19. Januar 2017 · Bewerbung · von

„Ihre Aura mag mich nicht!“ Schräge Fails im Bewerbungsgespräch

Das Bewerbungsgespräch ist die beste – und oft einzige – Gelegenheit,  um als Bewerber zu glänzen. Oder, um die ganze Sache in den Sand zu setzen. Mit welchen Fehlern sich Kandidaten die Chancen auf den Job verbauen und die sonderbarsten Dinge, die HR-Manager in Jobinterviews bereits erlebt haben – eine Studie kennt die Antworten.

Top oder flop? Die ersten Minuten entscheiden

Bewerbungsgespräche sind anstrengend, schließlich soll alles passen: Ehrlich bleiben, freundlich sein, nicht zu verzweifelt wirken, fachlich glänzen – keine Frage, Jobinterviews sind kein Zuckerschlecken. Für den ersten Eindruck bleibt Bewerbern dabei nicht viel Zeit. Laut einer Studie von CareerBuilder, durchgeführt unter mehr als 2.600 HR-Verantwortlichen, sind die ersten fünf Minuten entscheidend: Rund die Hälfte der HR-Manager entscheiden in diesem Zeitraum bereits darüber, ob sich der Bewerber für den Job eignet oder nicht.

Der Entscheidung eures Gegenübers könnt ihr natürlich auf die Sprünge helfen und Fettnäpfchen im Jobinterview vermeiden. Die Studie verrät zum Glück auch, was HR-Manager im Jobinterview gar nicht sehen möchten:

  • Bewerber, die nicht die Wahrheit sagen (66 Prozent)
  • Während des Jobinterviews Anrufe beantworten oder SMS schreiben (64 Prozent)
  • Arrogantes oder zu bestimmtes Auftreten des Kandidaten (59 Prozent)
  • Der Bewerber trägt Kleidung, die nicht zu Anlass oder Unternehmen passt (49 Prozent)
  • Der Bewerber zeigt zu wenig Verantwortungsbewusstsein (48 Prozent)

Körpersprache hat großen Anteil am Erfolg

Die Körpersprache sagt oft mehr als tausend Worte und HR-Manager messen ihr auch großen Wert bei. Im Jobinterview können Gesten, Mimik und Körperhaltung für guten oder schlechten Eindruck sorgen – oft mehr als das gesprochene Wort. Diese non-verbalen Verhaltensweisen bewerten die Interviewer negativ:

  1. Keinen Blickkontakt herstellen (67 Prozent)
  2. Kein freundliches Lächeln (39 Prozent)
  3. Mit Gegenständen auf dem Tisch spielen (34 Prozent)
  4. Zu viel im Sessel herumwetzen (32 Prozent)
  5. Die Arme vor der Brust verschränken (32 Prozent)

Schräg, schräger, diese Bewerber

Freundlich, selbstbewusst, gut vorbereitet: Für jeden durchschnittlichenBewerber mögen diese Dinge selbstverständlich sein, für Recruiter sind die „Standardkandidaten“ manchmal aber die Ausnahme. Die CareerBuilder-Studie hat auch nach den sonderbarsten Verhaltensweisen von Bewerbern gefragt. Achtung, es wird unterhaltsam:

  • Ein Bewerber bat um eine kurze Pause für ein Telefonat. Er müsse seine Frau anrufen – wenn sie ihr OK zum Einstiegsgehalt gibt, kann das Jobinterview weitergehen.
  • Während des Bewerbungsgespräches hat ein Kandidat mitgebrachte Pizza verspeist. Dem Interviewer wurde leider kein Stück angeboten.
  • „Meine Haare sind perfekt.“ Diese selbstbewusste Antwort gab eine Kandidatin auf die Frage, warum sie die richtige für das Team sei.
  • Sonnenbrille rauf. Sonnenbrille runter. Sonnenbrille rauf. Sonnenbrille runter. Nicht so smarte Moves eines Kandidaten im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs.
  • Schlechte Schwingungen nahm eine feinfühlige Kandidaten auf: Sie fragte ihr Gegenüber, warum sie von dessen Aura nicht gemocht wird.
  • Im Jobinterview immer die richtigen Fragen stellen! Ein Bewerber setzte auf „Wo ist hier die nächste Bar?“

Gut vorbereiten – Fettnäpfchen vermeiden

Bildnachweis: ra2studio/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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