12. März 2018 · Arbeitsleben · von

No-Gos im Smalltalk: Diese Fettnäpfchen und Themen vermeiden

Wenn ein unbekannter Gesprächspartner den Smalltalk mit „Ich war jetzt gerade zwei Wochen im Krankenhaus“ eröffnet, macht sich schnell Unbehagen breit. Diese Themen haben in lockerer Plauderei – vor allem im Business-Kontext – nichts zu suchen:

Nonverbale No-Gos im Smalltalk

In gutes Umfeld schafft eine gute Grundlage für gelungene Gespräche. Neben verbalen Fettnäpfchen gibt es aber auch noch andere Faktoren, die ein Gespräch richtig unangenehm machen können:

  • Zu wenig Abstand, Eindringen in die persönliche Sphäre des anderen
  • Sich während des Gesprächs bereits nach anderen Personen umsehen
  • Zu wenig Blickkontakt halten
  • Griff zum Smartphone
  • Dazustoßenden Personen die kalte Schulter zeigen

Und diese Gesprächsthemen solltest du besser vermeiden:

Klatsch & Tratsch

Du möchtest beim Smalltalk gerne mit deinem Wissen über Personen und Vorgänge in der Branche glänzen? Dann halte dich an Fakten und erliege nicht der Versuchung, Gossip zu verbreiten. Erstens, weil dein Gegenüber andere Personen vielleicht gut kennt, andererseits schadet das Verbreiten von Tratsch deiner eigenen Reputation. Klatsch & Tratsch bleibt deshalb Gesprächen unter sehr guten Freunden vorbehalten, hat im professionellen Umfeld allerdings nichts zu suchen.

Krankheiten

Körperliche oder psychische Leiden sind keine leichte Gesprächskost, tische sie deinem Smalltalk-Partner deshalb niemals auf. Weder deine eigene Krankengeschichte, noch die OP der Schwiegermutter haben im Gespräch etwas zu suchen. Wenn du dich nicht gerade auf einem Kongress der Bestattungsbranche befindest, ist natürlich auch der Tod ein Tabuthema im Smalltalk.

Unwahrheiten

Du darfst dein Gegenüber natürlich beeindrucken und ihm genau das erzählen, was er vielleicht hören möchte – lügen solltest du allerdings niemals. Wiege dich nicht in falscher Sicherheit, nur weil dich dein Gesprächspartner überhaupt nicht kennt. Findet er dich interessant, holt er bei Dritten eventuell genauere Infos über dich ein und deine Lügen fliegen auf.

Politik

Hier können grundverschiedene Einstellungen aufeinandertreffen und für hitzige Diskussionen sorgen. Das Thema Politik wird im Smalltalk deshalb aus gutem Grund ausgespart.

Zu lockere Themen

Die Geschichte, wie du trotz Mordskater das Meeting am nächsten Tag gemeistert hast, erscheint dir ein lockerer Ice-Breaker zu sein. Deine neue Bekanntschaft findet die Story vielleicht nicht ganz so witzig. Halte dich in geschäftlichem Umfeld zurück mit Anekdoten, die dich und deine Persönlichkeit in ein schlechtes Licht rücken können. Auch wenn das Gespräch freundschaftlich wird und du gerne der Coole sein möchtest: Zurückhaltung ist angesagt.

Geld

In unserem Kulturkreis ist es unüblich, über Geld zu sprechen. Sei es das eigene Gehalt, der Kaufpreis der neuen Wohnung oder die Umsatzzahlen des letzten Quartals – Geld sollte als Thema nicht deine erste Wahl sein. Nachfragen werden schnell als aufdringlich angesehen, zuviel Auskunft über die eigenen Assets als Prahlerei. Das Thema Finanzielles deshalb ebenfalls mit Vorsicht behandeln.

Gibt es Ausnahmen?

Natürlich – je nach Umfeld und Branche gibt es immer Ausnahmen. Auf einem politischen Event wird Politik als Smalltalk-Thema eher kein Tabu sein, nach einem Vortrag zum Thema persönliche Finanzen ist auch Geld nicht unbedingt ein Tabuthema in der Kaffeepause. Es kommt immer auf das Umfeld und den Gesprächspartner an. Sei wachsam und versuche zu erkennen, wie verschiedene Gesprächsthemen aufgenommen werden. Solange du bei positiven Gesprächsinhalten bleibst, kann wenig schiefgehen.

Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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