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Was beruflich machen

Kein Plan, was du beruflich machen sollst? So findest du es heraus!

Jobwahl Aktualisiert am: 05. Januar 2023 6 Min.

„Was soll ich beruflich machen?“ – Viele stellen sich diese Frage, nicht immer ganz freiwillig. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer, aber was ist das Richtige? Wie du herausfindest, was du beruflich machen sollst, und warum du nicht zu lange grübeln solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Hört man sich im Freundes- und Familienkreis um, erfährt man dazu oft lediglich: „Du kannst alles machen, was du möchtest, Hauptsache du bist glücklich!“ – Was als gut gemeinter Ratschlag ausgesprochen wird, ist aber leider gar nicht hilfreich. Denn entweder man findet viel zu viel, das einem gefällt, oder weiß überhaupt nicht, was man statt des bisherigen Jobs tun könnte. Aus Überforderung resigniert man frustriert, hüpft von Job zu Job oder nimmt einfach das Erstbeste. Glücklich wird man damit nicht. Damit es für dich nicht so endet, helfen dir die nachfolgenden Tipps, mit denen du herausfinden kannst, was du beruflich machen sollst.

Ausgangslage beachten #

Je nach abgeschlossener Schulausbildung haben Berufsvorstellungen unterschiedliche Ausgangslagen. Bist du kurz vor dem Schulabschluss? Dann stellt sich die Frage, welche Aus- und Weiterbildungen dir welche Berufsziele eröffnen. Hast du beispielsweise bereits ein Studium abgeschlossenen, dann hast du dich womöglich schon in eine bestimmte berufliche Richtung gedreht. Meist sind typische Karrierewege auf Webseiten aufgelistet, die die Ausbildung bzw. den Studiengang näher beschreiben. Du kannst selbstverständlich auch Kontakt zu Alumni-Netzwerken bzw. Mentoring Programmen suchen, die dir ebenfalls potentielle berufliche Wege im Rahmen deiner Ausbildung aufzeigen können. Das bedeutet nicht, dass du diesen Weg einschlagen musst. Jedoch für einen Quereinstieg in eine andere Branche sind erste Berufserfahrungen von Vorteil.

Die unten stehenden Fragen und Tipps helfen dir deine Berufsvorstellungen trotz unterschiedlicher Ausgangslagen einzugrenzen.

Checkliste & Selbstreflexion #

Um herauszufinden, was du wirklich willst, musst du dich auf deine Werte und Vorlieben besinnen. Schnapp dir Stift und Notizblock und beantworte folgende Fragen:

Fragen zur Zukunftsvorstellung #

  • Was ist mir in meinem Leben wichtig?
  • Was wünsche ich mir vor der Zukunft? Stell dir dich in 10-20 Jahren vor! Wo und wie lebst du? Was erlebst du? Wie sieht dein Lifestyle aus?
  • Was bin ich bereit für meine Ziele auf sich zu nehmen? Lange, teure Ausbildung?

Fragen zur eigenen Person #

  • Wie wichtig sind für mich auf einer Skala von 1 (wenig wichtig) bis 5 (sehr wichtig) folgende Werte - gibt es andere Wertvorstellungen, die für mich wichtig sind:

Agilität/ Flexibilität, Begeisterung, Ehrlichkeit, Entscheidungsfreudigkeit, Erfolg, Familie, Freiheit, Gerechtigkeit, Gesundheit/ Achtsamkeit, Harmonie, Humor, Innovation, Kontrolle, Kreativität, Loyalität/ Treue, Mitgefühl, Ordnung, Präzision, Sicherheit, Selbstbestimmung/ Unabhängigkeit, (Selbst-) Disziplin, Teamgeist, Verantwortung, Weiterentwicklung, Zielstrebigkeit/ Willenskraft, Zuverlässigkeit/ Verlässlichkeit/ Vertrauen

  • Wo und wie empfinde ich "Sinn"? Wann habe ich das Gefühl, etwas geschafft zu haben?
  • Wer oder was inspiriert und begeistert mich?
  • Wie und womit verbringe ich gerne meine Freizeit?
  • Wieviel würde ich gerne verdienen?
  • Zu welcher Zeit bin ich am produktivsten?
  • Was habe ich gerne als Kind gemacht? Mit was habe ich als Kind gespielt?

Fragen zu Kompetenzen, Präferenzen und Interessen #

  • Für welche Fähigkeiten bekomme ich oft Komplimente? Was kann ich ausgezeichnet?
  • Welche Schulfächer sind mir leicht von der Hand gegangen?
  • Was fällt mir schwer?
  • Benötige ich klare Strukturen oder brauche ich viel Freiheit?
  • Brauche ich viel Bewegung beziehungsweise Abwechslung? Reise ich gerne?
  • Welche Themen beschäftigen mich?
  • Was würde ich gerne lernen/ können?

Fragen zu Tätigkeiten und Erfahrungen #

  • Welche Praxiserfahrungen habe ich gesammelt und wie habe ich mich dabei gefühlt?
  • Arbeite ich gern in einem Team oder lieber alleine?
  • Beschäftige ich mich gern mit Zahlen oder drücke ich mich gern mit Worten aus?
  • Bin ich detailverliebt?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergesse ich die Zeit?
  • Gibt es Tätigkeiten, die ich vollkommen ausschließen kann?
  • Wie plane ich meine Freizeitaktivitäten, Aufgaben...? Führe ich Kalender? Eine To-Do Liste? Nichts davon?
  • Gibt es Entscheidungen, die du bereust?

Fragen an dein Umfeld #

  • Wie würdest du mich beschreiben? Welche Adjektive beschreiben mich?
  • Bei welchen Themen spürst du meine Leidenschaft?
  • Was unternimmst du gerne mit mir?

Reflexion, Bewertung und Analyse #

Nachdem du alle oder einige der Fragen schriftlich beantwortet hast, geht es jetzt darum Resultate daraus zu ziehen. Welche Fragen bzw. Antworten sind dir stark im Gedächtnis geblieben? Markiere sie farblich, höchstwahrscheinlich sind es Antworten, die einen starke Resonanz in dir hervorgerufen haben. Markiere auch in einer anderen Farben, die Antworten, die deiner Meinung, direkt zu deinen Berufsvorstellungen in Zusammenhang stehen. Welche Gemeinsamkeiten gibt? Welche Widersprüche? Sortiere deine Antworten nach Prioritäten und clustere sie in zusammenhängende Bereiche. Gibt es einen Bereich/ ein Thema, welches viele Antworten um sich sammelt?

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Tipp

Wenn du auf Karriereplattformen, wie karriere.at, suchst, kannst du dir auch direkt Jobs nach Fähigkeiten vorschlagen lassen. Das zeigt dir auch gleich einen Überblick über aktuell offene Stellen.

Jetzt geht es darum zu recherchieren, welche Berufe deine markierten Antworten vereinbaren. Einige Berufe wirst du schon aus deinem Netzwerk, durch Familie, Freunde, Bekannte kennen. Andere findest du durch klassische Online-Recherche. Berufstests, Berufskompass, Berufslexika und ähnliches zeigen, welche Jobs für dich in Frage kommen könnten. Orientierung bieten dir ebenfalls Karriere-Events, wie Berufsmessen, Praktika, Profile und Kontakte auf Social Media Plattformen, wie LinkedIn.

Was ist die richtige Berufsbezeichnungen für meinen Traumberuf? Hier findest du 6 Tipps zum passenden Jobtitel.

Es fällt dir schwer, alleine zu Ergebnissen zu kommen? Dann hole dir Unterstützung, beispielsweise durch ein Coaching.

Berufseinstieg: Tipps für Studierende

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Christian Strobl leitet das Österreich-Geschäft bei N26 und verrät im Interview, wie er bereits im Studium den Grundstein für seine spätere Karriere legte. Zusätzlich gibt er Tipps, wie Studierende sich früh ein Netzwerk aufbauen und dadurch herausfinden können, was sie beruflich machen möchten.

Du hast eine ungefähre Berufsvorstellung? #

Dann mache einen Gegencheck, ob deine Vorstellungen auch der Realität entsprechen. Der erste naheliegende Schritt ist nach der konkreten Position zu googeln. Meist gibt es Einblicke in Form von Artikeln, Video und/oder Podcast-Folgen. Du kannst ebenfalls soziale Netzwerke, wie beispielsweise LinkedIn, nutzen, um Kontakte zu Personen zu knüpfen, die diesen Beruf ausüben. Karrieremessen sind auch eine gute Möglichkeit Informationen zu deinen Traum-Beruf einzuholen.

Falls du noch weitere offene Fragen zu einer Position hast, stelle deine Fragen im Rahmen eines Bewerbungsprozesses. Du kannst dafür entweder die Person kontaktieren, die als Ansprechperson im Stelleninserat genannt ist, oder im Bewerbungsgespräch folgende Fragen stellen:

  • Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag in der Position aus?
  • Mit welchen Herausforderungen hat man zu kämpfen?
  • Wie verlaufen Arbeitsprozesse, Abstimmungen, Problemlösungen...?
  • Welche Ziele sind mit der Position verbunden?
  • Wie wird Erfolg definiert?

Vorsicht vor Perfektionismus! Es ist nur ein Job! #

Unbegrenzte Möglichkeiten und der Trend zu Selbstoptimierung und Perfektion verunsichern viele Menschen und bergen eine große Gefahr, wie Arbeitspsychologin Christa Schirl betont: „Wenn man zu viel mit sich in Kontakt ist, zu viel überlegt und grübelt, dann ist man ewig Suchende*r.“ Nach dem „perfekten Job“ oder dem vielzitierten „Traumjob“ zu suchen, kann also auch schiefgehen.

Die Psychologin warnt davor, dem Optimierungswahn zu verfallen: „Fragen Sie sich nicht, welcher Job ist der beste, der einzig wahre? Besser ist, zu überlegen: Was ist okay für mich und stimmt mit meinen Werten überein? Welcher Job ist good enough?“ Denn schließlich gehe es nicht darum, die Partner*in fürs Leben zu wählen und den Beruf zu heiraten. Zu hohe Erwartungen führen nur zu unnötigem Druck. Denn was man beruflich macht, soll man zwar gern tun, aber letztlich ist und bleibt es nur ein Job.

Sobald du herausgefunden hast, was du in Zukunft beruflich machen willst, geht es an die Jobsuche! In diesem Artikel erklären wir dir, wie du zielgerichtet zum Traumjob kommst:

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Sarah Chlebowski
Content Managerin
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