Foto im Lebenslauf – 10 Tipps zum perfekten Bewerbungsfoto

Frau fotografiertLebenslauf und Anschreiben sind die eine Sache. Das richtige Bewerbungsfoto die andere. Letztlich ist es nur wenige Quadratzentimeter groß, doch stellt es Bewerber immer wieder vor eine neue Herausforderung: Professionell oder nicht? Was anziehen? Lächeln oder nicht? Streng oder locker? Brille oder Linsen? Und das sind nur einige der Fragen, mit denen man sich in puncto Foto im Lebenslauf beschäftigen kann. In der Tat sollte sorgfältig an das Thema herangegangen werden, denn jeder weiß, dass man mit Bildsprache zumindest auf emotionaler Ebene fast immer punkten kann – warum also nicht auch bei Personalmanagern?

Zwar darf ein Arbeitgeber laut Gleichbehandlungsgesetz keinem Bewerber vorschreiben, ein Foto in seine Bewerbungsunterlagen aufzunehmen – dennoch gilt es in unseren Breiten als Standard im Lebenslauf und wird vom größten Teil der Personalverantwortlichen in gewisser Weise erwartet.

Zehn Tipps, um mit dem Bewerbungsfoto zu punkten:

  1. Branche und Position: Bevor man mit dem Shooting loslegt, sollte man mit dem Fotografen unbedingt klären, wofür die Bilder benötigt werden und welche Position in welcher Branche man anstrebt. Dies hilft dabei, fokussiert an das “Projekt Foto” heranzugehen – vom Gesichtsausdruck über die Auswahl der Kleider, der Frisur bis hin zum Hintergrund des Bildes oder der Grundsatzentscheidung Farb- vs. Schwarz-Weiß-Foto.
  2. Kleidung: Auch wenn nur ein kleiner Ausschnitt von dir auf dem Foto zu sehen ist – wähle nach Möglichkeit das, was dem Dresscode der Branche und der angestrebten Position entspricht. Eine Führungskraft in einer Bank hat andere Kleidungsvorschriften einzuhalten wie ein Grafiker einer Online-Werbeagentur.
  3. Haarschnitt und Rasur: Es klingt zwar banal, dennoch sollte man auf ein gepflegtes Äußeres achten. Ungepflegte, fettige Haare oder schlampig wirkende Rasur bei Herren werden gerade in als konservativ geltenden Branchen nicht unbedingt als Pluspunkt aufgefasst.
  4. Makeup und Schmuck: Die Dosis macht das Gift. Dezentes Makeup und nicht allzu auffälliger Schmuck sind sicherlich von Vorteil, da diese die Persönlichkeit unterstreichen und nicht davon ablenken.
  5. Selbstsicherheit: Sei überzeugt von dir selbst! Du willst den Job und bist dir sicher, dass du den Anforderungen auch gerecht wirst – genau das solltest du auch auf deinem Bewerbungsfoto ausstrahlen.
  6. Smile! Ein Lächeln steht nicht im Widerspruch zur oben genannten Selbstsicherheit. Anders als in Reisepässen ist Lächeln auf alle Fälle erwünscht! Denn: Der Lebenslauf ist meist das erste, was ein potenzieller Arbeitgeber von dir zu sehen bekommt. Und ein Lächeln zur Begrüßung kommt immer gut an…
  7. Haltung bewahren: Hängende Schultern, keine Körperspannung – so strahlt man weder Selbstsicherheit aus noch Einsatzbereitschaft und Hands-On-Mentalität.
  8. Retuschieren: Was früher nur Models und bestenfalls ausgebildeten Grafikern möglich war, kann heute jeder – zumindest theoretisch: sein Bild bearbeiten. Experten raten dennoch, nach Möglichkeit (also abgesehen von akuten Pickeln…) darauf zu verzichten, um möglichst viel vom Charakter zu erhalten. Grundsatz: Schlecht gemachte Retusche wirkt wie schlechtes, zu üppiges Makeup – einfach billig.
  9. Professionalität: Ein Faktor, den  man auch dann nicht aus den Augen verlieren sollte, wenn es mit der Bewerbung schnell gehen muss. Absolutes No-Go: Selbstgemachte Handyfotos und unscharfe Bilder oder Fotos, die offensichtlich aus anderen Jahrzehnten stammen. Wer keinen ambitionierten, guten Fotografen im Freundes- oder Bekanntenkreis hat, ist auf alle Fälle gut beraten, sich an einen Profi zu wenden. In der Regel geben diese auch hilfreiche Tipps in puncto Styling, Frisur und Gesichtsausdruck.
  10. Format: Achte auf das Bildformat! Sollte das Design nichts anderes verlangen, ist man mit den gängigsten DIN Formaten, also 2:3 bzw. 3:4 immer gut beraten.

Bildnachweis: Francesco83 / Quelle: Shutterstock

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