Zum Seiteninhalt springen
Zurück zu Gehalt
Gehalt in bewerbung

„Ihre Gehaltsvorstellung bitte!“ Dein Wunschgehalt in der Bewerbung

Gehalt Erstellt am: 15. März 2021 4 Min.

Obwohl die Gehaltsangabe im Stelleninserat bereits seit 2011 für Arbeitgeber*innen verpflichtend ist, halten sich einige immer noch nicht daran und geben den Ball stattdessen an die Bewerber*innen weiter: „Bitte nennen Sie in der Bewerbung Ihren Gehaltswunsch.“ Besonders für Berufseinsteiger*innen ist die Antwort auf die Frage nach dem Wunschgehalt keine einfache. Wieviel bin ich wert? Was ist auf dem Markt üblich? Fünf Fragen zum Thema Gehaltsvorstellung und Antworten, die dir weiterhelfen:

#1 Muss ich in der Bewerbung einen Gehaltswunsch nennen?

Wird im Jobinserat nicht genau danach gefragt, ist die Gehaltsangabe kein Muss (und auch nicht empfehlenswert). Wünscht der Arbeitgeber von dir, deine Gehaltsvorstellung in der Bewerbung zu nennen, dann tu das besser. Ein Verzicht darauf könnte bedeuten, dass deine Bewerbung aussortiert wird. Du möchtest trotzdem keinen genauen Betrag nennen? Dann kannst du dir mit der Nennung einer Gehaltsspanne behelfen. Oder du schreibst in deine Bewerbung, dass du das Thema Gehalt gerne im Rahmen eines persönlichen Gesprächs behandeln möchtest.

#2 Wo steht die Gehaltsvorstellung in einer Bewerbung?

Üblicherweise ganz am Ende des Anschreibens bzw. vor deinem Schlusssatz und der Grußformel. In Bewerbungsformularen gibt es manchmal ein extra Feld für das Wunschgehalt.

#3 Wie formuliert man die Gehaltsvorstellung am besten?

Lässt du mit dir verhandeln oder denkst du: Dieser Betrag oder aus uns wird nix? Ausgehend davon kannst du weichere oder härtere Formulierungen verwenden. Hier ein paar Beispiele für passende Formulierungen:

  • Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 25.000 Euro brutto jährlich.
  • Aufgrund meiner kürzlich abgeschlossenen Weiterbildung und meiner Spezialisierung auf XY liegt meine Gehaltsvorstellung bei 38.000 Euro brutto pro Jahr.
  • Meine Gehaltsvorstellung bewegt sich zwischen 26.000 und 30.000 Euro (brutto) jährlich.

#4 Darf ich hoch pokern?

Rund 10 Prozent darfst du auf dein Wunschgehalt getrost aufschlagen, bei entsprechender Erfahrung sind aber auch 20 oder sogar 30 Prozent möglich. Wer zu hoch pokert, läuft jedoch Gefahr, als Bewerber*in als „unleistbar“ aussortiert zu werden. Gib eine Gehaltsspanne an und zeige dem Arbeitgeber so, unter welchen Betrag du keinesfalls gehen möchtest und welche Maximalsumme du deiner Ansicht nach wert bist. Aber denke daran: Im persönlichen Gespräch musst du argumentieren können, wieso das Unternehmen für deine Leistung auch mehr Geld auslegen sollte.

Gehaltsvorstellung

#5 Woher weiß ich, was ich wert bin?

Wer bereits auf einige Jahre an Berufserfahrung zurückblicken kann, der hat prinzipiell auch eine realistische Vorstellung davon, was er an Gehalt von einem neuen Arbeitgeber fordern kann. Berufseinsteiger*innen hingegen tappen bei dieser Angelegenheit im Dunkeln, besonders, wenn aus dem Stelleninserat nicht hervorgeht, wieviel das Unternehmen zu zahlen bereit ist.

Deinen Wert kannst du auf verschiedenen Wegen jedoch auch selber schätzen. Hier fünf Tipps von uns, wie dir das ganz einfach gelingt:

1. Einstiegsgehälter recherchieren

Dank dem Internet ist jede beliebige Information nur wenige Klicks entfernt. Wenn du als Berufseinsteiger*in wissen willst, welches Gehalt du realistisch betrachtet fordern kannst, recherchiere am besten die Einstiegsgehälter in der Branche deiner Wahl.

In diesem Artikel verraten wir dir, was du zum Einstiegsgehalt wissen solltest:

Finanztipps vom Profi – Teil 1: das richtige Einstiegsgehalt

Erstellt am: 18. Februar 2019 11 Min.

Wie viel verdiene ich zu Beginn und wie antworte ich im Vorstellungsgespräch auf meine Gehaltswünsche? Nicht nur für Studienabsolventen ist dieses Thema schwierig – über Geld spricht man schließlich nicht. Dabei ist es gerade am Anfang deiner Karriere besonders wichtig, über Gehaltsrahmen und Verdientsmöglichkeiten Bescheid zu wissen. Denn ein finanziell guter Start legt fest, wie viel du später verdienen wirst. In unserer vierteiligen Blog-Serie erhältst du im wahrsten Sinne „wertvolle“ Finanztipps für dein Karriereleben.

2. Gehaltsvergleiche anstellen

Tools, die einen Gehaltsvergleich über unterschiedliche Kategorien hinweg ermöglichen, geben ebenfalls wertvolle Einblicke und lassen dich deine Einschätzung von deinem Wert konkretisieren. Du kannst aber auch einfach die Gehaltsangaben aus anderen, vergleichbaren Stelleninseraten einander gegenüberstellen. Ausgehend von deinem Beruf, Ausbildung, Branche, Alter, Wohnort und Berufserfahrung kannst du mit unserem Gehaltsrechner außerdem herausfinden, in welchem Rahmen sich deine Gehaltsvorstellungen bewegen.

3. Im Bekanntenkreis fragen

Kennst du jemanden, der in deiner Wunschbranche arbeitet oder sogar den Job ausübt, den du anstrebst? Dann sind diese Personen die richtige Anlaufstelle für dich, um mehr über realistische Gehaltsvorstellungen zu erfahren.

4. Vergiss nicht, was du kannst

Mit den eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten darf man als Bewerber nicht knausrig sein. Bringst du spezifische Zusatzqualifikationen oder -ausbildungen mit, beeinflusst das deinen Wert maßgeblich.

5. Schmerzgrenze festlegen

Auch wenn du bei der Gehaltsvorstellung nicht zu tief stapeln solltest, kann es ratsam sein, zumindest eine absolute Schmerzgrenze zu fixieren, die auf keinen Fall unterschritten werden darf. Dafür bietet sich, wie oben bereits erwähnt, die Angabe einer Gehaltsspanne an. Was du aber auch nicht vergessen solltest: Neben dem Gehalt bieten viele Unternehmen Benefits an, die dir bares Geld sparen: etwa ein Diensthandy, Mittagessen und Snacks etc.

Gehalt im Bewerbungsgespräch argumentieren

In vielen Fällen kommt das Gehalt erst im Bewerbungsgespräch zur Sprache. Dort hast du die Gelegenheit, mit deiner Antwort etwas weiter auszuholen und persönlich zu skizzieren, warum du dein Geld wert bist. Mehr Infos dazu findest du in diesem Artikel.

Tipps vom Finanzexperten gibts hier:

Finanztipps vom Profi – Teil 2: Gehaltsfragen im Bewerbungsgespräch

Erstellt am: 18. März 2019 9 Min.

Die Frage nach dem (bisherigen) Gehalt ist vielgefürchtet, doch irgendwann im Laufe der Bewerbungsgespräche fällt sie. Wie reagiert man nun, wenn der Personaler danach fragt? Ein Finanzexperte erklärt uns, warum du dein aktuelles Gehalt nie verraten solltest und wie du möglichst viel aus dem Vorstellungsgespräch rausholst.

Dein Gehaltswunsch steht fest, aber andere Dinge hast du noch nicht erledigt? Zieh unseren großen Sammelartikel zu Rate, um vor der Bewerbung nichts zu vergessen:

Die Bewerbung: Diese Dinge musst du unbedingt wissen!

Erstellt am: 17. November 2020 12 Min.

Übers Bewerben wurden hier schon zig Artikel veröffentlicht. Damit du einen besseren Überblick über unsere Inhalte hast, haben wir in einem großen Sammelartikel unsere wichtigsten Beiträge rund ums Thema Bewerbung zusammengetragen. So bist du top vorbereitet für deine nächste Bewerbung!


Avatar Redaktion 2x

Redaktion
Mehr erfahren

  • Beitrag teilen:

Entdecke mehr zu diesem Thema

Mehr verdienen? Das sind die häufigsten Gründe für Gehaltserhöhungen

Erstellt am: 20. Oktober 2021 5 Min.

Ohne Fleiß kein Preis? Dieses Sprichwort stimmt nicht immer. Manchmal ist es nämlich nicht Engagement, das zu einer Gehaltserhöhung führt, sondern ein Jobwechsel. Wenn du mit deinem Arbeitgeber prinzipiell zufrieden bist und nicht wechseln möchtest, solltest du bei der Gehaltsverhandlung gute Argumente parat haben. Welche Gründe für Gehaltserhöhungen du nennen kannst, erfährst du hier.

Arbeitnehmerveranlagung 2015: Holt euch euer Geld zurück!

Erstellt am: 27. Januar 2016 3 Min.

Die Arbeitnehmerveranlagung zu erledigen macht nicht wirklich Spaß - kann aber einiges an Geld bringen. Warum es sich lohnt, den sogenannten Steuerausgleich im Frühjahr zu erledigen und welche Kosten man absetzen kann:

Die Sache mit dem Golden Handshake: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Erstellt am: 20. Juni 2018 4 Min.

Wenn der Abschied aus dem Job mit einem schönen Batzen Geld versüßt wird, klingt das doch sehr verlockend. Der Golden Handshake hat jedoch auch seine Schattenseiten. Welche das sind und warum daran kaum jemand denkt, darüber haben wir mit Psychologin Christa Schirl gesprochen.