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Büroflirt: Hat Liebe am Arbeitsplatz eine Chance?

Zusammenarbeit Erstellt am: 14. April 2016 3 Min.

April - Zeit für Frühlingsgefühle! Nicht nur in der Natur, auch in den heimischen Büros knistert es immer wieder. Jeder dritte Arbeitnehmer hatte bereits einmal ein Date unter Kollegen. Wie unsere User zum Thema Liebe am Arbeitsplatz stehen, das wollten wir im Rahmen unserer aktuellen Online-Umfrage wissen. Büroflirts und Beziehungskisten - yay or nay?

Barack und Michelle Obama hat die Liebe im Arbeitsumfeld erwischt, Bill und Melinda Gates ebenso, Bratt Pitt und Angelina Jolie hat ihre Romanze am Set von "Mr. und Mrs. Smith" monatelang in die Klatschpresse gebracht: Drei prominente Beispiele für Beziehungen, die am Arbeitsplatz ihren Ausgang nahmen - und immer noch halten. Welche Chancen räumen die karriere.at-User Romanzen und Beziehungen im Office ein? Wir haben nachgefragt:


Büroflirt: Wo die Liebe hinfällt

Die Mehrheit der befragten karriere.at-User auf Arbeitnehmerseite geben der Liebe im Büro eine Chance. 39 Prozent haben keinerlei Bedenken, wenn es für beide Partner passt. Etwas mehr als ein Viertel setzt viel Disziplin voraus, damit eine Partnerschaft am Arbeitsplatz funktioniert. 14 Prozent sind eher skeptisch, 19 Prozent halten das Konzept von Liebe im Büro keinesfalls für alltagstauglich.

Umfrage Liebe am Arbeitsplatz Arbeitnehmer 1024x922

So sehen Führungskräfte das Thema

Flirts im Pausenraum oder digitale Liebesbriefchen per E-Mail - wie sehen Unternehmensvertreter die Liebschaften ihrer Mitarbeiter? Die Antwort: noch lockerer, als Arbeitnehmer das tun. Wert legen Führungskräfte allerdings auf einen disziplinierten Umgang mit dem Thema Beziehung am Arbeitsplatz. Ein No-Go ist eine Partnerschaft unter Kollegen für nur neun Prozent der Befragten.

Umfrage Liebe am Arbeitsplatz Unternehmensvertreter 1024x922

Knigge für Frühlingsgefühle im Büro

Geheimer Büroflirt oder doch die Liebe für’s Leben? Egal, wie intensiv die Liaison zwischen Kollegen ist – die Liebe am Arbeitsplatz birgt neben Schmetterlingen im Bauch durchaus auch Risiken. Was gibt’s zu bedenken?

  • Die Sache mit der Geheimhaltung
    Ganz schön anstrengend: Nicht zusammen im Büro auftauchen, zu Feierabend unauffällig und getrennt das Büro verlassen und Vorsicht bei Dates in der Öffentlichkeit – man könnte ja einen Kollegen zufällig treffen. Der Flurfunk ist gnadenlos und verbreitet die frohe (?) Kunde in Windeseile im ganzen Unternehmen. Nicht gleich zu Beziehungsbeginn mit den Neuigkeiten herausplatzen – schön und gut – aber wie lange lässt sich eine Beziehung unter Kollegen wirklich geheimhalten? Unser Rat: Ball vorerst flach halten und die News nicht sofort hinausposaunen.
  • Liebe kennt keine Hierarchien – das Unternehmen schon
    Beinahe jeder kennt jemanden, der wieder eine Person kennt, die von einem Bekannten gehört hat, dass die Sales-Leiterin nur dank Beziehung zu ihrem Boss befördert wurde. Ob nicht letztendlich doch ihre fachlichen Fähigkeiten ausschlaggebend waren, ist egal, sobald die Gerüchteküche am kochen ist. Wer eine Partnerschaft über Hierarchiestufen hinaus eingeht, muss mit Tratsch und wohlmeinenden Ratschlägen fertig werden.
  • Privates Glück vs. Unternehmensrichtlinien
    Aus dem ersten Flirt werden Dates und aus den regelmäßigen Treffen eine Partnerschaft. Während es manchen Arbeitgebern egal ist, sehen andere Unternehmen die Sache mit gemischten Gefühlen: Verbieten kann man die Anbandelei am Arbeitsplatz nicht, andererseits müssen die Interessen des Unternehmens gewahrt bleiben. Problematisch können Partnerschaften dann werden, wenn Beteiligte aufgrund ihrer Beziehung nachweislich bevorzugt oder Abteilungsinterna an den Partner weitergegeben werden. Im Fall einer Trennung darf das Arbeitsleben nicht darunter leiden. Sich eine Versetzung in ein anderes Team zu wünschen, damit man dem Ex nicht mehr begegnen muss, wird beim Arbeitgeber keine große Freude auslösen.
  • Beruf und Privatleben trennen
    Romantische Gefühle, E-Mails mit ausführlichen Liebesbekundungen oder Beziehungsstreitigkeiten – all das sollte man im beruflichen Kontext außen vor lassen. In der Mittagspause darauf achten, nicht in die Pärchenfalle zu tappen und nicht nur zu zweit unterwegs sein.
  • Es ist aus!
    Falls es kein Happy End gibt: Was tun, wenn die Beziehung in die Brüche geht? Rosenkrieg am Konferenztisch? Im schlimmsten Fall ergreift einer der ehemals Liebenden überhaupt die Flucht aus dem Unternehmen. Sieben Prozent der Arbeitnehmer gaben laut einer Studie von Career Builder an, aufgrund einer unglücklich verlaufenden Beziehung den Job gewechselt zu haben.

Bildnachweis: Andor Bujdoso / Shutterstock


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