10. Juli 2018 · Bewerbung, Jobsuche · von

Auf zu neuen Ufern! Warum sich Bewerben im Sommer lohnt

Urlaubszeit: Die Temperaturen steigen und die heimischen Büros sind immer dünner besetzt. Wer denkt, dass sich Bewerbungen in der Ferienzeit nicht lohnen, der irrt. Es geht zwar alles etwas langsamer seinen Gang und auch HR-Chefs urlauben mal, trotzdem lohnt es sich, den Sommer für die Jobsuche zu nutzen.

Mythos Sommerpause?

„Im Sommer suchen die Unternehmen sowieso keine neuen Mitarbeiter“, hört man pünktlich zu Sommerbeginn immer wieder. Das stimmt allerdings nur bedingt: Die große Recruitingwelle wird über den Sommer wahrscheinlich nicht losgetreten, denn auch auch Personalchefs, Geschäftsführer und andere Entscheidungsträger gehen auf Urlaub– trotzdem: Auf die Suche nach neuen Mitarbeitern gehen Arbeitgeber auch zwischen Juli und September. Der Sommer kann auch eine gute Gelegenheit sein, seine Initiativbewerbung abzuschicken, noch bevor im Herbst HR-Abteilungen und Führungskräfte in den Marathon der Mitarbeitergespräche starten.

Mühlen mahlen etwas langsamer

Eines vorweg: Wer den Sommer für Bewerbungen nutzt, muss auch etwas Geduld mitbringen. Viele Entscheidungsträger sind auf Urlaub, Bewerbungen bleiben mitunter ein bis zwei Wochen liegen, bis sie überhaupt einmal gesichtet werden. Bis zum Nachhaken sollte man im Sommer daher etwas mehr Zeit verstreichen lassen, als üblich.

Die eigene Online-Präsenz pflegen

Die Sommermonate eigenen sich gut, um die eigene Online-Präsenz auf Vordermann zu bringen. Dazu zählen Social Media Kanäle (auch privat genutzte Accounts auf Inhalte und Privatsphäreeinstellungen prüfen!), Blogs und Profile in Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Tipps für den Umgang mit der eigenen Online-Reputation sind hier zu finden. Auch Einträge in Bewerberdatenbanken kannstu du im Sommer auf den neuesten Stand bringen.

Bewerbung Sommer

Initiativbewerbungen als Chance

Auch wenn der Wunscharbeitgeber momentan kein Inserat mit einer passenden Jobausschreibung schaltet: Eine Bewerbung „ins Blaue hinein“ kann sich trotzdem lohnen. Noch bevor ein Job ausgeschrieben wird, hat man als passender Kandidat dank Initiativbewerbung bereits einen Fuß in der Tür. Manche Arbeitgeber wissen zwar bereits im Sommer, welche Stellen ab Herbst geschaffen oder neu besetzt werden sollen, schalten mitten in der Urlaubszeit aber nicht unbedingt bereits ein Inserat.

Sommerzeit ist Recherchezeit

Besonders dann, wenn du eine Initiativbewerbung abschicken möchtest, musst du vorab einiges über den Wunscharbeitgeber herausfinden. Die ruhigen Sommermonate kannst du hervorragend für vorbereitende Arbeiten nutzen.

  • Welche Jobs sind momentan ausgeschrieben, welche Stellen wurden in der Vergangenheit besetzt?
  • Welche Unternehmenseinblicke bietet dir ein Arbeitgeber?
  • Wer ist Ansprechpartner in der Personalabteilung?
  • Ein Blick auf Organigramm und – falls vorhanden – die Teamseite: Wie setzen sich die Teams zusammen?
  • Gibt es auf der Unternehmensseite News zu neuen Produkten oder Geschäftsfeldern?
  • Kennst du vielleicht jemanden, der bereits im Unternehmen arbeitet?

Wenig Konkurrenz im Sommer

Viele Bewerber, die nicht dringend auf Jobsuche sind, genießen den Sommer und nehmen sich erst für den Herbst vor, beruflich durchzustarten. Die Konkurrenz am Jobmarkt ist deshalb im Sommer nicht so groß. Ferienzeit, Freibad und Jobsuche schließen sich übrigens nicht aus: Dank Smartphone kann man auch am See oder unterwegs immer wieder nach Jobs und Firmeninfos Ausschau halten. Dabei aber nicht vergessen: Nutze den Sommer zur Erholung, leg dein Smartphone öfter mal weg und investiere nicht deine ganze Energie in die Jobsuche.

Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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