Aktualisiert am 15. Juni 2020 · Bewerbung · von

No Gos: 5 Fehler, die jede Bewerbung versauen

Lesezeit: 3 Minuten

Die Erstellung von erfolgsversprechenden Bewerbungsunterlagen kann mitunter ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Umso ärgerlicher, wenn sich Flüchtigkeits- oder Schlampigkeitsfehler einschleichen und man dadurch den ersten Eindruck versaut. Wir stellen dir heute fünf Fettnäpfchen vor, in die Bewerber am häufigsten treten, und zeigen gleichzeitig, wie man sie vermeidet.

No-Gos in der Bewerbung können dir die Jobsuche komplett vermasseln. Doch wenn du die häufigsten Fehlerfallen kennst, kannst du sie ganz leicht vermeiden.

Die 5 häufigsten Bewerbungs-No-Gos

1. Eine für alle?

Du willst dich bei verschiedenen Unternehmen bewerben, bekommst aber Kopfschmerzen, wenn du daran denkst, deine Unterlagen jedes Mal für die jeweilige Stelle adaptieren zu müssen?

Damit bist du bestimmt nicht alleine. Aber Fakt ist, dass es keine allumfassende Bewerbung gibt, die für jede Jobausschreibung geeignet ist. Recruiter erkennen auf den ersten Blick, ob sie eine Massenbewerbung vor sich liegen haben oder ob sich ein Bewerber Zeit und Gedanken über seine Unterlagen gemacht hat.

Das bedeutet aber nicht, dass du das Rad völlig neu erfinden musst. Steht das Grundgerüst eines Anschreibens oder eines Motivationsschreibens erst einmal, sind diese relativ schnell individualisiert und an den Job deines Interesses angepasst.

Deinen Lebenslauf musst du ebenfalls adaptieren. Wenn du über sehr viel Berufserfahrung verfügst, kannst du beispielsweise etwas ausmisten und lediglich jene Stellen anführen, die für den angepeilten Job relevant sind.

2. Eile ist des Teufels Bote

… lautet ein altes Sprichwort, das auch auf die Erstellung einer Bewerbung umgelegt werden kann. Wenn du in einer Stellenausschreibung deinen Traumjob erkennst, ist es nur verständlich, dass du dich so schnell wie möglich dafür bewerben möchtest.

Aber übertriebene Eile rächt sich gern in Form von Schlampigkeitsfehlern. Du solltest nur Bewerbungen versenden, die du zuvor penibel geprüft und überarbeitet hast. Für Tippfehler oder veraltete Angaben ist da kein Platz, das lässt dich in den Augen des Recruiters als unordentlich und verpeilt dastehen. Gib auch acht darauf, deine Unterlagen an die richtige Person zu übermitteln.

Um peinliche Fehler zu vermeiden, empfehlen wir dir, deine Dokumente von Freunden oder Familienmitgliedern noch einmal kritisch sichten zu lassen, bevor du sie verschickst.

3. Hochmut kommt vor dem Fall

Beim Selbstmarketing die goldene Mitte zu finden, gelingt nicht jedem auf Anhieb. Wo fängt Understatement an und wo hört Überheblichkeit auf? Um das herauszufinden ist es wichtig, sich seiner eigenen Fähigkeiten und Stärken, aber auch Schwächen bewusst zu werden. Am einfachsten geht das, indem man Freunde und Familie um ehrliches Feedback bittet:

  1. Erstelle eine Liste mit deinen Stärken und Schwächen. Sei dabei selbstkritisch und bemühe dich um Objektivität.
  2. Gib diese Liste an Freunde oder Familienmitglieder weiter. Diese kennen dich gut und können dich wesentlich objektiver bewerten als du dich selbst. Bitte sie um ein Feedback zu deinen Aufzeichnungen.
  3. Vergleiche im Anschluss deine eigenen Einschätzungen mit jenen der Personen, die du um Hilfe gebeten hast. Welche Unterschiede stellst du fest? Sind diese Einschätzungen – ob positiver oder negativer als deine – realistisch? Mach dir nochmal intensive Gedanken über die erhaltenen Rückmeldungen.
  4. Arbeite die neuen Erkenntnisse über dich selbst nach erneuter Selbstreflexion in deine Bewerbungsunterlagen ein.

4. Alles up to date?

Wer lange Zeit im selben Job verweilt, der aktualisiert seinen Lebenslauf vermutlich nicht in regelmäßigem Abstand. Vergiss daher nicht, einen kritischen Blick auf dessen Inhalte zu werfen, bevor du ihn zum Rest deiner Bewerbungsunterlagen beifügst.

Welche neuen Fähigkeiten hast du gelernt? Arbeitest du jetzt mit Programmen, die du vorher nicht beherrscht hast? All diese Infos sind wichtig und können für dich von Vorteil sein. Auch aktuelle Fort- und Weiterbildungen solltest du inkludieren.

Sortiere auch jene vorherigen Jobs aus, die in keiner Verbindung zur angestrebten Stelle stehen – außer, du kannst noch nicht allzu viel Berufserfahrung vorweisen. In dem Fall kannst du diese Angaben drin behalten.

5. Übers Ziel hinausschießen

Kreativbewerbungen können ein tolles Mittel sein, um sich von anderen Kandidaten abzuheben. Die visuelle und sprachliche Gestaltung der Unterlagen sagt einiges über die Persönlichkeit des Absenders aus und lässt auch bis zu einem gewissen Grad auf seine Fähigkeiten schließen. Ein erfahrener Recruiter bekommt auf diesem Wege zudem gleich ein Gespür dafür, ob der Bewerber zum Unternehmen passt oder nicht.

Du solltest dir jedoch gut überlegen, ob du auf eine derartige Bewerbung setzt oder nicht. Arbeitgeber in der Kreativwirtschaft oder progressive, unkonventionelle Unternehmen werden von so viel Elan und Ideenvielfalt sicherlich beeindruckt sein. Konservative Arbeitgeber hingegen werden nicht viel damit anzufangen wissen und die Bewerbung möglicherweise aussortieren, weil sie ihren strengen Anforderungen nicht gerecht wird.

Die Antworten auf eure häufigsten Fragen

In unseren Webinaren beantworten wir regelmäßig eure Fragen rund um Bewerbung und Jobsuche. Nachlesen kannst du sie in diesem Artikel:

Redaktion