10. September 2018 · Arbeitsleben · von

5 Tipps für die richtige Kündigung: Bewahre deinen guten Ruf!

Wer im Berufsleben zu neuen Ufern aufbrechen will, kommt in den meisten Fällen nicht um die Kündigung herum. In der Theorie sollte es ja einfach sein – Gespräch mit dem Chef, Formalitäten klären, Unterschrift unters Kündigungsschreiben setzen und klären, wie lange man dann noch im Unternehmen werkt. Dass es oft aber nicht so easy geht, werden viele, die bereits einmal einen Dienstvertrag gekündigt haben, nur zu gern bestätigen. Denn in vielen Fällen stehen starke Emotionen dem Entschluss zur Kündigung im Weg.

Seit Jahren fühlst du dich in deinem Job mehr gefangen als gefordert? Deine Motivation ging bereits in Dienst nach Vorschrift über? Du wagst den Schritt und reichst die Kündigung ein? Gratulation! Fünf Tipps, wie du dich vom alten Job verabschiedest, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen.

Kündigung: Gut vorbereitet und niemals im Affekt

Was du bei der Beendigung eines Dienstverhältnisses formal und arbeitsrechtlich beachten solltest, ist grundsätzlich ja bekannt. Nachlesen kannst du das auch an dieser Stelle. Formalitäten sind das eine, deine Psyche eine andere: Stresst dich der Gedanke an das bevorstehende Kündigungsgespräch bereits? Machen sich Schuldgefühle breit oder Angst vor der Reaktion von Freunden, Familie oder den Kollegen? Nimm deinen Mut zusammen und zieh es durch!

  • Ein Blick in deinen Dienstvertrag
    Ein Kündigungsgespräch sollte nie per Schnellschuss-Entscheidung vom Zaun gebrochen werden. Schon gar nicht im Streit mit dem Vorgesetzten. Wer sich schon länger mit dem Gedanken trägt, die Firma zu verlassen, sollte erst mit der optimalen Vorbereitung um einen Termin beim Chef anfragen. Hier geht es nicht nur um das emotionale Rüstzeug, sondern auch um die Formalitäten: Welche Kündigungsfrist hast du zu beachten? Was passiert mit übrigem Urlaub oder Zeitausgleich? Musst du die Kosten für Weiterbildungen zurückzahlen? Kurz gesagt: Welche Rechte hast du und was bist du deinem Arbeitgeber noch schuldig.
  • Emotional abschließen
    Sollten freundschaftliche Gefühle mit Kollegen und Unternehmensführung oder schlechtes Gewissen eine längst fällige Kündigung blockieren, kann es helfen, mit Außenstehenden die Situation zu besprechen. Wichtig ist in dieser Situation dann auch, sich selbst immer wieder klar zu machen, dass es sein gutes Recht ist, das Dienstverhältnis zu beenden. Du kannst die Sache auch so sehen: Niemand sichert dir zu, dass der Lieblingskollege oder der tolle Chef in naher Zukunft im Unternehmen bleiben. Eine gesunde Portion Egoismus ist hier durchaus angebracht.
  • Den richtigen Zeitpunkt wählen
    Gerade wenn man eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses anstrebt, sollte man auch den Zeitpunkt des Gespräches gut wählen. Hierbei gilt es abzuschätzen, wie gut das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist und was menschlich erwartet wird. Mitten in einem von dir geleiteten Projekt mit einem bestimmten Stichtag zu kündigen und sich tags darauf in den Resturlaub zu verabschieden, das kommt selten gut und kann der weiteren Karriere auch vor allem in kleinen, überschaubaren Branchen im Wege stehen. Kommuniziere deine Kündigung dem Vorgesetzten zu einem Zeitpunkt, zu dem eine geregelte Übergabe der eigenen Agenden noch möglich ist. Kannst du dem Arbeitgeber vielleicht noch mit einem zusätzlichen Monat Anwesenheit entgegenkommen, ist dir Dankbarkeit sicher.
  • Zeige Größe und gehe mit Anstand
    Vermeide es im Kündigungsgespräch, deinem Chef die Meinung zu geigen. Böses Blut hilft dir weder persönlich, noch bringt es dich beruflich weiter. Denke daran, dass Personalverantwortliche und Unternehmensvertreter sich immer wieder auf Messen oder Tagungen über den Weg laufen. Je überschaubarer die Branche, umso leichter verbreitet sich auch Klatsch und Tratsch über Personen. Und noch ein Tipp: Negative Meldungen über den Arbeitgeber machen auch außerhalb des Teams schnell die Runde – bis in die Chefetage.
  • Heute ist der erste Tag einer  spannenden Zukunft! Bei allen Ängsten und Unsicherheiten, die eine Kündigung mit sich bringen kann – versuche den Tag, an dem dein Dienstverhältnis endet, positiv zu sehen: Es ist der erste Tag in deine neue Zukunft, die sicher jede Menge Positives mit sich bringt!
Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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