Aktualisiert am 18. Januar 2021 · Bewerbung · von

10 Formulierungen für den letzten Satz deiner Bewerbung

Lesezeit: 3 Minuten

Abschließend nochmal Eindruck schinden – das schafft im Idealfall der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben. Wie das gelingt, zeigen wir dir anhand von verschiedenen Mustersätzen.

Was in anderen Lebenslagen stimmt, trifft auch bei der Bewerbung zu: Der erste und der letzte Eindruck können darüber entscheiden, ob du zum Gespräch eingeladen wirst oder nicht. Mit dem schließenden Satz im Bewerbungsschreiben haben viele Jobsuchende ihre liebe Müh. Man will selbstbewusst wirken, aber nicht arrogant. Höflich sein, aber nicht zum Bittsteller verkommen. Wo aber liegt die Mitte? Erschwert wird die Wahl des letzten Satzes auch durch den Umstand, dass er nicht länger als zwei Zeilen sein sollte. Dir bleibt also wenig Platz, um zu überzeugen.

Fünf Wege, den letzten Satz zu verhauen

Bevor wir dir anhand von Textbeispielen zeigen, wie ein gelungener letzter Satz ausschaut, werfen wir einen Blick auf 5 absolute No Go’s:

1. Finger weg vom Konjunktiv

Hätte, hätte, Fahrradkette … Wer sich im Konjunktiv verabschiedet, kommt zwar höflich und bescheiden rüber, vernichtet aber jegliches Selbstbewusstsein, das zuvor im Bewerbungsschreiben über die Darstellung von Kompetenzen und Qualifikationen aufgebaut wurde. Die Phrase „Ich würde mich über ein persönliches Gespräch freuen“ suggeriert, dass du selbst an der Möglichkeit, eingeladen zu werden, zweifelst. Bleib bestimmt und schreibe stattdessen „Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.“

2. Bitten und betteln

Wenn du dich für einen Job bewirbst, für den du eindeutig qualifiziert und geeignet bist, gibt es für dich keinen Grund, dein Bewerbungsschreiben mit einem verzweifelten „Bitte, bitte laden Sie mich ein“ zu beenden. Auch Personen, denen es schwerfällt, Selbstbewusstsein auszustrahlen, sollten nicht auf diese Taktik setzen. Stattdessen solltest du den Fokus auf deine Motivation lenken.

3. Hochgestochene Formulierungen sind out

„Ich verbleibe hochachtungsvoll“ – Suchst du einen Job oder um eine Audienz bei der Königin von England an? Ich nehme an, ersteres. Übertriebene Standardfloskeln dieser Art haben in einem modernen Bewerbungsschreiben nichts mehr zu suchen. War das Kräfteverhältnis früher noch ein anderes, begegnen sich Recruiter und Bewerber heutzutage Gott sei Dank auf Augenhöhe. Kommuniziere auch so!

4. Drängeln schickt sich nicht

Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zu haben, ist wichtig, um gut durchs Leben zu kommen. Aber wie so oft gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Bei Sätzen wie „Wann darf ich mich bei Ihnen vorstellen?“ könnte man den Recruiter auf dem falschen Fuß erwischen und eine Spur zu selbstsicher rüberkommen. Natürlich darfst und sollst du deinen Optimismus bekunden. Drücke dich aber lieber etwas weniger fordernd aus.

5. Das Wichtigste vergessen

Sitzt der letzte Satz erstmal, gilt es, den tatsächlichen Schluss nicht zu vergessen: Grußformel und „Unterschrift“. Die Zeiten, in denen du letztere einscannen musstest, sind zwar vorbei. Einbauen solltest du deinen Namen zum Schluss trotzdem. Am Ende des Bewerbungsschreibens ist auch Platz für die Auflistung des Anhangs.

Der perfekte Schlusssatz – Musterbeispiele für dich

Das wichtigste bei der Bewerbung ist, dass du dich nicht verstellst. Dein letzter Satz und grundsätzlich alle deine Bewerbungsunterlagen sollten daher deine persönliche Note tragen. Wie du dich ausdrückst, sollte aber auch zum jeweiligen Unternehmen bzw. zur Branche passen.

Folgende Phrasen gehen auf jeden Fall immer:

  • Ich freue mich über eine Einladung zum persönlichen Gespräch.
  • Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, die perfekte Ergänzung für Ihr Team zu sein.
  • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
  • Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
  • Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen mit Ihnen und dem Team.
  • Gerne überzeuge ich Sie persönlich von meiner Motivation und meinen Kompetenzen.

Wenn im Inserat darum gebeten wird, ein mögliches Eintrittsdatum oder die Gehaltvorstellungen zu nennen, kannst du den letzten Satz auch dafür nutzen.

  • Für die ausgeschriebene Stelle stehe ich ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung.
  • Aufgrund meiner Kündigungsfrist stehe ich Ihnen frühestens am TT.MM.JJJJ zur Verfügung.
  • Meine Gehaltsvorstellungen für diese Position liegen zwischen XY und YZ Euro pro Jahr.
  • Aufgrund meiner Qualifikationen und Fähigkeiten liegen meine Gehaltsvorstellungen zwischen XY und YZ Euro pro Jahr.

Auch nach dem Jobinterview noch das letzte Wort haben?

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Redaktion