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Bewerbungsmythen aufgedeckt

Achtung, Irrglaube! 8 Bewerbungsmythen aufgedeckt

Bewerbung Erstellt am: 18. Oktober 2021 5 Min.

Die Jobsuche ist manchmal kein Zuckerschlecken, schnell investiert man Unmengen an Zeit und Energie in den Bewerbungsprozess. Damit die ganze Mühe nicht umsonst ist, zeigen wir euch heute, worauf es beim Bewerben wirklich ankommt. Acht Bewerbungsmythen rund um die Jobsuche im Check:

Rund um die Bewerbung geistern immer wieder viele Mythen und Halbwahrheiten. Soll man auf Lücken im Lebenslauf eingehen? Und wie geht man mit Gehaltsvorgaben im Bewerbungsgespräch um? Wir versuchen uns als „Bewerbungs-Myth-Busters“ und decken 8 häufige Unwahrheiten rund um die Bewerbung auf.

Bewerbungsmythen auf dem Prüfstand

Damit eure Jobsuche heuer erfolgreich verläuft, nehmen wir acht Bewerbungsmythen unter die Lupe. Was ist dran am vollständigen Lebenslauf und sind Initiativbewertungen wirklich sinnlos?

Mythos #1: Social Media ist Privatsache

Was man in sozialen Medien preisgibt, ist oft nicht so privat, wie man denkt. Auf Jobsuche können unprofessionelle Inhalte verhängnisvoll sein. Es ist üblich, dass sich HR-Manager*innen online auf die Suche nach Informationen zu Kandidaten machen. Im besten Fall finden sie dabei ein aktuelles Profil in Business-Netzwerken, im schlimmsten Fall unpassende Inhalte: Bilder exzessiver Partys, radikale Ansichten, Hasspostings.

Was Personalist*innen übrigens auch checken, ist, ob die Angaben im Lebenslauf mit den Infos in Online-Profilen übereinstimmen. Höchste Zeit, euch um eure Online Reputation zu kümmern: Privatsphäre-Einstellungen checken, überprüfen, was andere über euch posten und für ein stimmiges Online-Bild sorgen. Es ist allerdings nicht notwendig, sämtliche private Inhalte zu löschen – Partybild ist nicht gleich Partybild! Wie ihr Inhalte über euch am besten aufspürt und euren Online-Ruf ins Reine bringt, verraten wir euch in diesem Blogbeitrag.

Mythos #2: Nur mit super Anschreiben hat man überhaupt eine Chance

Ja, ein Bewerbungsschreiben sollte möglichst individuell und fehlerfrei formuliert sein. Aber: Wirklich interessant wird es für Personalverantwortliche erst mit der Lektüre eures Lebenslaufes. Der CV ist die Leistungsschau eurer beruflichen Stationen, Leistungen und Qualifikationen. Das Anschreiben muss im Großen und Ganzen sitzen, sollte möglichst keine Tippfehler aufweisen und glänzt im besten Fall noch mit knackigen Formulierungen – beim Lebenslauf könnt und müsst ihr aber wirklich zeigen, was ihr draufhabt. Passen eure Qualifikationen zur offenen Stelle, wird es nicht am Anschreiben scheitern.

Achtung: Das Anschreiben ist nicht dasselbe wie das Motivationsschreiben! Ein solches zu verfassen kann absolut sinnvoll sein und dir die Einladung zum Bewerbungsgespräch einbringen. Mehr darüber erfährst du in diesem Artikel:

Brauch ich ein Motivationsschreiben? Das meinen Recruiter

Erstellt am: 14. April 2021 5 Min.

Ist ein Motivationsschreiben sinnvoll oder kann ich mir die sogenannte dritte Seite in der Bewerbung sparen? Viele Jobsuchende stellen sich diese Frage ganz zurecht. Die Antwort lautet Jein …

Mythos #3: Der Lebenslauf muss alle beruflichen Stationen zeigen

Das gilt bestenfalls für Berufseinsteiger*innen, die noch nicht sehr viele schulische oder berufliche Stationen vorweisen können. Nach einigen Jahren Berufserfahrung solltest du aber damit beginnen, die irrelevanten auszusortieren: Studentenjobs, Ferialpraktika – sofern sie für deinen aktuell angestrebten Job nicht wichtig sind – können weg.

Insgesamt sollte dein CV nicht mehr als zwei Seiten lang sein. Mit viel Berufserfahrung sind auch drei Seiten durchaus möglich.

Mythos #4: Je mehr Bewerbungen, desto besser!

„Ich verschicke wöchentlich rund 50 Bewerbungen und es tut sich einfach nichts.“ Viele Bewerbungen – bessere Chancen? Das stimmt nur bedingt. Ab einer gewissen Anzahl an Bewerbungen ist es kaum mehr möglich, jedes Schreiben zu individualisieren und der ausgeschriebenen Stelle und dem Arbeitgeber anzupassen. Doch kein*e Personalist*in erhält gerne Bewerbungsunterlagen, aus denen auf den ersten Blick ersichtlich ist, dass sich der oder die Absender*in weder mit dem vakanten Job noch dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Persönliche Anrede, der Hinweis auf das Stelleninserat, individuelle Einleitung? Fehlanzeige. Wöchentlich drei, vier oder fünf wirklich gute Bewerbungen zu verschicken macht mehr Sinn, als ein offensichtliches Standardschreiben an möglichst viele Unternehmen zu schicken.

Mythos #5: Einen Job findet nur, wer aktiv sucht

Aktive Bewerbungen sind nur ein Weg zum neuen Job. Ihr könnt euch von Unternehmen und Personalist*innen auch finden lassen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ihr sichtbar seid und auch gefunden werdet. Online stehen euch Bewerberdatenbankenzur Verfügung, in denen Arbeitgeber*innen ganz gezielt nach neuen Talenten suchen. Daneben gibt es noch eine ganze Palette an Social Media-Kanälen: Business-Netzwerke sind bereits auf berufliche Nutzung ausgelegt, für Personal Branding kann man aber auch Facebook, Twitter, Instagram, YouTube oder Professional Blogs nutzen. Wo man sich als Expert*in in seinem Gebiet präsentiert, hängt vom jeweiligen Fachgebiet ab.

Mythos #6: Nichts geht ohne Vitamin B

Ein gutes Netzwerk kann euch bei der Jobsuche natürlich enorm weiterhelfen. Auf persönlicher Ebene funktioniert die passive Jobsuche über ein Netzwerk an Personen, die euch vertrauen und ihren Kontakten als mögliche*n Mitarbeiter*in weiterempfehlen. Steckt ihr schon mitten im Bewerbungsprozess, kann es auch passieren, dass die HR-Abteilung Referenzen zu euch einholt und Personen kontaktiert, die euch beruflich kennen oder mit euch bereits einmal gearbeitet haben. Ob und wie ein Netzwerk auf dem Weg zum neuen Job helfen kann, hängt aber stark von Branche und Position ab. Und: Bekanntschaften ersetzen in der Regel nicht die nötige Qualifikation. „Vitamin B“ kann also nützlich sein, nötig ist es aber nicht.

„Bekanntschaften ersetzen nicht die nötige Qualifikation.“

Mythos #7: Man muss alle Anforderungen erfüllen, die im Jobinserat stehen

Diesem Bewerbungsmythos erliegen oft jene, die eher bescheiden durchs Leben gehen. Für eine Stelle bewerben, bei der man nicht alle Voraussetzungen erfüllt? Klar! Das Stelleninserat ist das Wunschkonzert der Arbeitgeber*innen. Einige Anforderungen muss man zwingend erfüllen, andere sind „nice to have“. Werden Führerschein und ein eigener PKW oder eine Fremdsprache für Auslandskorrespondenz vorausgesetzt, lässt sich das vermutlich nicht wegverhandeln. Ihr könnt aber trotzdem gute Karten haben, wenn z. B. ein abgeschlossenes Studium gefordert wird und ihr trotz fehlendem Diplom in eurem Gebiet einfach top seid. Um es dann bis zum Jobinterview zu schaffen, muss bereits aus der Bewerbung klar hervorgehen, warum ihr trotz fehlender Anforderung die richtige Person für den Job seid. Das Motivationsschreiben ist dafür der richtige Ort.

Mythos #8: Initiativbewerbungen sind sinnlos

Ohne Stelleninserat sucht das Unternehmen gerade niemanden. Von diesem Bewerbungsmythos sind manche immer noch felsenfest überzeugt. Auch wenn momentan kein Job ausgeschrieben ist, kann sich eine Bewerbung lohnen: In Unternehmen zeichnet sich oft bereits Personalbedarf in naher oder ferner Zukunft ab, inseriert wird aber erst später. Das ist z. B. dann der Fall, wenn durch Umstrukturierungen neue Posten entstehen werden, sich Pensionierungen oder Karenzen abzeichnen oder aus anderen Gründen mit Personalbedarf zu rechnen ist. Die Dos & Don`ts der Initiativbewerbung haben wir hier zusammengestellt.

Bewerbungsmythen-FAQ: Antworten auf eure häufigsten Fragen

Die oben genannten Bewerbungsmythen erklären wir in unseren Webinaren regelmäßig genauer und beantworten anschließend eure Fragen. Die häufigsten könnt ihr hier nachlesen:

Q&A Lebenslauf und Bewerbung: Antworten auf eure Fragen

Erstellt am: 23. Juni 2020 16 Min.

Im Rahmen von Webinaren informieren wir euch regelmäßig über Wissenswertes rund um Lebenslauf, Bewerbung & Co. Nach jedem Webinar beantworten wir außerdem eure Fragen. Was euch nach den letzten Webinaren besonders interessiert hat, fassen wir heute noch einmal für alle Leser zusammen. Das waren eure FAQ zum Thema Lebenslauf:

Q&A Bewerbung: Wichtige Fragen und Antworten rund um die Jobsuche

Erstellt am: 07. Juli 2020 14 Min.

Um die Bewerbung ranken sich viele Mythen und Unklarheiten: Was, wenn sich nach der Bewerbung niemand meldet? Wie wichtig ist das Foto? Diese und andere häufig gestellten Fragen rund ums Thema Bewerbung beantworten wir übersichtlich in Questions & Answers-Form sowie live auf unserem Instagram-Channel!

Q&A zum Thema Gehaltsverhandlung: Eure Fragen, unsere Antworten

Erstellt am: 15. Oktober 2018 3 Min.

Der Herbst ist eine Zeit der Veränderungen. Während draußen die Bäume die Farbe wechseln und langsam ihr Blätterkleid abstreifen, stehen in den heimischen Unternehmen Mitarbeitergespräche an. Welche neuen Aufgabengebiete sind möglich und die brennendste Frage: Wie sieht es mit dem Gehalt aus? In unserem letzten Webinar haben wir uns mit dem Thema Gehaltsverhandlung auseinandergesetzt. Eure interessantesten Fragen dazu haben wir inklusive Antworten hier für alle Leser zusammengefasst.


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