10 Formulierungen für den letzten Satz deiner Bewerbung

von in Bewerbung am Donnerstag, 14. Juli 2016 um 10:48

Zwei Elemente des Bewerbungsschreibens verdienen deine besondere Aufmerksamkeit: Der erste Satz des Anschreibens und die Schlussformulierung. Diese beiden Sätze sind die Gelegenheit, einen guten ersten und letzten Eindruck in der Bewerbung zu hinterlassen. Heute helfen wir dir mit Musterbeispielen für den Schlusssatz deines Bewerbungsschreibens aus.

Während es im ersten Satz darum geht, dem Personaler einen spannenden Einstieg zu liefern und auf euch aufmerksam zu machen, müsst ihr mit dem letzen Satz ebenfalls eine Gratwanderung meistern: Selbstbewusst wirken – aber nicht zu arrogant. Höflich – aber nicht als Bittsteller. Wieso ausgerechnet diese beiden Sätze so wichtig sind? Zum einen bauen sie den Spannungsbogen eurer Bewerbung auf, zum anderen bestätigt die Praxis, dass zahlreiche Personaler dem Lebenslauf mehr Aufmerksamkeit widmen als eurem Anschreiben. Der erste und der letzte Satz der Bewerbung fallen dort aber trotzdem ins Auge – auch dann, wenn der Leser euer Anschreiben nur überfliegt.

Letzter Satz der Bewerbung: die fünf Don’ts

#1 „Ich würde mich sehr freuen…“
Hätte, würde, könnte, dürfte: Der Konjunktiv klingt zwar höflich, schwächt aber jegliche Aussage ab. Du würdest dich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen – eventuell, vielleicht, mal sehen? Besser im Indikativ bleiben, dann wirkst du auch souveräner.

#2 Bitte, bitte!
Sehr selbstbewusstes Auftreten ist nicht jedermanns Sache, aber: Als Bewerber mit den passenden Qualifikationen muss niemand sein Licht unter den Scheffel stellen. Der letzte Satz einer Bewerbung ist deshalb nicht die Gelegenheit, verzweifeltes Hoffen auf einen Gesprächstermin zum Ausdruck zu bringen.

#3 Der übertriebene Abschied
Ich verbleibe hochachtungsvoll. Solche und ähnliche Formulierungen in Bewerbungsschreiben sterben aus – zu Recht! Immerhin möchtest du eine Einladung zu einem Gespräch auf Augenhöhe und musst nicht um Audienz beim Personaler ansuchen.

#4 Zu direkt
Wann darf ich zum Vorstellungsgespräch vorbeikommen? Ein Personaler könnte euch drängelnde Formulierungen übelnehmen: „Ob ich ihn oder sie einlade, entscheide immer noch ich.“

#5 Wesentliches nicht vergessen
Nach dem Schlusssatz ist noch nicht ganz Schluss: Vergiss nicht auf die Grußformel, deine Unterschrift (eingescannt oder als Name getippt) und den Beilagenvermerk.

Letzter Satz in der Bewerbung

Musterformulierungen für den Schlusssatz

Weil Bewerbungen schreiben schon anstrengend genug ist: Wir haben für euch Musterformulierungen zusammengestellt, die ihr für eure Bewerbung verwenden und bei Bedarf auch kombinieren könnt. Für welche Version ihr euch entscheidet, hängt natürlich von zwei Faktoren ab: eurer Persönlichkeit und der Branche bzw. dem Arbeitgeber, der euer Anschreiben erhält.

  • Über eine Einladung zum persönlichen Gespräch freue ich mich.
  • In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie gerne davon überzeugen, dass ich Ihr Team fachlich und menschlich hervorragend ergänzen würde.
  • Für ein ausführliches Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung.
  • Für ein persönliches Gespräch oder das Kennenlernen Ihres Teams nehme ich mir gerne Zeit.
  • Ich bewerbe mich aus ungekündigter Stelle, meine Kündigungsfrist beträgt zwei Monate jeweils zum Monatsletzten.
  • Hat meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt, dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch!
  • Weil Papier geduldig ist und ein persönliches Gespräch viel aussagekräftiger, freue ich mich auf die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen.
  • Für weitere Fragen stehe ich gerne telefonisch zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihren Anruf.
  • Ich bin überzeugt davon, Ihr Sales-Team perfekt zu ergänzen. Für ein gegenseitiges Kennenlernen stehe ich gerne zur Verfügung.
  • Ich freue mich über Ihr Interesse und die Gelegenheit für ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Bildnachweis: BrAt82/Shutterstock; caifas/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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