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Weihnachten ohne Stress

Weihnachtszeit ohne Stress? Tipps für kurze Auszeiten im Trubel

Gesundheit Erstellt am: 08. Dezember 2015 3 Min.

Stille Zeit? Von wegen! In der Vorweihnachtszeit füllen sich To-Do-Liste und Kalender besonders rasch. Laut unserer aktuellen Onlineumfrage leidet jeder Zweite im Advent unter besonders großem Stress - privat und beruflich. Wir haben Arbeitspsychologin Daniela Reiter um Tipps für einen entschleunigten Dezember gebeten.

Weihnachten – Stress oder besinnliche Auszeit?

Diese Frage haben wir per Online-Umfrage unseren Usern gestellt, 436 Arbeitnehmer haben geantwortet: 49 Prozent empfinden die Belastung privat und beruflich als besonders hoch. Knapp jeder fünfte Befragte leidet zwar unter Stress, in der Weihnachtszeit aber nicht mehr als sonst. 15 Prozent fühlen sich nur duch Verpflichtungen im Privatleben gestresst. 17 Prozent gehen den Dezember völlig enstpannt an - ihr berufliches Jahr klingt ruhig aus.

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Die Besinnlichkeit zurückerobern

Daniela Reiter

Daniela Reiter

Im Job noch einmal richtig Gas geben, Geschenke kaufen, Wohnung dekorieren, mit Freunden auf den Weihnachtsmarkt, Verwandtschaftsbesuche - klingt gar nicht nach ruhiger Jahreszeit, oder? Arbeitspsychologin Daniela Reiter rät: Runter vom Gas und regelmäßige Auszeiten einplanen - auch und vor allem in der hektischen Vorweihnachtszeit!

Stressfaktor Perfektionismus: Früher war mehr Lametta

Die Wohnung supersauber und weihnachtlich dekoriert, die Tafel festlich geschmückt, perfekt eingepackte Geschenke warten unter dem Weihnachtsbaum auf die Kinder, die sich heuer besonders brav benehmen. Glückwunsch an jene, bei denen DAS stressfrei einfach so funktioniert Allen anderen rät Daniela Reiter zum Abschied vom Perfektionismus: "Man muss sich ganz bewusst immer wieder klar machen, dass es vollkommen okay ist, nicht alles perfekt zu machen." Die Wohnung muss nicht perfekt geputzt sein und beim Wettstreit um das beste, schönste und originellste Geschenk muss man nicht mitmachen. Wer besonders mit Entscheidungen zu kämpfen hat, sollte sich mit dem Good Enough-Prinzip anfreunden.

Stressfaktor Sozialleben: "Und dann machen wir es uns gemütlich!"

Weihnachtsfeier der Firma, Weihnachtsparty des Vereins, Punsch trinken mit Freunden, gemeinsames Keksebacken - in der Weihnachtszeit hagelt es Einladungen, als gäbe es nach dem 24. Dezember keinen weiteren Tag mehr. Während manche den Rummel genießen, leiden andere unter den vielen sozialen Verpflichtungen. Daniela Reiter rät dazu, einige der Termine auf das nächste Jahr zu verschieben. Klar, bei einer Weihnachtsfeier geht das nicht, aber essen gehen mit Freunden - das kann man auch im Jänner noch.

Fünf Tipps für mehr Gelassenheit und Ruhe

  • To-Do-Liste kürzen: Alles aufschreiben, was erledigt werden sollte, und dann großzügig kürzen: Muss der Adventkranz unbedingt selbst gebunden werden? Können die Schubladen nicht auch nach Weihnachten aufgeräumt werden?
  • Freizeit braucht Frei-Zeit: Alles aufschreiben, was man gerne machen möchte, und dann auch hier alles streichen, das in Stress ausarten könnte: Wen will ich wirklich treffen? Beruhigt mich das Backen oder stresst es mich? Auch zu viel des Guten ist zu viel.
  • Aufgaben verteilen: Für jede Aufgabe einen Zettel schreiben, alles in einen Topf geben und jedes Familienmitglied eine Aufgabe ziehen lassen.
  • Menü abspecken: Zu Weihnachten etwas einfaches kochen oder das Weihnachtsmenü um einen Gang kürzen: Das erfreut Magen und Koch.
  • Täglich 15 Minuten für sich selbst: ohne Muss/Sollte/“Schnell jetzt!“. Allein das bringt schon viel Positives in Gang.

Täglich eine Viertelstunde Zeit für sich

15 Minuten Zeit, mehr braucht man laut Daniela Reiter nicht, um etwas mehr Balance ins Leben zu bringen. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit bringt sie jedes Jahr ein Kartenset mit kurzen Übungen heraus: Für mehr Achtsamkeit, Kreativität und Entspannung. Ein Rezept, mit dem man sofort loslegen kann, hat sie uns bereits verraten:

  • Immer der Lust entlang! Zutaten: keine, eventuell Schreibzeug Rezept: Wie wäre es, nur Dinge zu tun, die lustvoll sind? Dieses Gedanken-Experiment möchte ich heute wagen. Wie wäre es, wenn ich ausschließlich mit lieben Menschen zusammen arbeite? Wenn ich nur tue, was mich gerade freut? Wenn ich bei Entscheidungen immer die Alternative wähle, die mehr Spaß macht? Ich male mir das Leben so aus. Was hält mich zurück? Das Leben darf lustvoll und leicht sein. Es darf mir gut gehen. Dauer: 15 Minuten, je nach Lust am Ausmalen und vorhandener Zeit auch mehr.

Bildnachweis: Sebastian Gauer / Shutterstock; Daniela Reiter


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