Abmelden

Das Motivationsschreiben: So hinterlässt du Eindruck

Motivationsschreiben hinterlässt EindruckIst die Entscheidung für eine Bewerbung gefallen und sind Lebenslauf & Co. bereit zum Versenden, bleibt meist noch eine schwierige Aufgabe: das Verfassen des Motivationsschreibens. Dieses ist der persönlichste Aspekt einer Bewerbung und landet nach dem Anschreiben und dem Lebenslauf auf der “dritten Seite”.  Das Motivationsschreiben ist kein Muss (wenn nicht gefordert), im Idealfall ist es aber dazu da, den Lebenslauf mit eigenen Worten positiv zu untermauern, auf die wichtigsten Aspekte hinzuweisen und – bildlich gesprochen – einen Fuß in die Tür des HR-Managers zu bekommen. Mit unserem kostenlosen Muster-Motivationsschreiben hinterlässt du den perfekten Eindruck.

Der erste Eindruck zählt – auch auf Papier

Warum benötigt man überhaupt ein zusätzliches Anschreiben zum Lebenslauf?

Hat man noch Wichtiges mitzuteilen, das im Bewerbungsschreiben und im Lebenslauf keinen Platz gefunden hat, bietet das Motivationsschreiben den Platz dafür. Außerdem werden für eine Bewerbung um eine Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz oft gesondert Motivationsschreiben gefordert.

Der erste Eindruck zählt – und das auch auf Papier. Es gilt daher, Fingerspitzengefühl zu zeigen – das Motto eines Motivationsschreibens sollte sein: „Darum bin ich so motiviert und gut geeignet für diesen Job.“ Kreativität sowie der Mut, sich selbst zu loben (Vorsicht, zu dick aufgetragen wirkt schnell arrogant), werden im besten Fall in Form einer persönlichen Einladung zum Bewerbungsgespräch belohnt.

Wer sollte beim Verfassen von Motivationsschreiben besonders aufpassen?Besonders für Ungeübte oder Neulinge kann es hilfreich sein, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören und ein Motivationsschreiben vor dem Verschicken von einer oder mehreren Vertrauenspersonen kritisch durchlesen zu lassen. Denn wer mit seinem Motivationsschreiben nicht – oder eben negativ – auffällt, hat es nachher sicherlich nicht leichter.

Nicht zu dick auftragen

Bewerben heißt sich zu präsentieren. Das machst du schon mit deinem Lebenslauf, dem Bewerbungsfoto sowie der Gestaltung deiner Bewerbungsmappe. Das Motivationsschreiben ist die persönliche Note einer Bewerbung, sozusagen das schmeichelnde Parfüm passend zum Outfit. Und wie für einen Duft gilt auch für das Motivationsschreiben: Nicht zu dick auftragen, davon bekommen manche Menschen Kopfschmerzen. Gerade nur so viel, dass ein angenehmer Hauch zurückbleibt.

Dokumente zum Download

Schritt für Schritt zum perfekten Motivationsschreiben

  • Ein Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine A4-Seite sein. Das Motto lautet: In der Kürze liegt die Würze.
  • Denke auch an Datum, Empfänger- und Absendeadresse sowie eine Unterschrift .
  • Eine Betreffzeile gliedert den Brief und zeigt dem Adressaten gleich, worum es geht.
  • Formatiere das Motivationsschreiben in der gleichen Schrift wie Lebenslauf & Co., so zeigst du eine klare Linie und die Unterlagen wirken sauber und strukturiert.
  • Der nächste Schritt lautet: Loslegen!
  • Steig mit einer höflichen Anrede à la: „Sehr geehrter …“ in den Brief ein. Habst du einen Ansprechpartner, wende dich direkt an diesen.
  • Danach gilt es, einen ersten Satz zu schreiben, der beim Lesen Lust auf mehr macht. Vermeide etwa die Floskel „Für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle bewerbe ich mich hiermit“, sondern beginne gleich mit etwas Kreativerem. Die Erklärung etwa, warum das Unternehmen dich als Arbeitnehmer reizt, kann ebenso passend sein, wie eine interessante Aussage zu dir selbst.
  • Was du schreibst, bleibt dir überlassen und hängt von der Stelle, Position sowie deiner Persönlichkeit ab.
  • Nach der kurzen Einleitung geht es im Hauptteil darum, deine Vorzüge hervorzuheben. Achte darauf, dass du nicht einfach den Lebenslauf wiederholst. Hier kannst du kreativ, überraschend und einfach menschlich sein. Nutze diese Chance!
  • Im Kern geht es darum, dass du die Antworten auf folgende, ungestellte Fragen gibst: 1. Warum bewerben Sie sich gerade für diese Stelle? und 2. Weshalb sind Sie dafür besonders geeignet?
  • Nimm bei der Beantwortung dieser Fragen unbedingt Bezug auf drei wichtige Dinge: das Unternehmen, die angestrebte Stelle sowie deine Persönlichkeit. Mit Letzterem ist gemeint: Sei authentisch und versuche nicht, dich anders darzustellen als du bist.
  • Schließe dein Motivationsschreiben mit dem Verweis, dass du dich auf ein persönliches Kennenlernen freust. Eine mögliche Formulierung könnte sein: „Ich freue mich darauf, Ihnen bei einem persönlichen Gespräch mehr von mir zu erzählen.“
  • Zu guter Letzt: Lassen deine Unterlagen Korrektur lesen: Denn laut karriere.at-Umfrage sind Tippfehler, Schlampigkeit und Unübersichtlichkeit für 66 Prozent der Personaler absolute No-Gos in Bewerbungen!

Anschreiben oder Motivationsschreiben: Was jetzt?

Die Grenzen zwischen An- und Motivationsschreiben sind in vielen Fällen fließend. Bewirbt man sich für einen Arbeitsplatz, so wird ein Motivationsschreiben meist als “dritte Seite” der Bewerbung nach dem Lebenslauf beigelegt. Möchte man ein Praktikum oder einen Studienplatz ergattern, so ist ein Motivationsschreiben meist mit einem Anschreiben gleichzusetzen.

Grundsätzlich lassen sich drei wesentliche Unterschiede zwischen An und Motivationsschreiben festhalten:

  1. Im Motivationsschreiben nimmt man als Bewerber stärker Bezug auf den individuellen Antrieb für eine Position bzw. eine Ausbildung und weniger auf die fachliche Eignung. Hier darf man seine Persönlichkeit stärker in den Vordergrund rücken und sein Bestreben schlüssig argumentieren.
  2. Nicht nur die beruflichen Stationen und relevanten Ausbildungswege werden aufgezählt und kommentiert, sondern auch private Interessen wie z.B. Ehrenämter können fokussiert werden.
  3. Wird ein Motivationsschreiben zusätzlich zum An- oder Bewerbungsschreiben verlangt, sollte man den “Motivations-Absatz” im Anschreiben auf ein Minimum begrenzen. Alles, was man normalerweise in diesem Absatz schreibt, sollte in strukturierter Form im Motivationsschreiben aufbereitet werden. Ganz wichtig: Erwähnen Sie Ziele, die Sie sich stecken und geben Sie an, was Sie in Ihrer angestrebten Position erreichen möchten.
 Fotonachweis: Ed Samuel / Shutterstock
880.382 Mal gelesen

212 Shares

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren