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Studium interesse

Was soll ich studieren? – So das richtige Studium wählen

Weiterbildung Erstellt am: 21. Januar 2016 3 Min.

Die Entscheidung für ein Studium wird von nicht wenigen angehenden Studenten als Qual der Wahl empfunden. Denn worauf sollst du bei der Studienwahl hören, worauf verlassen? Auf das Bauchgefühl, die Wirtschaftslage? Das studieren, was die Eltern einem raten, oder das, was auch die Freunde studieren? Oder sich doch vom Studium mit den besten Jobaussichten reizen lassen?

In Anbetracht dessen, dass die Entscheidung für ein Studium eine wichtige Lebensentscheidung ist, solltest du dir dafür auch Zeit nehmen. Und vor allem rechtzeitig mit der Recherche beginnen. So übersiehst du keine Fristen und läufst nicht Gefahr, dich unter Zeitdruck für einen falschen Weg zu entscheiden.

Interessen sind verschieden

Ganz unabhängig davon, welche Studienrichtungen letztlich in Frage kommen, ist man als angehender Student gut beraten, sich über seine persönlichen Absichten klar zu werden. Sprich: Studieren nur um des Studierens Willen kann gutgehen, endet aber häufig in der Frustrationsfalle. Auf alle Fälle ratsam ist es, seine eigenen Fähigkeiten und Interessen für die Studienwahl aufzuschlüsseln:

  1. Das kann ich gut…
  2. Das interessiert mich…
  3. Diese Berufsfelder reizen mich persönlich…

Hilfreiche Angebote zur Studienwahl

Wichtig ist in dieser Hinsicht, nichts zu überstürzen. Wer zwar weiß, dass er gerne ein Studium beginnen möchte, sich aber noch nicht sicher ist, dem kann möglicherweise eine Studienberatung weiterhelfen. Beliebte Anlaufstellen sind hierfür beispielsweise die Psychologische Studierendenberatung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Auch Institutionen wie Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die Bildungsberatung der Arbeiterkammer oder die BerufsInfoZentren des AMS können hilfreich sein.

Im Internet finden sich auch eine Reihe an Online-Tests zur Studienwahl. Diese können natürlich eine gute Hilfestellung sein, um die eigenen Stärken herauszuarbeiten. Wichtig ist jedoch, in dieser Phase auf seriöse Angebote zu vertrauen.

Universität oder doch Fachhochschule?

Dieser Frage sollte man sich unbedingt stellen: Denn es macht definitiv einen Unterschied, ob man seine Ausbildung an einer Fachhochschule oder an einer (großen) Universität absolviert. Ganz grundsätzlich:

  • Fachhochschulen (FH) sind grundsätzlich stärker praxisorientiert als Unis, was bedeutet, dass viele Lehrpläne und Studienrichtungen auf die Anforderungen des aktuellen Arbeitsmarkes abgestimmt sind. Darüber hinaus ist der Unterricht im Vergleich zu Universitäten eher verschult – als Student hat man wenig Möglichkeiten, frei zu agieren, sondern viele Einheiten mit Anwesenheitspflicht. Anders als viele universitäre Studien verlangen viele FH-Studienrichtungen von ihren Studierenden, dass sie Pflichtpraktika bei Wirtschaftsbetrieben absolvieren.
  • Seit Inkrafttreten des Bologna-Prozesses wurden auch die Lehrpläne vieler Universitätsstudien stärker „verschult“, was bedeutet, dass die individuelle Freiheit für Studenten was Absolvierung ihrer Lehrveranstaltungen betrifft, etwas auf der Strecke blieb. Insgesamt bietet ein Universitätsstudium im Vergleich zu Fachhochschul-Ausbildungen tendenziell eher Grundlagenwissen und deckt weniger konkrete Anforderungen des Arbeitsmarktes ab. Diese Zusatzqualifikationen müssen Uni-Studierende in Eigenregie erwerben.

Wo sind meine Stärken?

Grundsätzlich sollte man freilich auf die eigenen Interessen und Fähigkeiten achten bzw. sich darüber klar werden, was man gut kann, welche Bereiche einen interessieren und wo die eigenen Stärken liegen. Da dies nicht immer einfach ist, sind Gespräche mit Menschen, die einen gut kennen und denen man vertraut, sicher hilfreich. Auch gibt es Studienberatungen an Schulen sowie diverse Eignungstests, die die Studienwahl erleichtern können. Es ist auch immer ratsam, mit Experten zu sprechen – das sind in diesem Fall Studenten, die das eine oder andere Fach der Begierde studieren und somit am authentischsten und ehrlichsten sagen können, worauf es bei dem Studium ankommt, was spannend ist – und was weniger. Viele Universitäten und Fachhochschulen veranstalten zudem einen Tag der offenen Tür, den man nutzen sollte. Zusätzlich gibt es Messen wie die „Best“ – die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung.

Schlaue Kombinationen als Schlüssel zum Glück

Eines sei noch abschließend erwähnt: Gut beraten ist die halbe Miete, wer aber trotz mehrfacher Warnung von einem Studium, welches als „brotlose Kunst“ abgetan wird, begeistert ist, kann trotzdem daran festhalten. Hier wird jedoch ein Kombinationsstudium wie etwa Sprache und Jus oder Wirtschaft empfohlen. Dies schafft eine Qualifikation, die nicht jeder hat und kann später Tür und Tor zu einem spannenden und erfolgreichen Berufsleben öffnen.

Fotonachweis: Evgeny Atamanenko / Quelle Shutterstock


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