Zum Seiteninhalt springen
Übersicht Blog & Tipps
Gefühlsausbruch

Mut, Gefühle zu zeigen

Persönliche Entwicklung Erstellt am: 11. Juli 2023 2 Min.

Gefühle zu zeigen, hat in unserer Gesellschaft außerhalb der eigenen vier Wände, kaum Platz. Wie du den Mut aufbringen kannst, deine Gefühle zu zeigen, und welche Vorteile damit verbunden sind, erfährst du in diesem Blogartikel.

Es erfordert Mut, sich verletzlich zu zeigen und anderen wahre Gefühle zu offenbaren. Ärger sichtbar machen, Tränen fließen lassen, Begeisterung zeigen – wenn du Gefühle zum Ausdruck bringst, rückst du ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Reaktionen darauf können unterschiedlich ausfallen. Oftmals haben wir Angst vor Ablehnung oder Missverständnissen, aber indem wir uns selbst erlauben, authentisch zu sein, öffnen wir die Tür zu tiefgründigeren Verbindungen und einem tieferen Verständnis unserer selbst. Gefühle schaffen emotionale Verbundenheit.

Emotionen zeigen #

Es ist wichtig, deine Gefühle auf eine gesunde und respektvolle Art und Weise zu zeigen. Das bedeutet nicht, deine Emotionen unkontrolliert auszudrücken, sondern eine ausgewogene Balance zu finden.

Peter Hofer, Resilienzforscher, Coach und Psychotherapeut (IGEMO) gibt uns einen Tipp, wie wir den Mut aufbringen können, unsere Gefühle zu zeigen, welche Risiken und Vorteile damit verbunden sind.

Mögliche Handlungsanweisung #

Frage dich selbst, wie wirken Menschen auf dich, die ihre Gefühle offen zeigen? Authentisch. Ohne Rechtfertigung. Falls du selbst noch nicht so weit bist, deine Gefühle mit anderen zu zeigen, identifiziere sie für dich selbst und sprich sie bewusst aus. Achte darauf, deine Emotionen nicht zu relativieren oder zu verkleinern, wie zum Beispiel mit „War nicht so gemeint“ oder „Ist nicht so schlimm“.

Die Herausforderung #

  • Einen bisher sehr persönlichen Bereich plötzlich für andere zugänglich zu machen.
  • Die Vermutung, plötzlich von anderen angreifbarer zu werden
  • Für persönliche Gefühle und Empfindungen Worte zu finden
  • Die große Angst zu überwinden, man könnte plötzlich als Schwächling gesehen werden.

Das Risiko und der Preis #

  • Ich bin plötzlich nicht mehr die Person, die souverän über allen Dingen steht.
  • Die Darlegung meiner Gefühle wird als Schwäche wahrgenommen.

Das Geschenk #

  • Es ist weniger anstrengend, das Bild des*der Unfehlbaren aufrechterhalten zu müssen.
  • Man wird plötzlich von anderen Menschen als Mensch mit Stärken und Schwächen wahrgenommen und ist dadurch wesentlich anschlussfähiger.
  • Es wird einem eher Vertrauen entgegengebracht und man erhält ehrlicheres Feedback.
  • Man wird als mutig wahrgenommen, als Mensch, der authentisch ist und nichts zu verbergen hat.

Schlussgedanken #

Sei mutig und erlaube dir, deine Gefühle zu zeigen. Es ist ein Akt der Selbstachtung und des Selbstausdrucks. Indem du deine Gefühle zeigst, öffnest du die Tür zu tieferen Verbindungen, stärkeren Beziehungen und einem besseren Verständnis deiner selbst und anderer.

Wieviel Emotionen dürfen/ sollen Führungskräfte zeigen?

24. April 2023 5 Min.

Emotionaler Eisblock oder Wutausbrüche am laufenden Band? Zugegeben, zwei Extreme, die Gefühlsrealität in den heimischen Büros wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Doch wie viel Emotion im Job ist gesund? Und vor allem: Wie viel Gefühl dürfen Führungskräfte zeigen? Im Interview verrät Wirtschaftspsychologin Helga Kernstock-Redl unter anderem, weshalb zu wenig Gefühl auch nicht gut ist.


Sarah Chlebowski

Sarah Chlebowski
Teamlead Marketing Communications
Mehr erfahren

  • Beitrag teilen:

Finde jetzt deinen Traumjob auf karriere.at

Jobs finden

Entdecke mehr zu diesem Thema

Duzen im Job? Achtung, hier herrscht Fettnäpfchen-Gefahr!

07. Februar 2017 2 Min.

Den Chef duzen? "Sie" zum Bürokollegen sagen? In der Arbeitswelt ist die Frage "Du oder Sie?" immer noch heikel. Laut karriere.at-Stimmungsbild (Grafik unten) duzen sich in Österreich zwar schon sechs von zehn Arbeitnehmern im Job, trotzdem lauern hier einige Fettnäpfchen, die man besser auslässt. Tipps und Fakten dazu.

Abschied von Kontrolle und Weisung: "Planung ist ein Werkzeug, das versagt"

07. März 2016 7 Min.

Ginge es nach "Management-Exorzist" Niels Pfläging, sähe die Arbeitswelt und damit auch die Welt der Organisationen ganz anders aus: keine Pläne, keine Zielvereinbarungen, keine Boni. Statt Stechuhr, Urlaubsantrag und Prognosen wird selbstverantwortlich gearbeitet - ganz ohne Weisung und Kontrolle. Alles nur Zukunftsmusik? Und machen neue Organisationsformen HR nicht völlig überflüssig? Wir werfen mit Niels Pfläging einen Blick auf neue Arbeitswelten.

Teamfähigkeit zeigen: So überzeugst du im Job und bei der Bewerbung

07. Mai 2025 12 Min.

„Wir suchen teamfähige Mitarbeitende“ – diesen Satz findest du in fast jeder Stellenanzeige. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Reicht es, freundlich zu sein und sich gut mit Kolleg*innen zu verstehen? Oder steckt mehr dahinter? Teamfähigkeit ist eine der meistgenannten Anforderungen in Stellenanzeigen.