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Mitarbeiter gut fuehren

Happy Leaders, Happy People: Warum glückliche Menschen besser führen

Zusammenarbeit Erstellt am: 28. Oktober 2019 3 Min.

Wie wird man eine gute Führungskraft? Dieser Frage geht Sabine Bredemeyer in ihrem Buch „Happy Leaders, Happy People, Great Results“ nach und stellt fest: Gute Führung gelingt nur, wenn man als Mensch zufrieden ist. Wir haben uns angesehen, wie man das „Menschsein“ mit der Rolle als Vorgesetzter vereinen kann.

Ausgeglichen sein heißt besser führen

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„Ich habe dieses Buch für Menschen geschrieben, die wie ich nirgends das Menschsein in der Rolle als Chef oder Vorgesetzter gelernt haben und nach einem machbaren Weg suchen, um in dieser Rolle glücklicher, erfüllter und erfolgreicher zu werden“, erklärt Sabine Bredemeyer im Vorwort von „Happy Leaders, Happy People, Great Results“.

Aus eigener Erfahrung kennt sie die Gefahren, die das Chefsein mit sich bringt, und verdeutlicht: „Gerade, wenn Sie nur noch funktionieren, sich unwohl fühlen und alle Warnsignale, die Sie eigentlich deutlich wahrnehmen könnten, verdrängen, weil Sie Wichtigeres zu tun haben oder weil Sie schließlich eine Verantwortung tragen und weil gerade sonst in Ihrem Unternehmen keiner Ihren Job macht, dann sollten Sie unbedingt dieses Buch lesen.“

Die Happy Leading Formel für glückliche Führungskräfte

Ihr Buch versteht Bredemeyer als „Roadmap“ zu einem zufriedeneren Leben, in dem eine echte Work-Life-Balance als Führungskraft möglich ist. Ihre Happy Leading Formel © (Copyright: Sabine Bredemeyer) zeigt deutlich auf, dass gute Chefs weit mehr brauchen als Motivations- und Kommunikationstechniken. Es ist vielmehr eine Spirale aus Gesundheit & Selbstdisziplin, Ausstrahlung & Charisma sowie Kommunikation, in deren Zentrum das „Warum“ steht.

Warum das „Warum“ das Wichtigste ist

Wer seine Aufgabe nicht als sinnvoll betrachtet, kann seine Führungsrolle nicht gut erfüllen, beschreibt Sabine Bredemeyer. Die Frage nach dem Warum ist daher die wichtigste, die sich Chefs stellen sollten, und sie umfasst viele Bereiche zugleich:

  • Warum mache ich meinen Job? Welchen Sinn hat er für mich?
  • Warum gibt es mein Unternehmen? Welches Ziel verfolgen wir?
  • Warum arbeite ich hier? Wie passt das Ziel zu meinen persönlichen Zielen und Werten?
  • Warum mache ich die Dinge so, wie ich sie mache? Wie möchte ich mein Leben gestalten?

Ein „Happy Leader“ wird, so Bredemeyer, nur, wer seine berufliche Mission mit der persönlichen in Einklang bringen kann.

Gute Vorgesetzte achten auf ihre Gesundheit

Dass ein Buch über gute Führung sich umfassend mit Gesundheit im Arbeitsleben befasst, mutet zunächst etwas merkwürdig an. Erschöpfung oder sogar Krankheit gilt bei Vorgesetzten häufig noch als Tabu. Sabine Bredemeyer will das ändern. „Wirklich erfolgreiche Menschen akzeptieren und verinnerlichen, dass Gesundheit, Wohlbefinden, gute Laune und die Leistungsfähigkeit des Gehirns unmittelbar mit einer bewussten Versorgung des eigenen Körpers mit der richtigen Ernährung, mit seiner Entgiftung, mit ausreichend Bewegung und angemessenen Ruhephasen zusammenhängen.“

Anschaulich erklärt sie, dass es nicht nur ein schlechtes Vorbild für Mitarbeiter ist, wenn der Chef von früh bis spät dem Herzinfarkt nahe von Meeting zu Meeting hetzt und höchstens mal Pause macht, um ein bis drei Zigaretten zu rauchen, sondern auch ein für den Chef selbst hochgradig ungesundes Verhalten.

Glücklich sein, gut führen: Happy Leader Tools

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Neben Tipps für ein gesundes, ausgeglichenes „Menschsein“ stellt Sabine Bredemeyer verschiedene „Happy Leader Tools für Teams und Meetings“ vor. Von einer effektiven Meetingkultur über Großgruppen-Methoden, die zu mehr Partizipation führen, bis hin zur großen Herausforderung, einattraktiver Arbeitgeber zu sein.

Über Sabine Bredemeyer

Die Buchautorin ist studierte Philologin und Juristin und arbeitete viele Jahre als Führungskraft in Werbung und Industrie. Nach der Gründung ihrer eigenen PR-Agentur absolvierte sie diverse Ausbildungen in Persönlichkeitsentwicklung Coaching, Changemanagement und Großgruppen-Moderation. Dieses Wissen gibt sie mittlerweile als Mentorin, Coach und Beraterin an Unternehmer und Führungskräfte weiter.


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