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Lügen im Lebenslauf

Lügen im Lebenslauf: Was geht – und was gar nicht

Bewerbung Aktualisiert am: 29. April 2025 5 Min.

Du willst dich von der Konkurrenz abheben und übertreibst deshalb ein bisschen im Lebenslauf? Vorsicht – kleine Schummeleien können große Folgen haben. Wir zeigen dir, was erlaubt ist, was nicht – und was du im Zweifel besser weglässt.

Warum Ehrlichkeit im Lebenslauf zählt #

Einen Job zu finden, ist oft ein Wettkampf – und viele Bewerber*innen wollen sich so gut wie möglich präsentieren. Der Lebenslauf ist dabei ein zentrales Werkzeug. Doch wo endet das erlaubte Selbstmarketing – und wo beginnt die Lüge?

In diesem Artikel erfährst du:

✅ Welche „Lügen“ im Lebenslauf verbreitet sind
✅ Was davon (un)erlaubt ist – inklusive rechtlicher Konsequenzen
✅ Wie du deine Stärken ehrlich, aber überzeugend darstellst
✅ Worauf Arbeitgeber wirklich achten

Was zählt überhaupt als Lüge im Lebenslauf? #

Nicht jede Übertreibung ist gleich eine Lüge – aber es gibt klare Grenzen.

Typische Lügen im Lebenslauf:

📌 Selbstüberschätzung oder Lüge?

Wenn du „fließend Spanisch“ angibst, solltest du mehr draufhaben als einen Wochenendkurs. Eine realistische Selbsteinschätzung ist wichtig – und erspart dir peinliche Momente im Bewerbungsgespräch.

  • Falsche Angaben zu Jobtiteln, Tätigkeiten oder Beschäftigungszeiträumen
  • Erfundene Abschlüsse oder Weiterbildungen
  • Aufgeblasene Sprachkenntnisse oder Software-Skills
  • Nicht existente Arbeitgeber oder Projekte
  • Verschleierung von Lücken durch manipulierte Zeitangaben

Die häufigsten Lebenslauf-Lügen – und ihre Folgen #

Lebenslauf-Lüge Wie häufig? Was kann passieren?
Beschäftigungszeitraum verlängert Sehr häufig Vertrauensverlust, Kündigung
Nicht vorhandener Abschluss Mittel Vertragsanfechtung, fristlose Entlassung
Sprachkenntnisse übertrieben Sehr häufig Peinlich im Interview, Glaubwürdigkeitsverlust
Arbeitgeber oder Projekte erfunden Seltener Täuschung, potenziell strafrechtliche Folgen

Was sagt das Gesetz? Rechtliche Konsequenzen #

Eine Lüge im Lebenslauf kann mehr als nur den Job kosten – vor allem, wenn du dadurch eine Stelle bekommst, für die du nicht qualifiziert bist.

Mögliche rechtliche Konsequenzen:

  • Anfechtung des Arbeitsvertrags: Bei arglistiger Täuschung kann ein Unternehmen den Vertrag rückwirkend aufheben.

  • Fristlose Entlassung: Wenn du über wesentliche Qualifikationen lügst und das auffliegt.

  • Schadenersatz: In seltenen Fällen kann das Unternehmen auf Schadenersatz klagen – etwa bei hohen Folgekosten.

Ehrlich bewerben – so geht’s trotzdem stark #

Du willst dich nicht unter Wert verkaufen – aber auch nicht lügen? So schaffst du den Spagat:

Do’s für ehrliches Selbstmarketing:

  • Lücken erklären statt vertuschen: z. B. Weiterbildung, Sabbatical, Pflegezeit

  • Kompetenzen konkret belegen: Soft Skills mit Beispielen belegen („Teamfähigkeit“ allein sagt wenig)

  • Lernbereitschaft zeigen: Wenn du etwas nicht kannst – sag, dass du bereit bist, es zu lernen

  • Realistische Angaben bei Sprachen und Tools: z. B. „Grundkenntnisse“, „sicher in Anwendung“, „Expertisen-Level

„Du musst nicht perfekt sein – aber authentisch. Recruiter*innen merken schnell, wenn etwas nicht passt.“

Wie Recruiter*innen Lebenslauf-Lügen entlarven #

Wer seinen Lebenslauf aufhübscht, muss damit rechnen, dass HR genauer hinsieht – spätestens im Bewerbungsgespräch.

Typische Warnsignale für Recruiter*innen:

  • Unklare oder widersprüchliche Angaben

  • Auffällige Titel ohne Erklärung („Head of Sales“ nach einem Praktikum?)

  • Kein Nachweis für angebliche Ausbildungen oder Weiterbildungen

  • Sehr viele kurze Stationen ohne Kontext

👀 Tipp: Immer mehr Unternehmen überprüfen Angaben über Social-Media-Profile oder bitten um Referenzen.

Fazit: Lieber ehrlich punkten als riskant flunkern #

Ein geschönter Lebenslauf kann dir vielleicht kurzfristig Türen öffnen – aber spätestens im Job fliegt die Wahrheit oft auf. Und das kann richtig unangenehm werden.

Zeig lieber, was du wirklich kannst – authentisch, nachvollziehbar und offen für Neues. Damit überzeugst du auf lange Sicht viel mehr als mit einem Luftschloss-Lebenslauf.

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FAQs – Lügen im Lebenslauf #

Was gilt als Lüge im Lebenslauf?
Falsche oder erfundene Angaben zu Tätigkeiten, Abschlüssen, Zeiträumen oder Kenntnissen – also alles, was nicht der Wahrheit entspricht.

Was passiert, wenn ich erwischt werde?
Je nach Schwere: Kündigung, Anfechtung des Vertrags oder in extremen Fällen rechtliche Konsequenzen.

Sind Lücken im Lebenslauf ein Problem?
Nicht unbedingt. Lücken dürfen vorkommen – wichtig ist, dass du sie nachvollziehbar erklären kannst, z. B. durch Auszeit, Krankheit, Weiterbildung etc.

Wie prüfen Unternehmen die Angaben im Lebenslauf?
Zum Beispiel durch Rückfragen im Bewerbungsgespräch, Referenz-Checks, Zeugnisse oder einen Blick auf deine Social-Media-Profile.

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Sarah Chlebowski

Sarah Chlebowski
Content Teamlead
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