen drüberlesen, um ihn auf Verständlichkeit und Fehlerfreiheit zu prüfen.

Im Lebenslauf enthalten sein sollten:

  • Persönliche Daten: Vor- und Familienname, Geburtsdatum und -ort, Staatsbürgerschaft
  • Schulbildung: absolvierte Schulen inklusive Abschluss (Ort, Dauer und Abschlussdatum)
  • Hochschulen: absolvierte Fächer, Universität, Thema der Abschlussarbeit, Abschlussprüfung (inkl. Ortsangaben, Dauer), absolvierte Auslandssemester
  • Berufsausbildung: Art der Ausbildung, Ausbildungsbetrieb, Abschluss
  • Beruflicher Werdegang: Positionen, Arbeitgeber, Arbeitsorte, Art und Dauer der Tätigkeiten
  • Berufliche Weiterbildungsaktivitäten: Workshops, Seminare etc. – wenn möglich mit Datum und Bescheinigung
  • Außerberufliche Aus- und Weiterbildung: Selektiv vorgehen! Nicht alle privaten Ausbildungen sind für Dienstgeber interessant. Es sollten nur jene angegeben werden, die das persönliche Portfolio gut abrunden bzw. Eigenschaften und Fähigkeiten hervorheben, die man gerne betonen möchte.
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: EDV, Sprachen, Führerscheine etc.
  • Hobbys und Interessen: Wie bei der außerberuflichen Weiterbildung ist es ratsam, Dinge hervorzuheben, die dem Gesamtbild entsprechen, welches man gerne vermitteln möchte.
  • Ort, Datum, Unterschrift: Gerade die Original-Unterschrift sorgt bei vielen Bewerbungsexperten für Uneinigkeit: War sie beim Lebenslauf auf Papier noch Standard, so ist diese bei E-Mail-Bewerbungen nicht möglich und wird oftmals weggelassen. Eine Möglichkeit, die sicher niemals zum Nachteil des Bewerbers ausgelegt wird, ist es eine eingescannte Originalunterschrift unter das Dokument zu setzen.

Chronologie im Lebenslauf

Wo beginnen, wo aufhören? Mit der letzten beruflichen Station anfangen oder mit der ersten? In den vergangenen Jahren hat sich auch in Österreich immer stärker die so genannte “amerikanische” Form im Lebenslauf etabliert. Sprich: Man beginnt beispielsweise bei der Angabe der bisherigen Arbeitgeber mit der letzten, aktuellsten beruflichen Stelle und geht in umgekehrt chronologischer Reihenfolge vor, wie dies beispielsweise auch in den Profilen von Business-Networks wie Xing oder LinkedIn der Fall ist.

Europass

Oft unterschätzt: Der Europass bietet neben europäisch einheitlichen Vorlagen zu allen Bewerbungsdokumenten außerdem Leitfäden zur Erstellunge von Lebensläufen in 28 Sprachen. Was ihr in den einzelnen Dokumenten alles machen könnt, wird hier im Video erklärt:

 

Bildnachweis: wavebreakmedia / Quelle Shutterstock

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