Aktualisiert am 28. Juli 2020 · Bewerbung · von

Online-Bewerbung: 5 Tipps fürs Freitextfeld

Lesezeit: 3 Minuten

Viele Unternehmen bieten auf ihren Karrierewebsites mittlerweile die Funktion, Bewerbungen online über ein Bewerbungsformular einzureichen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch zeitsparend. Das zur Online-Bewerbung gehörende Freitextfeld sorgt allerdings bei einigen für Verunsicherung. Wie setzt man sich auf so wenig Platz gekonnt in Szene?

Erwartungsvoll blinkt der Cursor im leeren Freitextfeld des Online-Bewerbungsformulars … „Mehr über mich“ oder „Persönliches Statement“ steht da als Überschrift geschrieben. Von dir wird erwartet, deine Stärken prägnant und kompakt in einem Fließtext zusammenzufassen – häufig steht dir nur eine begrenzte Anzahl an Zeichen zur Verfügung. Viele Bewerber fürchten, dass sie ihre Qualifikationen aufgrund des begrenzten Platzes nicht optimal darstellen können. Wir sagen, das geht. Man muss nur wissen, wie.

Welchen Vorteil hat ein Bewerbungsformular?

Unternehmen profitieren vom Einsatz eines Online-Bewerbungsformulars insofern, als sie durch den Einsatz von Auswertungssoftware den personellen Aufwand für die Sichtung von Bewerbungsunterlagen reduzieren können – das spart Zeit und Kosten. Darüber hinaus erhalten Recruiter nur jene Informationen, die auch wirklich relevant sind und können die Bewerber besser miteinander vergleichen.

Aber auch für dich als Bewerber birgt das Bewerbungsformular Vorteile. Du erhältst in der Regel eine Eingangsbestätigung deiner Bewerbung und weißt daher, dass der Versand geklappt hat. Auf manchen Unternehmensseiten hast du sogar die Möglichkeit, ein eigenes Bewerberkonto einzurichten und auf diesem Weg den Status deiner Bewerbung zu verfolgen. Wirst du für den jeweiligen Job nicht ausgewählt, hast du oftmals dennoch die Chance, im Bewerberpool des Unternehmens vorgemerkt und möglicherweise für eine andere, passende Stelle kontaktiert zu werden.

Das Freitextfeld: Was steht drin?

Der Inhalt des Freitextfeldes entspricht dem, was du in deinen Bewerbungsunterlagen als Anschreiben zufügen würdest. Du gehst darin auf deine fachlichen und persönlichen Stärken und Kompetenzen ein und unterstreichst damit, warum gerade du für den ausgeschriebenen Job so gut geeignet bist.

Tipp 1: Formuliere für jede Bewerbung einen individuellen Text

Auch wenn der Gedanke vielleicht verlockend erscheint … Ein altes Anschreiben sollte nicht recycelt und nach dem „copy and paste“-Prinzip ins Freitextfeld kopiert werden. Mit einem nichtssagenden, zu allgemeinen Text riskierst du, dass deine Bewerbung sofort aussortiert wird. Denn ob sich ein Kandidat Mühe gegeben und mit dem Stelleninserat auseinander gesetzt hat, liest ein erfahrener Recruiter sofort heraus. Aus diesem Grund empfehlen wir, dir ausreichend Zeit zu nehmen und für jede Bewerbung einen individuellen Freifeldtext zu formulieren.

Tipp 2: Komm auf den Punkt

Ausufernde Erzählungen über dich selbst haben in einem Freitextfeld nichts verloren. Die meisten Online-Formulare setzen ohnedies ein Zeichenlimit und zwingen den Bewerber damit, sich möglichst kurz zu fassen. Die eigenen Qualifikationen und Stärken zu verkaufen, erfordert auch ohne Begrenzung einiges an Fingerspitzengefühl und Eloquenz. Nichtsdestotrotz: Der Recruiter will ganz Sätze lesen, keine Stichwörter!

Überlege dir also genau, mit welchen Informationen du den vorhandenen Platz füllen möchtest. Behalte folgende Fragen dabei im Hinterkopf:

  • Warum soll sich der Arbeitgeber für dich entscheiden?
  • Was macht dich so interessant, dass man dich unbedingt zu einem Job-Interview einladen muss?
  • Was kannst du besonders gut?

Tipp 3: Schlüsselbegriffe verwenden

Üblicherweise kann man davon ausgehen, dass die Anzahl an Bewerbungen, die ein Arbeitgeber erhält, von seiner Größe abhängt. Recruiter aus solchen Betrieben haben oftmals nicht genügend Zeit bei der Hand, um alle Bewerbungen selbst durchzusehen. Aus diesem Grund wird immer häufiger maschinell und automatisch vorsortiert, indem die ausgefüllten Datenfelder nach bestimmten Suchbegriffen abgegrast werden. Umschreibe daher absolvierte Ausbildungen und Kenntnisse nicht, sondern verwende die etablierten Fachbegriffe. Denn auch wenn der Recruiter persönlich die Bewerbungen durchgeht, überfliegt er die erhaltenen Unterlagen oft nach bestimmten Schlüsselbegriffen.

Tipp 4: Sorgfalt siegt

Bei Online-Bewerbungsformularen werden manche schlampig. Sei deshalb besonders streng mit dir selbst und schicke deine Bewerbung niemals ab, ohne vorher noch einmal sämtliche Felder Korrektur gelesen zu haben. Den Inhalt deines Freitextfeldes kannst du zunächst im Word formulieren – dort werden Tipp- und Grammatikfehler farblich gekennzeichnet und lassen sich schneller ausbessern. Noch besser wäre es, wenn jemand aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis einen kritischen Blick auf deine Angaben wirft und sowohl auf den Inhalt, als auch auf die sprachliche Richtigkeit achtet.

Tipp 5: Lass das Freitextfeld nicht leer!

Ob aus Zeitmangel oder mangelnder Motivation – in einem Online-Bewerbungsformular sollte kein Feld leer bleiben, auch nicht das Freitextfeld. Betrachte es als eine zusätzliche Möglichkeit, dich selbst als den geeigneten Kandidaten zu präsentieren und dich dadurch von deinen Konkurrenten im Rennen um den Job abzuheben.

Redaktion