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Gen Z im Berufsleben

Wenig Arbeit für viel Geld? So tickt die Gen Z im Berufsleben

Zusammenarbeit Erstellt am: 09. März 2023 2 Min.

„Wenig arbeiten, aber viel verdienen wollen.“ – Das ist ein Vorwurf, mit dem sich die Gen Z häufig konfrontiert sieht. Die neue karriere.at Studie beleuchtet, was jungen Arbeitnehmer*innen im Arbeitsleben wichtig ist.

Wer circa zwischen 1995 und 2010 geboren wurde, muss sich von älteren Mitmenschen teilweise einige Vorurteile gefallen lassen. Junge Arbeitnehmer*innen seien faul, hingen ständig am Smartphone und würden unverschämt hohe Anforderungen an Arbeitgeber und Jobs stellen.

karriere.at hat im August und September 2022 gemeinsam mit dem Markt- und Motivforschungsinstitut comrecon brand navigation eine Motivstudie durchgeführt, die psychologisch repräsentativ ist. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Generation Z weiß, was sie will und mit einer hohen Erwartungshaltung im Berufsleben steht. Aber: Sie ist auch bereit, Leistung zu bringen.

Karriere für Unter-24-Jährige im Fokus #

Die Karriereleiter zu erklimmen, steht vor allem für Menschen, die jünger als 24 Jahre sind, im Fokus. Damit sie dieses Ziel erreichen, sind diese Arbeitnehmer*innen besonders leistungswillig und bereit, für das richtige Unternehmen die Extrameile zu gehen. Dieser Eifer hängt auch mit der Absicht, den eigenen Marktwert aufzubauen, zusammen.

Ab 25 Jahren wird immer noch viel Leistung gebracht, aber für Arbeitnehmer*innen der Generation Z wird ab diesem Zeitpunkt die Work-Life-Balance wichtiger. Unsere Studie „So ticken Kandidat*innen“ ergab, dass sich 90 Prozent der in Österreich lebenden Berufstätigen ein ausreichendes Maß an Freizeit wünschen. Außerdem beschäftigt in diesem Alter viele die Frage nach dem Sinn des Lebens. Auch hier geht aus unserer Studie aus dem Jahr 2022 hervor, dass 77 Prozent der Menschen einen Job wollen, mit dem sie Sinnvolles bewirken können.

Flexible Arbeitszeiten bei Ü-25 hoch im Kurs #

Flexibilität – auch in Bezug auf Arbeitszeiten – ist für die Gen Z grundsätzlich ein wichtiges Thema. Junge Arbeitnehmer*innen wollen die Möglichkeit haben, den Tag so zu strukturieren, dass Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbar sind. Die Relevanz flexibler Arbeitszeiten nimmt vor allem bei den über 25-Jährigen zu – bei den befragten Frauen war das jedoch weniger ein Thema als bei den Männern.

Jobwechsel nur, wenn unbedingt notwendig #

Besteht die Gen Z aus Jobhoppern, die sich nach kurzer Zeit wieder aus dem Staub machen? Von wegen! Unsere Studienergebnisse zeigen, dass junge Arbeitnehmer*innen nur dann den Job wechseln, wenn die Umstände nicht mehr passen. Die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber ist durchaus da – bei Frauen und Personen, die über 25 Jahre sind, zusätzlich nochmal verstärkt.

Pendeln? Ja, aber mit Maß und Ziel! #

Auf übertrieben lange Anfahrtszeiten hat die Gen Z keine Lust. Maximal eine Stunde bzw. 100 Kilometer in eine Richtung sind junge Arbeitnehmer*innen bereit an Zeit zu investieren. Mit der Möglichkeit zum Homeoffice kann das Pendeln zusätzlich minimiert werden.

Homeoffice ist unseren Studienergebnissen zufolge bei den Unter-24-Jährigen noch kein großes Thema. Nur die wenigsten in diesem Alter setzen es bei ihrem Arbeitgeber voraus. Anders schaut das bei Arbeitnehmer*innen über 25 Jahren aus: Die Präferenz fürs Homeoffice tritt ab diesem Lebensabschnitt deutlicher zutage.

Umziehen für den Job für Gen Z unattraktiv #

Für einen neuen Job umziehen? Die Bereitschaft dafür ist bei der Gen Z kaum vorhanden. Und auch mit Abenteuern im Ausland lässt sie sich nicht locken … Wenn junge Arbeitnehmer*innen einen Job im Ausland annehmen, dann nur, wenn dieser auch zeitlich begrenzt ist – beispielsweise im Rahmen eines Praktikums, um Berufserfahrung zu sammeln.

Whitepaper kostenlos downloaden #

Wer Details zu den Studienergebnissen lesen möchte, kann das Whitepaper „So tickt die Gen Z – Fach- und Führungskräfte von morgen verstehen“ kostenlos herunterladen.

5 Erwartungen, die die Gen Z an Arbeitgeber stellt

13. März 2023 3 Min.

Die Erwartungen, die die Gen Z an Arbeitgeber stellt, werden von älteren Generationen mitunter als zu hochgesteckt angesehen. Ganz nach dem Motto „Früher hat's das nicht gegeben.“ Aber sind junge Arbeitnehmer*innen mit ihren Forderungen tatsächlich so dreist, wie manche Arbeitgeber behaupten?


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