Erstellt am 12. August 2019 · Arbeitsleben · von

Gib dein Gehalt für andere aus und du bist länger glücklich!

Lesezeit: 2 Minuten

Weißt du noch, wie sehr du dich über dein erstes hart erarbeitetes Gehalt gefreut hast? Mittlerweile ist die Freude wahrscheinlich verflogen oder vielleicht sogar einem gewissen Frust gewichen. Das kannst du ändern, indem du einen Teil deines Geldes regelmäßig für andere ausgibst, zeigt eine Studie.

Das erste eigene Geld, die langersehnte Gehaltserhöhung, eine saftige Provision oder ein nettes Geldgeschenk – sie alle haben eines gemeinsam: Die Freude, die man beim ersten Mal noch empfunden hat, wird geringer, je öfter sich der Geldsegen wiederholt. „Hedonistische Tretmühle“ nennt sich der Effekt, der nicht nur bei Geld, sondern auch bei anderen Geschenken eintritt. Je regelmäßiger man sie bekommt, desto weniger freut man sich darüber. Dieser Gewöhnungseffekt hat den Sinn, dass man sich wieder neuen Zielen widmet und fördert dadurch die persönliche Weiterentwicklung – das Glücksempfinden leidet aber darunter. Eine Studie hat untersucht, ob es Auswirkungen hat, wofür man das (Geld-)Geschenk nützt, und kam zu dem Schluss: Wer anderen damit eine Freude macht, bleibt länger glücklich!

Spenden macht glücklich

In einem ersten Versuch bekamen die Studienteilnehmer fünf Umschläge mit je fünf Dollar. Die eine Hälfte der Versuchsgruppe musste das Geld jeden Tag für sich selbst ausgeben, die andere Hälfte für einen guten Zweck. Beide Gruppen mussten die fünf Dollar jeden Tag zur selben Zeit und für denselben Zweck verwenden. Danach wurde auf einer Skala angegeben, wie viel Glück die Teilnehmer dabei empfanden. Das Resultat: Die erste Gruppe freute sich im Laufe der fünf Tage immer weniger über ihre fünf Dollar, während das Glücksgefühl beim Spenden gleich groß blieb.

Wohltätigkeit verlängert die Freude übers Geld

In einer zweiten Versuchsreihe mussten die Teilnehmer zehn Aufgaben lösen, die mit jeweils fünf Cent honoriert wurden. Die eine Hälfte musste ihren Gewinn einem wohltätigen Zweck spenden, die andere durfte es behalten. Bei diesem Versuch schwand die Freude über die Bonuszahlung auf beiden Seiten, bei den spendenden Personen allerdings weniger stark.

Die Gründe: Zugehörigkeit oder Langeweile?

Beide Studien lassen nach Meinung der Autoren jedenfalls vermuten, dass Handlungen zum Wohle anderer uns länger glücklich machen als eigennützige. Das liegt möglicherweise an unserem tief verwurzelten Wunsch nach Zugehörigkeit, den wir mit wohltätigen Handlungen zu erfüllen versuchen. Außerdem, so die Schlussfolgerung, ist es langweiliger, sich um sein Geld immer dasselbe kaufen zu müssen, als stets denselben Betrag zu spenden. So oder so spricht aber vieles dafür, einen Teil unseres Gehaltes oder unserer Zeit zum Wohle anderer zu verwenden.

Wie sich das ausgeht? Tipps zum richtigen Umgang mit dem Gehalt:

 

Bildnachweis: shutterstock/Watchara Ritjan

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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