22. November 2017 · Bewerbung · von

Q&A Lebenslauf und Bewerbung: Antworten auf eure Fragen

Im Rahmen von Webinaren informieren wir euch regelmäßig über Wissenswertes rund um Lebenslauf, Bewerbung & Co. Nach jedem Webinar beantworten wir außerdem eure Fragen. Was euch nach dem letzten Webinar besonders interessiert hat, fassen wir heute noch einmal für alle Leser zusammen. Das waren eure Fragen zum Thema Lebenslauf:

Lebenslauf: Was muss, was kann?

Falls man nach längerer Zeit noch keine Antwort auf eine Bewerbung bekommen hat, sollte man ja bekanntlich nachfragen. Was wäre hier ein angemessener Zeitraum, ab dem man nachfragen kann?

Sei nicht zu ungeduldig oder aufdringlich, warte mindestens eine Woche, sogar zwei bis drei Wochen Bearbeitungszeit liegen noch im Rahmen. Danach kannst du aber ruhig nachfragen. Wie du geschickt nachhakst und einen positiven Eindruck hinterlässt, erfährst du an dieser Stelle.

Ist eine dritte Seite beim Lebenslauf noch okay oder sollte man wirklich auf zwei Seiten kürzen?

Hab Mut zum Kürzen und konzentriere dich wirklich auf zwei Seiten Lebenslauf. Falls dein Werdegang sehr projektlastig ist, kannst du Projektarbeiten aber auf eine eigene dritte Seite auslagern. Mehr Infos dazu findest du hier: Lebenslauf zu lang? Die Projektliste als Ausweg Je nach Stelle, auf die du dich bewirbst, kannst du im Lebenslauf weniger relevante Kenntnisse oder Interessen weglassen. Ein gutes Layout hilft dir außerdem beim Platzsparen.

Ist Praktikum auch Berufserfahrung?

Natürlich, auch oder gerade in Praktika sammelst du Erfahrungen, die für deinen weiteren beruflichen Weg wichtig sind. Übrigens finden viele Personalverantwortliche die gesammelte Berufserfahrun interessanter und aussagekräftiger als Noten.

Und wie sieht es mit der Schulausbildung aus? Soll die Matura noch angegeben werden, sobald man ein abgeschlossenes Studium und Berufserfahrung hat?

Die Matura bzw. die Schule, an der du die Matura absolviert hast, solltest du immer anführen. Manche Arbeitgeber interessiert es, ob du z.B. ein Gymnasium besucht hast oder eine berufsbildende höhere Schule.

Bezüglich des Bewerbungsfotos: Wie ist das, wenn man sich die Haare färbt (zB. bunt), aber auf dem Fot noch die „alte“ Haarfarbe hat? Besser gleich ein Foto mit den bunten Haaren machen?

Eine haarige Frage :) Das musst du von Fall zu Fall entscheiden: Bei wem bewirbst du dich? Wie ticken die Menschen im Unternehmen? Wenn es ein konservativer Arbeitgeber ist und du es bis zum Gespräch schaffen möchtest, könntest du auf die alte Haarfarbe setzen und sehen, wie dein neuer Look im Bewerbungsgespräch aufgenommen wird. Ist es ein Unternehmen mit offener Unternehmenskultur, sollte es sowieso nicht an der Haarfarbe scheitern. Streng genommen darfst du aufgrund deiner Haarfarbe (und auch anderen Faktoren) von Arbeitgebern als Bewerber generell nicht diskriminiert werden soweit die Theorie.

Ich würde gerne wissen, wie man heutzutage die richtige Ansprache im Bewerbungsschreiben wählt, um nicht auf diese standardisierten Sätze zurückzuverfallen?

Je nach Arbeitgeber kannst du da mutig sein. Viele Personaler freuen sich über Bewerbungen, die positiv aus der Reihe tanzen. Dazu haben wir auch einen Blogartikel, den du hier finden kannst: Einleitungssätze für deine Bewerbung

Inwieweit soll man den Lebenslauf an die ausgeschriebene Position anpassen? Relevante Positionen und Kenntnisse besonders hervorheben, Keywords aus dem Stelleninserat verwenden etc.?

Grundsätzlich sollte dein Lebenslauf immer so gut sein, dass du ihn auch spontan aus der Hand geben würdest. Individualisieren und auf die jeweilige Stelle adaptieren ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. Das Anschreiben solltest du immer individuell gestalten, aber auch deinen Lebenslauf kannst du auf einen Arbeitgeber zuschneiden und genau die Kenntnisse und Interessen hervorheben, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind.

Mein Wunscharbeitgeber ist gleich in meiner Nähe – sollte man auf sowas bei der schriftlichen Bewerbung in irgendeiner Form eingehen?

Das musst du nicht – außerdem sieht man das ohnehin an deiner Adressse. Im Lebenslauf und für deine Bewerbung sollte das ohnehin kein Thema sein.

Soll man immer im Betreff anführen, ob man sich als Teilzeit- oder Vollzeitkraft bewirbt? Vor allem wenn man z.B. in der jetzigen Tätigkeit als Teilzeitkraft arbeitet und auf Vollzeit umsteigen möchte?

Die gewünschte Arbeitszeit solltest du auf jeden Fall anführen, damit dich der Arbeitgeber hier auch richtig versteht. Das muss nicht gleich im Betreff passieren, außer es gibt mehrere ähnliche Stellen, die sich nur durch das Stundenausmaß unterschieden.

Webinare & Lebenslauf-Checks

Du hast noch weitere Fragen? Unsere Webinare helfen euch online auf die Sprünge, bei unseren CV-Checks könnt ihr eure Lebenslauf vor Ort von einem Experten checken lassen. Die Termine zukünftiger Webinare und CV-Checks werden immer auf unserer Facebookseite veröffentlicht.

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren