6. Oktober 2017 · Arbeitsleben, HR · von

Acht Dinge, die gute Chefs niemals tun oder sagen würden

Cholerischer Kontrollfreak oder ahnungsloser Konfliktvermeider: Diese beiden Typen hat niemand gerne zum Vorgesetzten. Davon abgesehen gibt es noch weitere Dinge, die üble Chefs auszeichnen. Heute deshalb eine Not-to-do-Liste für Führungskräfte und jene, die es noch werden wollen.

#1 Fehler verheimlichen

Was kein Arbeitnehmer tun sollte, sollte auch der Chef niemals machen: Versuchen, seinen Fehler einfach zu vertuschen oder jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Der Versuch, sich unfehlbar zu geben, geht nämlich nach hinten los und kostet den Respekt und das Vertrauen des Teams.

#2 Ungeliebte Aufgaben einfach delegieren

Wie praktisch: Was man als Chef nicht selbst erledigen möchte, gibt man einfach an jemandem aus dem Team ab. Das geht vielleicht anfangs gut, danach kann man sich aber sicher sein: Das Team durchschaut diese Taktik sehr wohl.

#3 Nicht die Wahrheit sagen

Von der kleinen Notschwindelei bis hin zur ausgewachsenen Lüge: Wer sich als Führungskraft mit Unwahrheiten durchs Chefleben schlägt, verliert Respekt und Vertrauen seines Teams.

#4 Keinen Einblick ins Tagesgeschäft haben

Eine Führungskraft muss nicht alles wissen solange sie die Komptenz besitzt, sich notwendige Infos rasch besorgen zu können oder die richtigen Leute ins Boot zu holen. Was einen schlechten Chef oft auszeichnet ist die Tatsache, dass er vom Daily Business eigentlich keine Ahnung hat. Richtiges Einschätzen des Workloads oder im Notfall die Vertretung eines Mitarbeiters übernehmen? Für ahnungslose Chefs unmöglich.

#5 Negatives Feedback nur schriftlich geben

Unangenehme Neuigkeiten per E-Mail oder Kurznachricht zu kommunizieren scheint ein leichter Weg zu sein, ist jedoch ein großes No-Go. Besonders nach Kritik oder negativem Feedback ist es wichtig, als Führungskraft für weiterführenden Dialog zur Verfügung zu stehen. Außerdem: Aus schriftlicher Kommunikation können besonders leicht Missverständnisse entstehen.

#6 Angst vor Konflikten, Entscheidungen und Konkurrenz

Sägt da etwa jemand an meinem Chefsessel? So mancher schlechter Chef lebt in ständiger Angst. Angst vor der Konkurrenz, vor Konflikten oder großen Herausforderungen. Dann flüchtet er entweder oder geht zum Angriff über. Für jene Mitarbeiter, die er führt, beides keine angenehme Situation.

#7 Geheimnisse ausplaudern

Was in vertraulichen Gesprächen wie dem Mitarbeitergespräch besprochen wird, das sollten Führungskräfte niemals ausplaudern. Auch dann nicht, wenn es gut gemeint ist. Gleiches gilt für den Umgang mit Firmeninterna oder dem Wissen über Kunden oder Projektpartner.

#8 Auf Selbstreflexion verzichten

„Wie würde ich als Nicht-Führungskraft diese Situation empfinden?“ Gute Chefs wechseln regelmäßig die Perspektive und schlüpfen gedanklich in die Rolle eines Arbeitnehmers, der unter seiner Führung steht. Schlechte Führungskräfte tun das nicht – sie sind einfach nur der Boss.

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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