16. April 2018 · Bewerbung · von

Angsthase, Streber, Schleimer? 6 Bewerbertypen im Check

Vor kurzem haben wir uns verschiedenen Personalertypen gewidmet, heute ein Blick auf die andere Seite: Vorhang – oder besser: Schublade – auf für die Bewerbertypen. Erkennst du dich vielleicht in der einen oder anderen Eigenschaft wieder?

Der Übereifrige

Es geht doch nichts über gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch und der Übereifrige nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Unternehmensgeschichte, Organigramme, Jahresberichte: Um gut informiert zu sein, wühlt er sich ganz tief hinein in die Materie. Penibel bereitet er sich auf jede Frage vor, die da kommen könnte. Prinzipiell ist das gut, es nimmt ihm jedoch jegliche Spontaneität. Fragen, mit denen er nicht rechnet, werfen ihn ordentlich aus der Bahn. Besser: Eine gute Vorbereitung bildet die richtige Grundlage, an Detailfragen aber nicht bereits vorab verzweifeln. Wer offen, neugierig und ehrlich ins Gespräch geht, wird es sicher gut meistern.

Der Angsthase

Feuchte Hände, verkrampfte Körperhaltung und statt schlauer Antworten ein gedanklicher Totalaussetzer: Der ängstliche Bewerber leidet unter Situationen wie Bewerbungsgesprächen. Für ihn ist so ein Gespräch keine Chance, es ist eine Prüfung. Ruhig bleiben und durchatmen! Einige Tipps gegen Lampenfieber haben wir an dieser Stelle zusammengestellt.

Der Bescheidene

Er ist zwar gut und weiß das auch, Eigenmarketing ist jedoch nicht seine Stärke. Er verkauft sich und seine Leistungen meistens unter Wert und wird deshalb nur als Durchschnittskandidat wahrgenommen. Im Gegensatz zum ängstlichen Bewerber bremst ihn jedoch nicht die Furcht, sondern seine eigene Bescheidenheit. Hat der Bescheidene Glück, gerät er an einen Gesprächspartner, der sein Potenzial trotzdem erkennt.

Der Angeber

Was dem Bescheidenen fehlt, bringt der Angeber zuviel mit. Mit selbstbewusstem Auftreten ist es bei ihm nicht getan, er trägt richtig dick auf. Das Präsentieren seiner Leistungen kann von Gesprächspartnern allerdings rasch als Arroganz aufgefasst werden. Der Angeber ist gut beraten, beim Verkauf seiner Leistungen an den zukünftigen Arbeitgeber zu denken: Ja, ich bin saugut – und folgendes haben Sie davon.

Der Schleimer

Er legt sich ins Zeug und möchte um jeden Preis gefallen – das schlägt leider ins Gegenteil um. Seine Komplimente ans Unternehmen, die Mitarbeiter und den Gesprächspartner gehen über ehrliche Begeisterung zu weit hinaus. Das wirkt unehrlich oder verzweifelt. Der Schleimer geht nicht unbedingt mit bösen Absichten ins Gespräch, er möchte halt alles richtig machen. Tipp: Ehrliche Begeisterung darf natürlich gezeigt werden, welchen Arbeitgeber freut das nicht? Dabei aber nicht übers Ziel hinausschießen!

Die Tratschtante

Er ist das Lästermaul unter den Bewerbern: Bewirbt er sich bei der Konkurrenz, möchte er gerne mit Insiderwissen und Klatsch und Tratsch punkten. Über ehemalige Führungskräfte oder Kollegen wird kräftig vom Leder gezogen, über Projekte und Auftragslage des alten Arbeitgebers freigiebig geplaudert. Vorsicht! Allen wertvollen Insiderinfos zum Trotz: Welcher Arbeitgeber holt sich schon gerne jemanden ins Team, der nicht dichthalten kann? Wer mit dieser Strategie als Bewerber punkten möchte, muss sie ordentlich entschärfen. Es ist völlig okay, sich als Brancheninsider anzupreisen, solange die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.

Darf nicht fehlen: Ein Blick auf die andere Seite

 

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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