Perfekter Lebenslauf: Die häufigsten Fehler und wie ihr sie vermeidet

von in Bewerbung am Dienstag, 30. August 2016 um 10:18

Herzstück einer jeden Bewerbung ist der Lebenslauf. Dass Personaler ein Anschreiben manchmal nur überfliegen, ist kein Geheimnis mehr. Was sie hingegen immer studieren, ist der Lebenslauf. Es lohnt sich also, Zeit in die Gestaltung des eigenen CVs zu stecken. Welche Fehler euch dabei am häufigsten passieren und wie ihr euren Lebenslauf pimpt, erfahrt ihr heute. Außerdem: Wir veranstalten ein Webinar zum Thema – alle Infos dazu findet ihr am Ende des Beitrages.

Eure Lebensläufe landen nicht nur auf den Tischen der heimischen Personaler, sondern häufig auch bei unseren Pop-up CV-Checks. Diese Lebenslauf-Checks machen regelmäßig auf Events wie Karrieremessen oder auf Unis und FHs Halt, um eure CVs einer genauen Prüfung zu unterziehen. Mehrere hundert Lebensläufe sehen wir uns im Laufe eines Jahres gemeinsam mit euch durch.

Quick Fixes für euren Lebenslauf

Wir lassen hunderte gecheckte Lebensläufe Revue passieren und verraten euch heute, welche Fehler Bewerbern am häufigsten passieren und wie ihr euren CV auf Vordermann bringt.

Vollständige Kontaktdaten

Die E-Mail-Adresse ist da, die Telefonnummer fehlt – oder umgekehrt. In vielen Lebensläufen fehlt die vollständige Angabe der Kontaktdaten. Dazu gehören die postalische Adresse, E-Mail und Telefonnummer.

  • Die Angabe der kompletten Vorwahl (inklusive Landesvorwahl) ist ratsam – besonders dann, wenn ihr euch bei großen Konzernen bewerbt
  • Einen ersten Eindruck hinterlasst ihr auch mit eurer E-Mail-Adresse. Wählt eine professionelle Adresse, die möglichst euren Vor- und Nachnamen beinhaltet und verzichtet auf Adressen mit Kose- oder Fantasienamen
  • Erstreckt sich euer Lebenslauf auf mehr als eine Seite, könnt ihr eure Kontaktdaten auf der zweiten Seite auch unten oder oben nochmals einfügen

Die Sache mit dem Foto

Lebensläufe ohne Fotos haben sich in der Praxis noch nicht durchgesetzt – zumindest nicht in Österreich. Wenn also schon ein Bild mit muss, dann sollte es auch ein gutes sein.

  • Haltet euer Foto möglichst aktuell, verschickt keine Bewerbungen mit Fotos, die in die Jahre gekommen sind
  • Handyschnappschüsse sind tabu, tauchen in CVs trotzdem immer wieder auf
  • Im weißen T-Shirt, vor einer weißen Hausmauer, bei strahlendem Sonnenschein – jeder Personaler wird sehen, dass dieses Bild eine schnell geknipste Notlösung war
  • Seid authentisch und haltet eventuell mehrere Bild-Varianten parat. Ein Portrait im Business-Kostüm mit Hochsteckfrisur passt nicht zu jedem Job bzw. Arbeitgeber

Für eine klare Struktur sorgen

Die Herausforderung beim Lebenslauf besteht darin, Jobs, Weiterbildungen und ein Stück Persönlichkeit auf maximal zwei Seiten zu packen. Und das ganze auch noch übersichtlich und ordentlich.

  • Berufliche Stationen, besuchte Schulen, Universitäten und FHs immer in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeben
  • Bleibt bei einer Schriftart und verwendet nicht mehr als zwei verschiedene Schriftgrößen
  • Strukturiert den CV mit Hilfe von Absätzen
  • Überschriften nicht zu allgemein halten. Unterpunkte wie „Sonstiges“ könnt ihr noch in Hobbies, Projekte oder ehrenamtliche Tätigkeiten unterteilen.
  • Das Problem von zu viel Text löst sich nicht mit einer winzigen Schriftart.
  • Entweder komplette Daten mit Tag, Monat und Jahr angeben oder auf die Angabe Monat/Jahr zurückgreifen. Nur Jahreszahlen alleine, das reicht nicht.

Eure Aus- und Fortbildungen

Manchmal hapert es nur an Kleinigkeiten, an die man als Bewerber gar nicht denkt. Dem Personaler fallen aber auch kleine Fehler rasch auf.

  • Namen von Institutionen wie Universitäten oder Fachhochschulen immer ausschreiben: Nicht Fh Kufstein, sondern FH Kufstein Tirol oder JKU vs. Johannes Kepler Universität Linz
  • Angaben zur besuchten Volksschule müsst ihr im Lebenslauf nicht mehr anführen
  • Alle Daten zu absolvierten Ausbildungen nochmals prüfen: Stimmt das angeführte Abschlussdatum mit dem auf dem Zeugnis überein etc.
  • Im CV nur jene Sprachen anführen, die ihr auch wirklich beherrscht. Wenn vom Schulfranzösisch gar nichts mehr übrig ist – besser aus dem Lebenslauf rausnehmen. Außerdem: Stuft eure Kenntnisse einer Sprache selbst ehrlich ein

Bisherige Arbeitgeber

Für jedes interessierte Unternehmen besonders interessant: Wo habt ihr bisher gearbeitet und was habt ihr in diesen Jobs gemacht? Die Nennung der bisherigen beruflichen Stationen erfolgt aber nicht immer fehlerlos.

  • Achtet darauf, die Namen der Arbeitgeber vollständig und korrekt zu nennen. Aus der voest muss z.B. korrekterweise die voestalpine AG werden
  • Job ist nicht gleich Job. Schreibt bei jeder Position dazu, ob es sich um eine Voll-, Teilzeit- oder Praktikumsstelle gehandelt hat
  • Manche Jobtitel sind mehr, andere weniger aussagekräftig. Wie viele Zusatzinfos ihr zu jeder Position geben müsst, ist individuell ganz verschieden. Fasst euch aber in jedem Fall kurz und erklärt nichts, das nicht ohnehin aus dem Jobtitel hervorgeht

Hobbys und Interessen

Die Mehrheit der Arbeitgeber schätzt es, aus dem Lebenslauf bereits private Informationen zum Bewerber zu erfahren. Die Nennung von Hobbys und persönlichen Interessen ist eine gute Gelegenheit, euch als Persönlichkeit interessant zu machen.

  • Zu allgemein gehaltene Interessen sagen über euch jedoch wenig aus. Reisen, Literatur, Radfahren – das kann vieles sein. Nutzt diesen Punkt im Lebenslauf, um eine Geschichte zu erzählen: Du fährst nicht nur gerne Rad, du radelst regelmäßig quer durch ein ganzes Land. Du liest nicht einfach, du schätzt britische Kriminalliteratur. Du bist kein Pauschalurlauber, sondern reist mit Rucksack am liebsten spontan durch die Welt

Noch mehr Bewerbungstipps?

Alles rund um den perfekten Lebenslauf erfahrt ihr übrigens in unserem kostenlosen Webinar zum Thema Bewerbung am 8. September 2016.

Webinar Lebenslauf

Bildnachweis: liravega/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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