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Nach absage nochmals bewerben

"Leider nein!" Nach einer Absage nochmals bewerben?

Bewerbung Erstellt am: 04. Juli 2018 3 Min.

Die Absage, die nach deiner Bewerbung eintrudelt, trifft dich schmerzlich: Mit diesem Job wird es leider nichts. Monate später siehst du, dass die Stelle erneut ausgeschrieben ist. Und nun? Nach der Absage nochmals bewerben oder die Sache auf sich beruhen lassen?

Zurückweisung tut weh und bei Jobabsagen verhält es sich genauso. Du investierst viel Zeit und Mühe in den Bewerbungsprozess, nur um am Ende ein "Leider nein" zu kassieren. Wenn Wochen oder Monate später vielleicht genau dieser Job wieder ausgeschrieben wird, kannst du an die Sache unterschiedlich herangehen: Trotzig ("Diese Idioten..."), beleidigt ("Die hatten ihre Chance!") oder ambitioniert: Ich versuche es noch einmal!

Schaffe die idealen Voraussetzungen für eine erneute Bewerbung

Egal, ob du dich für denselben Job noch einmal bewerben möchtest, oder eine andere Position bei diesem Arbeitgeber anstrebst: Verbleibe nach deiner ersten Bewerbung im Guten. Auch, wenn du dich über die Standardabsage ein wenig ärgerst und dein Selbstwertgefühl einen ordentlichen Knacks abbekommen hast - je interessanter der Arbeitgeber für dich, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass du dort einen zweiten Anlauf unternehmen möchtest. Bedanke dich nach einem Bewerbungsgespräch z.B. mit einer kurzen Dankes-E-Mail und signalisiere, dass du auch in Zukunft an einer Mitarbeit interessiert bist.

Hör auf, zu spekulieren

"Wenn ich wirklich eine Chance habe, dann meldet sich das Unternehmen sicher bei mir. Meine Bewerbung haben sie ja." Gedanken wie diese halten dich vielleicht von einer erneuten Bewerbung ab. Die Realität sieht jedoch so aus: Je länger deine Bewerbung zurückliegt, desto eher gerät sie in Vergessenheit. Ein schlechtes - oder überhaupt nicht vorhandenes - Bewerbermanagementsystem trägt sein Übriges dazu bei, dass deine Bewerbungsunterlagen in den Untiefen der HR-Abteilung verschwinden. Vielleicht gab es auch einen Personalwechsel im Recruiting und ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, dass sich ein zweiter Blick auf deine Bewerbung lohnen würde. Deshalb musst du erneut aktiv werden und dich dem Arbeitgeber wieder in Erinnerung rufen.

Bereite deine neue Bewerbung gründlich vor

  • Die Grundsatzfrage: Um welchen Job gehts genau? Möchtest du dich für genau dieselbe Stelle noch einmal bewerben? Oder ist es ein anderer Job bei einem Arbeitgeber, von dem du bereits einmal eine Absage erhalten hast? Davon hängt ab, wie du an die Sache herangehst.
  • Verschweige deine erste Bewerbung nicht: Verraten, dass man sich ein zweites Mal bewirbt? Besser ja. Bewirbst du dich erneut solltest du angeben, dass du mit dem Unternehmen schon einmal als Bewerber Kontakt hattest. Das gilt vor allem dann, wenn du bereits persönlich beim Bewerbungsgespräch dort warst. Beim Blick in die Datenbank wird es der HR-Verantwortliche sowieso sehen. Wenn deine erste Bewerbung länger als ein oder zwei Jahre zurückliegt und du ohnehin keinen näheren Kontakt zu einem Ansprechpartner hattest, musst du dich jedoch nicht unbedingt "outen".
  • Kenne deine Beweggründe: Warum möchtest du dich noch einmal bewerben? Lässt dich die Aussicht auf diesen Job einfach nicht los? Möchtest du unbedingt für dieses Unternehmen arbeiten? Was reizt dich daran? Diese Frage musst du für dich klar beantworten können - denn auch der Arbeitgeber wird dich danach fragen.
  • Was hat sich geändert? Liegt deine erste Bewerbung bereits einige Zeit zurück, hat sich vielleicht einiges geändert: Was macht dich jetzt zum idealen Kandidaten? Hast du eine Ausbildung abgeschlossen, zusätzliche Qualifikationen erworben oder bist du dir über etwas vielleicht erst jetzt so richtig im Klaren?
  • Hör auf dein Bauchgefühl: Zu guter Letzt: Kein Ratschlag gilt für alle Situationen gleichermaßen, letztendlich musst du selbst entscheiden, was dein Bauchgefühl zu einer erneuten Bewerbung sagt. Mit welchem Gefühl du aus der ersten Bewerbungssituation gingst, welches Feedback du erhalten hast und wie du deine Chancen erneut einschätzt, diese Fragen kannst nur du beantworten. Viel Erfolg!

Und wenn es wirklich nicht klappt:

„Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen …“ - Jobabsage, was nun?

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Eine Absage tut weh. Auch wenn es schon die zehnte am Stück ist und im Idealfall zumindest „Alles Gute für die berufliche Zukunft!“ wünscht. Die Konkurrenz ist groß, der Arbeitsmarkt hart umkämpft und Bewerben wird nicht leichter. So geht man am besten mit einer Absage um.


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