Pollenallergiker im Büro: 12 Tipps gegen das Leiden

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 30. Mai 2012 um 10:55

Allergiker haben es nicht leicht. Dauerniesen torpediert so ziemlich jede Freizeitbeschäftigung in der Natur, juckende oder tränende Augen plagen vor allem Kontaktlinsenträger. Starke Allergien können sich sogar in Kopfschmerzen oder Müdigkeit bemerkbar machen. Kurz: Man fühlt sich einfach nicht fit. Und, ob man will oder nicht, Freunde, Familie und auch die Arbeitskollegen müssen mitleiden – und wissen am Ende eines Tages nicht mehr, wie oft sie „Gesundheit!“ gewünscht haben.

„Warst Du gestern Abend noch aus?“

Montagmorgen im Büro. „Warst du gestern Abend noch aus?“ oder „Hast du mit deinem Freund gestritten?“ sind nur zwei der möglichen Fragen, woher die roten Augen kommen. Je reicher die Fantasie der fragenden Arbeitskollegen, umso ärmer der Leidgeplagte in ihren Augen nach der Antwort: „Ist nur die Allergie.“ Derzeit, so der Dermatologe Johannes Neuhofer, leiden besonders viele Menschen an starken allergischen Reaktionen. Den Grund zeigt ein Blick auf die Seite des österreichischen Pollenwarndienstes: Die Hauptbelastungszeit für Gräserpollen-Allergiker hat begonnen. Auch Roggenpollen, die die höchste allergene Potenz besitzen, sind in der Luft und sorgen dafür, dass diese bei Allergikern knapp wird. Ampfer, Wegerich und in den Alpentälern auch Hahnenfuß, so die Pollenexperten, gesellen sich zu den Gräserpollen und können so zusätzlich für Beschwerden sorgen.

Für Allergiker heißt es: Freund Regen und Feind Wind

„Pollen verteilen sich durch den Wind, ist es föhnig, sind regelrechte Pollenwolken unterwegs. Denen kann man auch nur schwer entkommen“, erklärt Neuhofer den großen Einfluss des Wetters auf die Intensität des Leidens. Regen – so wie er für diese Woche für Teile Österreichs prognostiziert wird – ist daher ein regelrechter Allergiker-Segen. „Man sollte die durch den Regen reingewaschene Luft auch zum Lüften nutzen“, gibt der Dermatologe einen wichtigen Tipp. Menschen sind verschieden und die Frage „Fenster zu oder auf?“, die seit jeher Bürokollegen spaltet, wird durch Allergien nämlich noch zusätzlich verschärft.

Am besten morgens lüften? – Nur ein Mythos!

Doch wann sollte am besten gelüftet werden? „Früher hieß es immer, dass man die Fenster in der Früh aufreißen soll, weil da weniger Pollen unterwegs seien. Eine neue Studie hat jedoch ergeben, dass das absoluter Blödsinn ist. Pollen fliegen bei Wind und das zu jeder Uhrzeit“, erklärt Neuhofer, dass die Natur uns hier keinen verlässlichen Rhythmus vorgibt. Der Experte, der sich selbst als Frischluftfanatiker bezeichnet, hat in Pollen-Spitzenzeiten deshalb nur einen Rat: Fenster zu! Und wenn man lüften will oder muss, dann kurz und im Idealfall dann, wenn es nicht recht windig ist. Dass so eine Regelung nicht bei allen Arbeitskollegen auf Begeisterung stößt, ist klar. Alternativ gibt es im Fachhandel Pollenschutzgitter, wie sie bereits in vielen Privathaushalten Verwendung finden. Neben den fix eingebauten (kostspieligeren Modellen) gibt es auch günstigere Modelle, die in Eigenregie per Klebeband im Fensterrahmen angebracht werden können.

Ein Ende ist in Sicht

Allzulange wird der Nies-Marathon – in manchen Büros nimmt man das Thema mit Humor und wünscht sich abwechselnd, im Kanon bzw. Chor „Gesundheit“ – nicht mehr dauern, denn die Hochzeit zumindest der Gräserpollen ist spätestens im Juli vorbei. Wer die kommenden Wochen keine Lust mehr hat, dem Kaninchen-Augen-Look zu frönen, kann sich (und seinen leidgeplagten Arbeitskollegen) durch das Einhalten folgender Tipps das Leben erleichtern.

12 Tipps bei Pollenallergie

Bei stärkeren Beschwerden sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden. Dieser informiert auch über die Möglichkeiten einer Immunisierung – etwa durch eine Spritzen- oder Tablettenkur.

Fotonachweis: JoeEsco / Quelle  Photocase, bobot / Quelle Photocase

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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