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Richtiger umgang mit stimme

Podcast: Wie geht man richtig mit der Stimme um? Tipps und Übungen zum Stimmtraining

Weiterbildung Erstellt am: 02. März 2020 3 Min.

Muss man beruflich viel sprechen, sollte man seine Stimme gut pflegen. Sängerin und Stimmtrainerin Sabine Edelsbacher verrät ihre Lieblingsübungen zur Stimmpflege und erklärt, wie man den eigenen Stimmklang verbessern kann. Zum Anhören im Podcast!

Meetings, Beratungsgespräche oder lange Telefonate: Ohne unsere Stimme sind wir in vielen Berufen stark eingeschränkt. Das merkt man spätestens dann, wenn sie mal durch Heiserkeit und Halsschmerzen ausfällt. Im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten, die wir zum Arbeiten brauchen, beschäftigen wir uns aber meist nicht damit, wie man die Stimme richtig pflegt und professionell mit ihr umgeht. Im Podcast verrät uns Sängerin und Stimmtrainerin Sabine Edelsbacher, worauf es ankommt und zeigt einfache Übungen für den Alltag in Sprechberufen.

Stimmschonend sprechen: Finde deine Mittellage!

Die richtige Atmung, eine gute Befeuchtung und vor allem die richtige Stimmlage schützen vor Heiserkeit und anhaltenden Stimmschäden. In Stresssituationen kann es aber leicht passieren, dass man zu hoch, zu laut oder schlicht mit zu viel Druck spricht. „Aus der Mittellage heraus kann man ganz entspannt sprechen, ohne die Stimme überzustrapazieren. Diese Stimmlage findet man am besten, indem man sich seine Lieblingsspeise vorstellt und mit einem ‚Mmmhhh‘ reagiert. Auch ein zustimmendes ‚Mhm‘ am Telefon führt zur Mittellage. Das kann man im Arbeitsalltag ganz leicht anwenden.“

Stimmtrainerin Sabine Edelsbacher in karriere at Podcast 1024x682

Atemübungen zur Stimmpflege: Lerne, richtig zu gähnen!

„Der Atem ist der Teppich der Stimme“, betont Sabine die Bedeutung des richtigen Atmens für eine gut funktionierende, klangvolle Stimme. Dabei ist es wichtig, in den Bauch und die Flanken zu atmen – allerdings ohne Druck: „Tiefes Atmen funktioniert eigentlich ganz von selbst. Die meisten atmen aber zu viel ein und halten die Luft dann an. Dadurch heben sich die Schultern und man verspannt sich. Besser ist, erst einmal vollständig auszuatmen, eine kurze Pause zu machen und die Luft dann von selbst wieder einströmen zu lassen. Mit langem, ausgiebigen Gähnen kann man das anregen, wenn man es bis zum Schluss durchhält und nicht abbricht.“

Den Stimmklang verbessern: Eine Übungssache

Hört man die Stimme übers Mikrofon oder auf Aufnahmen, ist das meist sehr unangenehm. Erstens, weil die Stimme in der Innenwahrnehmung anders klingt, andererseits, weil man eine gewisse Idealvorstellung davon hat, wie man klingen möchte. „Bis zu einem gewissen Grad ist die Stimmfarbe angeboren, aber man kann den Klang entwickeln.“ Dazu helfen Übungen aus dem Stimmtraining, wie Summen oder ein Sirenen-ähnliches Auf und Ab der Tonhöhe, die Sabine im Podcast vorzeigt. Entscheidend, so die Sängerin, sei aber, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen: „Am wichtigsten ist, sich generell mit der eigenen Stimme auseinanderzusetzen und auszuprobieren, was sie kann und was ihr gut tut. Genauso wie die Persönlichkeit kann man auch seine Stimme ein Leben lang weiterentwickeln.“

Sabine Edelsbacher im Podcast: Stimmübungen und Tipps zum Nachmachen

Auf ihre Website bietet Sabine unter anderem die Tipps und Übungen aus dem Podcast zum Download an.

Über die Person

Sabine Edelsbacher ist Stimm- und Gesangstrainerin sowie Sängerin der Symphonic Metal Band Edenbridge. Seit über 30 Jahren beschäftigt sie sich teils autodidaktisch, teils durch einschlägige Weiterbildungen mit Stimm- und Persönlichkeitsentwicklung. Diese Erfahrungen lässt sie gemeinsam mit dem medizinischen Hintergrundwissen aus über 20-jähriger Tätigkeit in der Gesundheits- und Krankenpflege in ihre eigene „Edelstimm“-Methode einfließen.

Bildnachweis: shutterstock/Dean Drobot; karriere.at; Edenbridge/Günter Leitenbauer


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