Aktualisiert am 4. November 2019 · Arbeitsleben · von

Anfang gut, alles gut: 5 Tipps für deine Morgenroutine

Lesezeit: 4 Minuten

Hand aufs Herz: Wie startest du in den Morgen? Schnell ein Shirt aus dem Wäschekorb ziehen, sich über sinnfreie Postings auf Facebook ärgern, den Kaffee schnell im Stehen trinken und dann aus dem Haus hetzen? Wenn dein Start in den Tag nicht ganz rund läuft, solltest du an deiner Morgenroutine arbeiten. Wir versorgen dich mit acht Tipps für einen besseren Start in den Tag.

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Manchmal wird ein Tag nur so gut wie der Morgen. Startet man schlecht gelaunt und chaotisch in die ersten Stunden, wird der Rest des Tages wahrscheinlich nicht viel besser. Eine gut geplante Morgenroutine kann helfen, den Tag bewusst und strukturiert zu beginnen. Aber Vorsicht: Wer sich zu viele „gute Gewohnheiten“ auf einmal aufhalst, verliert schnell die Lust am bewusst gestalteten Morgen. Deshalb vorsichtig testen, welche Routinen man gerne mag und welche man getrost weglassen kann. Was dem einen gut tut, gefällt dem anderen vielleicht gar nicht. Es liegt eben nicht jedem, extra früh aufzustehen, ein großes Frühstück zu verdrücken oder Morgensport zu treiben. Denn aus einer Eule wird halt so schnell keine Lerche. Für alle, die ihre Morgenroutine bewusster und positiver gestalten möchten, haben wir ein paar Vorschläge zusammengestellt:

Deine Morgenroutine macht den Tag

Bestandsaufnahme

Ein Morgenritual hat jeder Mensch, auch wenn man sich auf die absoluten Basics beschränkt und seinen Morgen nicht bewusst gestaltet: Aufstehen, anziehen, Badezimmerprogramm und das Haus verlassen – auch das ist eine Routine. Manche Menschen benötigen morgens mehr Zeit für sich, andere kommen mit dem Minimalprogramm aus. Um herauszufinden, was für dich passt, hilft eine Bestandsaufnahme. Dazu hältst du am besten schriftlich fest, was du morgens erledigst:

  • Frühstückst du zuhause, gemeinsam mit der Familie, allein oder gar nicht?
  • Muss du erst mühsam Unterlagen, Kleidung und Autoschlüssel ausfindig machen?
  • Gönnst du dir Zeit für etwas Zeitungslektüre, eine Podcast-Episode oder ein YouTube-Video?

Danach analysierst du, wie happy du mit den einzelnen Punkten deiner Morgenroutine bist: Was bereitet dir Freude, was stresst oder ärgert dich? Das gemeinsame Frühstück wird wahrscheinlich ein positives Gefühl auslösen, die ersten negativen Nachrichten über Social Media oder aus der Zeitung vielleicht nicht. Was dich happy macht, behältst du bei, die negativen Gewohnheiten überdenkst du.morgeneoutine die glücklich macht

Ein guter Tag beginnt bereits am Abend davor

Die Kleidung bereits am Vorabend herauszulegen erinnert zwar etwas an Rituale zwischen Müttern und Schulkindern, macht für die eigene Routine aber durchaus Sinn. Man erspart sich das morgendliche Plündern des Wäschekorbes und ratloses Wühlen im Kleiderschrank – und damit Zeit und Nerven. Vergleiche mit deiner Bestandsaufnahme: Stresst dich das Suchen nach den Dingen, die du morgens brauchst? Ärgerst du dich über zu wenig Zeit in der Früh? Das kannst du leicht ändern, indem du dir deine Kleidung, Sportsachen, Autoschlüssel und was du sonst so alles brauchst, schon am Vorabend zurechtlegst.

Tipp: Lege dir alles, was du für den nächsten Tag brauchst, schon am Vorabend zurecht. Wenn du zuhause frühstückst, decke am Vorabend den Tisch für den nächsten Morgen.

Für einen erholsamen Schlaf verbanne Handy, Laptop und Tablet vom Nachtkästchen. Das blaue Bildschirmlicht hemmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Besser, du greifst zum guten, alten Buch und meidest den Blick auf helle Displays. Noch besser: Schreib dir alle To-Dos und Aufgaben des nächsten Tages auf eine Liste, ganz oldschool mit der Hand auf Papier. So bremst du das Gedankenkarussell vorm Einschlafen!

morgenseiten schreiben

5 Tipps für deine Morgenroutine

Eines vorweg: Jeder Mensch tickt anders und damit gibt es „die perfekte Morgenroutine“ nicht. Wir haben dir hier unsere fünf Lieblingstipps aufgelistet und hoffen, sie helfen dir dabei, deine optimale Morgenroutine zu finden:

  1. To snooze or not to snooze?
    Das Weckerläuten offenbart, zu welchem Menschenschlag man gehört: Die einen stehen sofort auf, die anderen können sich vom Bett schwer trennen und drücken die Snooze-Taste: Nur noch 10 Minuten. Und nochmal 10 Minuten. Das ist ok, wenn man sich als leidenschaftlicher „Snoozer“ damit wohlfühlt und es nicht übertreibt. Man kann sich z. B. selbst ein Limit setzen. Drei Mal darf die Snooze-Taste herhalten, dann wird aufgestanden. Wer sich von der Schlummer-Taste verabschieden möchte, kann folgendes testen: Vorhang auf, noch mal zurück ins Bett, ein Glas Wasser trinken, ein paar Seiten in einem Buch oder einer Zeitschrift lesen und sich so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass man irgendwann auch einmal raus muss, aus dem wohligen Bett.
  2. Zeit für mich
    Es gibt viele Möglichkeiten, sich bereits morgens etwas Zeit für sich selbst zu nehmen – nach Feierabend bleibt dafür nicht immer die Zeit: 10 Minuten Yoga, einen Podcast hören, zwei Straßenbahnstationen früher aussteigen und den Rest der Strecke zu Fuß gehen, auf dem Weg ins Büro ein bisschen fotografieren, mit dem Rad zur Arbeit fahren, 15 Minuten Zeitung lesen etc. Egal, ob man gerne schreibt, zeichnet, fotografiert oder bastelt: Wer sich morgens kurze Zeit einer Lieblingsbeschäftigung widmet, startet gut gelaunt in den Tag.
  3. Frühstück: Morgens wie ein Kaiser?
    Ein ausgiebiges Frühstück ist nicht jedermanns Sache, manchmal reicht auch ein Kaffee und man frühstückt lieber im Büro. Spätestens dann sollte man aber etwas essen: Das Frühstück versorgt den Körper morgens mit wichtigen Nährstoffen und kurbelt den Stoffwechsel an. Um morgens Zeit zu sparen, kann man sein Essen bereits am Vorabend vorbereiten.
  4. Finger weg von E-Mails und Social Media
    Wecker aus und – wenn man das Handy schon in der Hand hat – gleich mal E-Mails, Facebook, Twitter und Instagram checken. Ganz schlechte Idee. Bei echten Notfällen schickt niemand ein E-Mail, die Nachrichten im Postfach können also ruhig noch warten. Auf Social Media Kanälen wie Facebook wird man unter Umständen mit schlechten Nachrichten, peinlichen Fotos zum Fremdschämen oder negativen Inhalten konfrontiert. Das muss frühmorgens eigentlich nicht sein. Wer den Griff zum Smartphone gar nicht lassen kann, sollte sich auf positive Inhalte konzentrieren: Schöne Fotos oder Blogs, die man gerne liest.
  5. Morgenseiten schreiben
    Die sogenannten Morning Pages wurden von Coach Julia Cameron als Kreativitätstool bekannt gemacht. Jeden Morgen setzt man sich hin und schreibt drei Seiten lang alles nieder, das einem in den Sinn kommt. Dabei geht es um das Abwerfen von geistigem Ballast und das Erlangen von mehr Klarheit. Morgenseiten sind keine literarischen Ergüsse, man muss sie nicht einmal mehr lesen, wenn man sie einmal geschrieben hat. Wichtig ist, sich beim Schreiben nicht zu zensieren, sondern alles festzuhalten, das einem einfällt: Bin müde und schlecht gelaunt. Außerdem ist die Milch aus. Darf nicht vergessen, beim Amt anzurufen. – So in etwa. Wie Morgenseiten funktionieren, erklärt Julia Cameron hier in einem Video.

Bildnachweis: shutterstock/Julia Sudnitskaya; Iryna Kalamurza, Ruslan Galiullin

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