Aktualisiert am 30. Juni 2021 · Jobsuche · von

Auf Jobsuche: Nur nicht den Mut verlieren!

Lesezeit: 3 Minuten

Du bist auf Jobsuche? Dann kennst du dich mit zermürbender Wartezeit aus. Bis zur Zusage kann es eine gefühlte Ewigkeit dauern und bis dahin heißt es: Fertig werden mit Niederlagen, Absagen und plötzlichen Kurswechseln. Wir haben vier Tipps für mehr Motivation und Durchhaltevermögen für dich.

Die Suche nach einem Job kann wirklich frustrierend sein: lange Wartezeiten auf eine Rückmeldung, Absageschreiben ohne Begründung oder überhaupt keine Antwort gehören zum Bewerbungsalltag leider dazu. Da können Selbstzweifel aufkommen und die Motivation, sich bei der nächsten Bewerbung wieder voll ins Zeug zu legen, schwindet verständlicherweise. Ein Teufelskreis, denn je liebloser deine Bewerbungsunterlagen sind, umso geringer ist die Chance auf eine Zusage. Da wollen wir schnellstmöglich wieder raus – oder noch besser, gar nicht erst reinrutschen! Damit du motiviert und zuversichtlich bei der Jobsuche bleibst, haben wir hier vier Strategien für dich.

So bleibst du zuversichtlich bei deiner Jobsuche

Der Arbeitsmarkt wurde durch die Corona-Krise schwer gebeutelt – doch die Zeichen stehen auf Erholung. Das solltest du im Hinterkopf behalten. Dennoch gibt es vielleicht in deinem Tätigkeitsfeld oder in deiner Region zu wenige offene Stellen oder findest nur Jobanzeigen, die nach einer „eierlegenden Wollmilchsau“ suchen. Dass das nicht unbedingt motiviert, ist klar. Aber mit diesen vier Tipps bleibst du zuversichtlich:

Setze realistische Ziele

„Ich schreibe drei Bewerbungen pro Woche.“

Die Suche nach Jobs kann sehr zeitaufwendig sein und viel Energie kosten. Deshalb ist es wichtig, dass du dir realistische Ziele setzt, zum Beispiel eine gewisse Anzahl an Bewerbungen pro Woche. Drei bis fünf sind unserer Erfahrung nach ideal. Du musst auch nicht jeden Tag die Stellenangebote durchforsten – das kann schnell frustrieren. Besser ist, du nützt einen oder zwei Tage pro Woche als „Suchtage“, in denen du die Stelleninserate genau durchforstest. Hilfreich sind auch E-Mail-Benachrichtigungen, wenn eine für dich passende Jobausschreibung veröffentlicht wird. Mit dieser tageweisen Aufteilung kannst du dich besser auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren: Suche, Detailrecherche, Bewerbung schreiben. Nicht vergessen: Leg dir eine Liste über den aktuellen Status der einzelnen Bewerbungen an, damit du den Überblick behältst!

Tipp: In deinem karriere.at-Konto kannst du den Bewerbungsstatus übersichtlich auf einer Seite verwalten und bekommst hilfreiche Infos für jede Phase deiner Jobsuche.

Sei stolz auf deine Fähigkeiten

„Ich weiß, was ich kann.“

Mache dir immer wieder bewusst, welche besonderen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften du hast. Wenn man jeden Tag seinen Lebenslauf sieht, vergisst man leicht, wie außergewöhnlich das eigene Skill-Set ist. Führe dir regelmäßig vor Augen, was du alles schon erreicht hast und erinnere dich an Erfolge, auf die du stolz bist. Das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken ist auch eine gute Vorbereitung für zukünftige Bewerbungsgespräche. Die Frage nach deinen Stärken und besonderen Leistungen in vorherigen Jobs kommt fast so sicher wie das Amen im Gebet – und du hast dann eine gute Antwort parat.

Behalte die Perspektive

„Ich bin nicht der ideale Kandidat, aber das muss ich auch nicht sein.“

Wir haben es oben schon angedeutet: Rollenbeschreibungen sind die Idealvorstellung eines Kandidaten. Du musst aber nicht jeden Punkt zu 100 Prozent erfüllen. Auch Recruiter wissen, dass niemand perfekt ist. Das Wichtigste ist, sich bewusst zu sein, wo das Jobprofil von deinen aktuellen Fähigkeiten abweicht und wie du die fehlenden noch erwerben kannst. Kleine Details sollten dich demnach nicht davon abhalten, dich zu bewerben. Sogar, wenn du Quereinsteiger bist: Entspricht die Jobbeschreibung im großen Ganzen deinen Fähigkeiten und du erkennst eine berufliche Perspektive darin, nütz deine Chance!

Nütze deine „Freizeit“

„Je länger es dauert, einen Job zu finden, umso mehr Neues kann ich lernen.“

Dieser Tipp ist in erster Linie für alle, die gerade arbeitslos sind. Das vielleicht größte Motivationsproblem beim Schreiben von Bewerbungen ist Folgendes: Wenn man sie einmal abgeschickt hat, kann man nichts tun, außer zu warten! Oft schleicht sich dann Frustration und vielleicht auch ein schlechtes Gewissen ein, dass man nicht genug Fortschritt macht. Wie uns Daniel Mulec aus seiner eigenen Erfahrung mit Langzeitarbeitslosigkeit im Podcast erzählt hat, ist eine Beschäftigung zu finden, die einem dieses Gefühl des Fortschritts zurückgibt, enorm wichtig, um das Selbstvertrauen zu stärken. Diese Beschäftigung kann vieles sein, von Freiwilligenarbeit bei einer NGO bis hin zu Kursen. Im Idealfall gewinnt man dadurch sogar wieder neue Fähigkeiten dazu. Diese kann man dann dem Lebenslauf hinzufügen und vielleicht sind es genau diese Skills, die bei der nächsten Bewerbung den Unterschied machen.

Motivation noch immer nicht gefunden? Hier noch zwei digitale Schmankerl, die hilfreich sein können:

  • Belohnung und Bestrafung funktionieren überraschenderweise nicht so gut, wie im Psychologielehrbuch beschrieben! Wie das mit der Motivation genau funktioniert, erklärt Dan Pink in seinem TED-Talk Klassiker.

  • Auch interessant für alle, die noch mit der Frage „Was ist denn nun mein Traumjob?“ kämpfen: Jannike Stöhr hat 30 Jobs in einem Jahr ausprobiert, um sich selbst zu finden. Wie Jannikes Experiment verlaufen ist, seht ihr hier:

  • Und hier findest du noch allgemeine Tipps für die Zeit der Arbeitslosigkeit:

Bildnachweis: shutterstock/Damir Khabirov

Redaktion