Was soll ich beruflich machen? So findest du einen Beruf, der zu dir passt
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JobwahlAktualisiert am:
05. Oktober 20262026100510 Min.10 Min.
Den einen perfekten Beruf gibt es selten, einen passenden schon. Hier erfährst du, wie du aus deinen Werten und Stärken konkrete Berufsideen machst. Außerdem zeigen wir dir, wie du diese Ideen prüfst, bevor du dich entscheidest.
„Was soll ich beruflich machen?“ Diese Frage fühlt sich oft größer an, als sie ist. Den passenden Beruf findest du selten durch langes Nachdenken allein. Hilfreicher ist ein Weg in drei Schritten. Zuerst klärst du, was dir wichtig ist. Dann übersetzt du das in konkrete Berufsideen. Zum Schluss prüfst du diese Ideen an der Realität. Das Ziel ist kein perfekter Traumjob, sondern ein Beruf, der gut zu dir passt.
Gut genug statt perfekt: Frag dich nicht, welcher Job der einzig richtige ist, sondern welcher zu deinen Werten passt.
Von Fähigkeiten statt Jobtiteln ausgehen: Kläre, was dir wichtig ist und was du gut kannst. Übersetze das dann mit den Karrierepfaden oder echten Stelleninseraten in konkrete Berufsideen.
Auf drei Optionen beschränken: Mehr Berufsideen führen schnell zurück ins Grübeln.
Realitätscheck vor der Entscheidung: Gespräche mit Berufstätigen, Karrieremessen und Praktika zeigen dir, wie sich ein Beruf im Alltag wirklich anfühlt.
Wenn du nicht weißt, was du beruflich machen sollst, fehlen dir oft gar nicht die Ideen. Häufiger steht der Anspruch im Weg, die eine richtige Entscheidung treffen zu müssen. Arbeitspsychologin Christa Schirl sieht genau darin eine Gefahr.
„Wenn man zu viel mit sich in Kontakt ist, zu viel überlegt und grübelt, dann ist man ewig Suchende*r.“
Statt nach dem besten, einzig wahren Job zu fragen, empfiehlt Schirl eine andere Frage. Welcher Job ist okay für mich, passt zu meinen Werten und ist good enough?
Diese Frage nimmt Druck raus. Deine erste Berufswahl legt dich nicht für immer fest. Du kannst dich weiterbilden, spezialisieren oder später neu orientieren. Wenn du wissen möchtest, wie du als Quereinsteiger*in im Bewerbungsprozess überzeugst, dann schaue dir gerne diesen Artikel an:
Du möchtest beruflich neu durchstarten – raus aus dem Alten, rein in etwas, das dich wirklich erfüllt. Aber da ist dieses Hindernis: Dir fehlt die Berufserfahrung. Vielleicht fragst du dich: Wie bewerbe ich mich als Quereinsteiger*in? Wer gibt mir eine Chance, wenn ich den klassischen Weg nicht gegangen bin?
Du musst nicht jede Frage beantworten. Nimm dir die vor, bei denen dir spontan etwas einfällt, und schreib deine Antworten auf. Die letzte Spalte zeigt dir, wofür deine Antworten später nützlich sind.
Was ist mir wichtig: Sicherheit, Freiheit, Sinn, Einkommen? Wie soll mein Alltag in zehn Jahren aussehen?
Branche, Arbeitsmodell, Gehaltsniveau
Energie
Bei welchen Tätigkeiten vergesse ich die Zeit? Was erschöpft mich schnell?
Art der Tätigkeit
Stärken
Wofür fragen mich andere um Hilfe? Was fällt mir leichter als anderen?
Fachrichtung und Rolle
Arbeitsweise
Brauche ich klare Strukturen oder viel Freiraum? Arbeite ich lieber mit Menschen, Zahlen, Texten oder Dingen?
Arbeitsumfeld und Unternehmensgröße
Grenzen
Was will ich auf keinen Fall? Was bin ich bereit, für mein Ziel auf mich zu nehmen, etwa eine lange Ausbildung?
Ausschlusskriterien
Dein Blick auf dich selbst ist nur die halbe Wahrheit. Frag verschiedene Personen aus deinem Umfeld, die dich gut kennen: Wie würdest du mich beschreiben? Bei welchen Themen merkst du, dass ich Feuer fange? Das Fremdbild zeigt oft Stärken, die du selbst für selbstverständlich hältst.
Danach wertest du aus. Welche Antworten tauchen mehrfach auf? Wo widersprechen sich deine Wünsche, zum Beispiel beim Wunsch nach hohem Einkommen und möglichst wenig Verantwortung? Solche Widersprüche sind kein Problem. Sie zeigen dir, wo du Prioritäten setzen musst. Am Ende hast du idealerweise drei bis fünf klare Sätze, etwa: „Ich will mit Menschen arbeiten, brauche Abwechslung und möchte nicht jahrelang studieren.“
Nutze dazu gerne auch unsere Arbeitsblätter mit vollständigem Fragenkatalog zum Ausfüllen.
Schritt 2: Mach aus deinen Antworten konkrete Berufsideen #
Aus „Ich arbeite gern mit Menschen“ wird noch kein Beruf. Die Brücke dorthin schlägst du leichter, wenn du von Fähigkeiten ausgehst statt von Jobtiteln. Viele Berufsbezeichnungen kennst du schlicht noch nicht.
Die Karrierepfade von karriere.at setzen genau hier an. Du gibst deine Fähigkeiten ein und bekommst Berufe vorgeschlagen, die dazu passen könnten. Darunter sind oft auch solche, an die du nie gedacht hättest.
Karrierepfade entdecken
Entdecke Berufe, die zu deinen Stärken passen – auch solche, an die du noch nie gedacht hast.
Welche Rollen passen zu deinem aktuellen Profil?
Welche nächsten Schritte sind für deine Entwicklung notwendig?
Welche alternativen Karrieremöglichkeiten gibt es?
Eine zweite, unterschätzte Quelle sind Stelleninserate. Du nutzt sie hier nicht zum Bewerben, sondern als Recherchematerial.
So nutzt du Stelleninserate für deine Berufsorientierung #
💡 Tipp
Auf karriere.at kannst du dir gezielt Jobs nach deinen Fähigkeiten vorschlagen lassen. So erhältst du einen Überblick über aktuell offene Stellen, die zu deinen Kompetenzen passen könnten.
Such auf karriere.at nach einem Begriff aus deinen Antworten, etwa „Organisation“, „Beratung“ oder „Technik“.
Lies zehn Inserate quer und achte auf die Aufgaben, nicht auf die Titel.
Notiere, welche Aufgaben dich reizen und welche dich abschrecken.
Schau, welche Berufsbezeichnungen immer wieder auftauchen. Das sind deine Kandidaten.
Österreichweit gibt es außerdem kostenlose Orientierungsangebote wie den Berufskompass des AMS oder die Berufsinformation der WKO (BIC.at). Wenn du alleine nicht weiterkommst, kann auch ein Berufscoaching helfen. Beschränk dich am Ende auf drei Berufsideen. Mehr Optionen führen dich schnell zurück ins Grübeln.
Ein Beruf kann auf dem Papier perfekt wirken und sich im Alltag ganz anders anfühlen. Deshalb lohnt sich ein Realitätscheck, bevor du dich für eine Ausbildung, ein Studium oder eine Bewerbung entscheidest.
In Österreich müssen Stelleninserate das kollektivvertragliche Mindestentgelt nennen und angeben, ob mehr möglich ist. So siehst du schon beim Recherchieren, womit du in einem Beruf mindestens rechnen kannst.
Menschen aus dem Beruf zu fragen, ist der einfachste und oft ehrlichste Weg. Die meisten sprechen gern über ihre Arbeit, wenn du konkret fragst. Frag zum Beispiel, wie ein typischer Tag aussieht, was an dem Job nervt und was die Person gern vorher gewusst hätte. Gerade die letzte Frage bringt Antworten, die in keiner Berufsbeschreibung stehen.
Entscheiden, ohne dass es sich perfekt anfühlen muss #
Nach dem Realitätscheck fühlt sich meist eine Option stimmiger an als die anderen. Frei von Zweifeln ist sie selten. Das ist normal und kein Zeichen, dass du falsch liegst.
Prüfe diese Option: Passt sie zu meinen Werten, und ist sie gut genug für den nächsten Schritt? Wenn ja, triff die Entscheidung. Falls du zwischen zwei Optionen schwankst, hilft dir unser Artikel zur Entscheidung zwischen zwei Jobs:
Die Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten kann eine der schwierigsten und stressigsten Phasen im Bewerbungsprozess sein. In diesem Artikel bieten wir praktische Unterstützung, wertvolle Tipps und Beispiele von unterschiedlichen Methoden der Entscheidungsfindung, um die richtige Wahl zwischen Jobs und Arbeitgebern zu treffen.
Und wenn sich später herausstellt, dass der Weg doch nicht passt, hast du trotzdem gewonnen: Erfahrung, Klarheit und einen besseren Blick darauf, was du wirklich willst.
Sich selbst als auch vor anderen Fehler einzugestehen, ist alles andere als leicht. Wie man dazu den Mut aufbringen kann, erfährst du in diesem Blogartikel.
Du weißt, in welche Richtung es gehen soll? Richte dir einen Job-Alarm für dein Berufsfeld ein. Oder erfahre im untenstehenden Artikel, wie du zielgerichtet nach passenden Jobs suchst:
Es gibt unterschiedliche Wege, wie man nach den passenden Jobs sucht: Zeitungen, Netzwerke, Social Media Plattformen oder über Karriereportale. Als größte Jobplattform in Österreich zeigen wir dir die wichtigsten Schritte für die perfekte Stellensuche!
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