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Innere Kündigung

Innere Kündigung: 6 Tipps, um sie zu überwinden

Jobsuche Erstellt am: 30. Juni 2022 4 Min.

Du bist dauernd unmotiviert, bringst Leistung auf Sparflamme und siehst für dich keine berufliche Perspektive mehr im Unternehmen? Dann hast du vielleicht schon innerlich gekündigt – und willst es dir nicht eingestehen. Wir haben sechs Tipps für dich, um aus diesem Gefühlszustand wieder herauszukommen.

Von der inneren Kündigung bis zur wirklichen ist es häufig ein großer Schritt. Das kann unter anderem mit Bequemlichkeit, Angst vor Veränderungen oder schlichtweg einem Mangel an alternativen Jobangeboten zu tun haben. In Einzelfällen sind Arbeitnehmer*innen über Jahrzehnte hinweg im Zustand der inneren Kündigung gefangen, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen. In der Regel mündet sie aber über kurz oder lang in einer tatsächlichen Kündigung, ob arbeitnehmer*innen- oder arbeitgeber*innenseitig.

Was ist eine innere Kündigung?

Eine innere Kündigung ist meistens das Ergebnis eines konstant hohen Frustrationslevels, das sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei Mitarbeiter*innen entwickelt – meistens unbemerkt. Denn im Gegensatz zur äußeren Kündigung, bei der das Ende des Arbeitsverhältnisses aktiv gefordert wird, ist die innere Kündigung für das Umfeld nicht ersichtlich.

Selbst die betroffenen Arbeitnehmer*innen benötigen oftmals einige Wochen bis Monate, ehe sie verstehen, dass sie mit ihrem Job nicht mehr zufrieden sind. Eine innere Kündigung macht sich gerne durch folgende Begleiterscheinung bemerkbar:

  • fehlende Motivation
  • körperliche Symptome (Schwindel, Kopfschmerzen, chronische Rückenschmerzen usw.)
  • kein Interesse an Entwicklungen im Unternehmen
  • Gefühl, während der Arbeitszeit in eine „Rolle“ zu schlüpfen und eine „Maske“ zu tragen
  • Leistung und Leistungswille fällt ab

9 Gründe für eine innere Kündigung

Wann immer Menschen innerlich kündigen, liegen diesem Bedürfnis nach einem Bruch Unzufriedenheit und Frustration zugrunde. Diese beiden Emotionen können durch unterschiedliche Umstände ausgelöst werden, beispielsweise durch:

  1. dauerhafte Überlastung (ständige Erreichbarkeit, hoher Leistungsdruck, schlechte Work-Life-Balance – bis zum Burnout)
  2. kontinuierliche Unterforderung bis hin zum Boreout
  3. fehlende Wertschätzung durch Führungskräfte und Kolleg*innen
  4. mangelnde Perspektive (Aufstieg, Entfaltung oder Weiterbildung nicht möglich)
  5. Widerspruch zwischen Tätigkeit und persönlicher Moral
  6. fehlende Identifikation mit dem Unternehmen, seinen Produkten und Werten
  7. schlechtes Arbeitsklima und/oder Konflikte im Team
  8. ungerechte Behandlung der Mitarbeiter*innen bis hin zu Mobbing
  9. schlechte Bezahlung und/oder intransparentes Gehaltssystem

Was kann ich gegen eine innere Kündigung tun?

Eine innere Kündigung solltest du nicht „unbehandelt“ mit dir herumschleppen. Schlechte Laune und sinkende Leistungsfähigkeit schaden nicht nur dir selbst. Auch deine Führungskraft bzw. deine Kolleg*innen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn du dein gewohntes Arbeitspensum nicht mehr bringen kannst, bleiben gewisse Aufgaben an anderen hängen. Das kann zu Konflikten im Team führen und über einen längeren Zeitraum hinweg das Arbeitsklima dermaßen vergiften, dass auch Kolleg*innen beginnen, innerlich oder gar wirklich zu kündigen.

Was kannst du also tun, um dir selbst und den Menschen in deinem unmittelbaren Umfeld Negativität und Stress zu ersparen? Präventive Maßnahmen sind natürlich das beste Mittel gegen eine innere Kündigung, sprich: Such dir einen Job, in dem du dich wohlfühlst und der dich fordert. Angenehme Rahmenbedingungen und eine Tätigkeit mit Sinn erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass du mit deiner Arbeit langfristig zufrieden bleibst.

6 Tipps zur Überwindung einer inneren Kündigung

Wenn du Anzeichen einer inneren Kündigung bei dir entdeckst, bist du diesem Zustand nicht ausgeliefert. Diese sechs Maßnahmen können dir dabei helfen, deine Motivation wiederherzustellen oder dein Glück anderswo zu finden:

1. Ursachenforschung

Ist eine innere Kündigung bereits in dir gekeimt, frage dich zunächst, was die Ursache dafür ist. Welche Erlebnisse oder Veränderungen haben zu deinem Sinneswandel geführt? Die Hintergründe deiner Gefühle zu kennen ist deshalb wichtig, weil sie dir helfen, Lösungen zu finden.

2. Ausgleich im Privaten

Gestalte dein Privatleben derart, dass es für dich den notwendigen Ausgleich von deinem Job bietet. Ein neues Hobby kann beispielsweise frischen Wind in deine Freizeit bringen. Egal, was du tust, um zu entspannen: Nimm deine Work-Life-Balance ernst! Gerade wenns im Jobleben mal ungemütlicher zugeht, darfst du auf dich selbst nicht vergessen.

3. Interne Lösungen erarbeiten

Du kannst dich mit dem Unternehmen und seinen Werten identifizieren, aber deine Tätigkeiten oder dein Team passen einfach nicht mehr zu dir? Suche das Gespräch mit deiner Führungskraft um herauszufinden, wie dein Aufgabengebiet verändert werden kann oder ob ein interner Wechsel eine Option ist. Gibt es Weiterbildungen, die dir dabei behilflich sein können? Und falls dein*e Arbeitgeber*in auch im Ausland einen Standort hat, könnte ja auch ein rigoroser Tapetenwechsel genau das richtige für dich sein.

4. Gespräche mit Vorgesetzten

Vertrauliche Gespräche mit der direkten Führungskraft sind prinzipiell eine gute Idee, wenn deine Stimmung arbeitsbedingt im Keller ist und du dich im Job nicht mehr wohlfühlst. Eine gemeinschaftliche Lösung kann allerdings nur dann erreicht werden, wenn deine Führungskraft nicht Teil des Problems ist. Ist das der Fall, sollte ein*e Mediator*in bzw. ein*e extern*e Berater*in beigezogen werden.

5. Jobwechsel aktiv forcieren

Wenn sich die Konflikte und Probleme intern nicht lösen lassen, wirst du um einen Jobwechsel wohl nicht herumkommen. Auch wenn das für dich eine große Veränderung bedeutet und dich verunsichern kann – du wirst es dir selbst danken! Und wenn du immer noch nicht weißt, ob eine Kündigung das Richtige für dich ist, empfehlen wir dir diesen Artikel:

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Soll ich kündigen? Bin ich in meinem Job fehl am Platz? Möglich – wenn dich dein Job mehr nachdenklich als happy macht, solltest du genauer hinsehen. Unzufriedenheit im Job kann motivieren, wenn sie zur Veränderung anregt und dich zum Handeln bringt. Auf Dauer kann sie dich allerdings ganz schön aufreiben. Diese acht Indizien zeigen dir, dass es an der Zeit ist für ein Jobwechsel:

6. Berufliche Auszeit nehmen

Es gibt Phasen, in denen einfach grundsätzlich die Luft raus ist und nur eine berufliche Auszeit dabei helfen kann, unsere Befindlichkeiten wieder ins Lot zu bringen. Zum Abbau von Stress und Frust hat sich schon bei manchem*r ein Sabbatical bewährt. Ohne zeitlichen Druck lässt es sich viel leichter entspannen, neue Energie tanken – und karrieretechnische Klarheit erlangen.

Innere Kündigung bei Mitarbeitenden erkennen

Arbeitnehmer*innen haben selbst oft Probleme damit, sich ihrer inneren Kündigung bewusst zu werden. Ob jemand mit seinem*ihrem Job abgeschlossen hat, ist vor allem für Führungskräfte schwer erkennbar. Wir verraten, bei welchen Anzeichen Vorgesetzte aufmerksam werden sollten:

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B schedlberger

Bianca Schedlberger
Content Managerin
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