Aktualisiert am 27. Februar 2019 · Bewerbung, Jobsuche · von

Vollständiger Lebenslauf: Diese Angaben müssen in den CV

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Übersichtlich, vollständig und mit allen relevanten Informationen bestückt – so sieht der ideale Lebenslauf aus. Knapp ein Drittel der Bewerbungen scheitern jedoch wegen fehlenden Angaben oder chaotischer Struktur. Wir zeigen dir, wie ein vollständiger Lebenslauf aussieht und geben dir eine fertig formatierte Vorlage an die Hand.

Ein guter Lebenslauf, auch CV (= Curriculum Vitae) genannt, zeigt, wer du bist. In bestenfalls zwei A4-Seiten. Das bereitet vielen Bewerbern Probleme: Entweder packt man  zu viel rein (schließlich ist man stolz auf alles, was man bisher gemacht hat!) oder man findet zu wenig Nennenswertes (wen interessiert schon der Töpferkurs in den Sommerferien vor acht Jahren?). Wir erklären dir, welche Angaben unbedingt in einen vollständigen Lebenslauf rein müssen – und wie er aussehen soll.

Aufbau und Struktur: Der ideale, vollständige Lebenslauf

Name, Ausbildung, Jobs, Hobbys … Ein vollständiger Lebenslauf hat viele unterschiedliche Inhalte. Darum ist es umso wichtiger, mit Überschriften eine gute Gliederung zu schaffen. Der Leser soll sich schließlich auf einen Blick im Lebenslauf zurechtfinden. Der richtige Aufbau sieht so aus:

  1. Persönliche Daten
  2. Beruflicher Werdegang
  3. Aus- und Weiterbildungen
  4. Qualifikationen und Kenntnisse
  5. Interessen

Die Ausbildungs- und Arbeitsstätten werden in Österreich und Deutschland üblicherweise chronologisch absteigend aufgelistet. Die aktuelle Tätigkeit und letzte Ausbildung stehen bei dieser Variante immer an oberster Stelle, die Zeitpunkte gibt man im Format Monat/Jahr an.

Inhalt: Was muss in den Lebenslauf hinein?

  • Persönliche Daten: Vor- und Familienname, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft
  • Foto: aktuell, professionell (kein Selfie) und freundlich (smile!)
  • Beruflicher Werdegang: Arbeitgeber und -ort, Art und Dauer der Tätigkeiten
  • Hochschulen: besuchte Universität oder Fachhochschule, Thema der Abschlussarbeit, Informationen zur Abschlussprüfung, eventuell absolvierte Auslandssemester
  • Berufsausbildung: Art der Ausbildung, Ausbildungsbetrieb, Abschluss
  • Schulbildung: nur die letzte Schule (Ort und Dauer)
  • Berufliche Weiterbildungen: spezielle Seminare, Kurse oder Zusatzqualifikationen
  • Außerberufliche Aus- und Weiterbildung: Hier nur jene Ausbildungen angeben, die für das persönliche Kompetenzprofil oder die angestrebte Stelle relevant sind.
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse und andere Fähigkeiten finden hier ihren Platz.
  • Interessen: Hobbys und Interessen, die die persönliche Kompetenz und beruflichen Ambitionen unterstreichen, darf man im Lebenslauf ruhig anführen. Vereinsaktivitäten zeigen zum Beispiel, dass du ein Teamplayer bist. Eine Band, dass du kreativ bist.

LebenslaufFehlzeiten, Lücken und unnötige Angaben

Krankheitsbedingter Ausfall, abgebrochene Ausbildungen oder Zeiten der Arbeitslosigkeit sind zum Teil unvermeidbar, reißen aber unschöne Lücken in den Lebenslauf. Diese solltest du keinesfalls verschweigen, sondern erklären. Neben den Inhalten, die unbedingt in den CV müssen, gibt es auch eine Reihe unnötiger Angaben wie das Religionsbekenntnis, die Berufe der Eltern oder die komplette Schullaufbahn. Hier findet ihr mehr Infos zu überflüssigen Angaben im Lebenslauf.

Design und Übersichtlichkeit

Der erste Eindruck zählt. Das gilt nicht nur für persönliche Begegnungen sondern auch dann, wenn Personalverantwortliche einen Blick auf Bewerbungsschreiben und Lebenslauf werfen. Als Visitenkarte deiner beruflichen Kompetenzen müssen sie dem Personalmanager auf den ersten Blick zeigen: Was hast du zu welchem Zeitpunkt in welcher Firma oder Ausbildungsstätte gemacht? Der erste Blick fällt dabei aber immer auf dein Foto: Mit einem aktuellen, freundlichen Bild von dir weckst du schon mal Sympathie und machst den Recruiter neugierig darauf, dich näher kennenzulernen.

Unser Tipp: dein professioneller Lebenslauf auf karriere.at

Auf karriere.at kannst du dir kostenlos einen Lebenslauf anlegen, der Recruitern gefällt. Wenn du willst, kannst du deinen Lebenslauf sogar im Talentepool freischalten lassen und direkt Jobangebote von Arbeitgebern erhalten. Wichtig: Dein Foto, Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, bisherige Arbeitgeber, Dokumente und Webadressen sind immer verdeckt, außer du gibst diese Daten einem Unternehmen explizit frei.

aktueller Lebenslauf

Ein guter Lebenslauf braucht vollständige Inhalte und übersichtliches Design.

Ein vollständiger Lebenslauf entscheidet

Falls du dich nun fragst, warum der Lebenslauf eigentlich so wichtig ist: Er ist das Kernstück jeder Bewerbung und entscheidet darüber, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Personalmanagern ist eine übersichtliche Struktur dabei zwar wichtig, aber vollständige Informationen sind das A & O.

Bewerbungen scheitern am häufigsten an einem unvollständigen Lebenslauf:

Scheitern am Lebenslauf

Ein vollständiger Lebenslauf entscheidet über den Erfolg der Bewerbung.

Inhalt: Mangelhaft! In einer Umfrage von karriere.at gaben 40 Prozent der befragten Personalmanager, Unternehmer und Führungskräfte an, dass es am Inhalt des Lebenslaufs besonders oft mangelt und relevante Informationen häufig fehlen. An fehlender Struktur und Unübersichtlichkeit scheitert ein knappes Drittel der Bewerber. Lücken in den Unterlagen verbauen einem Kandidaten laut 22 Prozent der Unternehmensvertreter den Weg zum Vorstellungsgespräch. Ist der Lebenslauf nicht aktuell, sagen sechs Prozent der Befragten „Leider nein“.

Korrekturlesen: Seid der kritische Personalmanager!

Hast du deinen CV vollständig befüllt und formatiert, solltest du ihn von anderen gegenlesen lassen. Rechtschreib- oder Tippfehler sind in Bewerbungsunterlagen nämlich ein absolutes No-Go! Zudem sollten deine Angaben verständlich sein. Dabei hilft es, wenn man in die Rolle des kritischen Recruiters versetzt. Tauchen bei einzelnen Angaben Fragen auf, zum Beispiel: Warum warst du nur drei Monate bei Unternehmen XY? Dann solltest du gleich eine Erklärung dazu schreiben. War es ein Praktikum? Ein befristetes Dienstverhältnis oder wurdest du zwischenzeitlich abgeworben? Erklärungen wie diese signalisieren, dass du offen und ehrlich bist – die beste Voraussetzung, um dich einzustellen!

 

Bildnachweis: Rawpixel/shutterstock; karriere.at; marish/shutterstock; karriere.at

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