5. Oktober 2017 · HR · von

Direktansprache von IT-Talenten: Bitte kein Anruf aus der HR-Abteilung

Jobinserate studieren? Fehlanzeige. IT-Talente möchten immer öfter von Arbeitgebern direkt kontaktiert werden. Der kleine Haken daran: Jede Anfrage muss individuell an den Kandidaten angepasst werden und sollte am besten nicht aus der HR-Abteilung oder von einem Headhunter kommen.

IT-Talente, die kurz vor ihrem Studienabschluss stehen, gehen selbstbewusst an die Jobsuche heran, das geht aus einer aktuellen Studie durch get in it und der HTWK Leipzig hervor. Befragt wurden mehr als 1000 deutsche Berufseinsteiger und Young Professionals, wie sie zum Thema Jobsuche und Berufsstart stehen. Erkenntnisse, die sicher auch für den österreichischen Arbeitsmarkt interessant sind:

Aktive Kontaktaufnahme sehr erwünscht

Sie sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt und das wissen sie auch: Der Großteil der befragten IT-Talente – abschlussnahe Absolventen und Young Professionals gleichermaßen –  möchte direkt mit Jobangeboten kontaktiert werden. Mit einem Anruf aus der Personalabteilung ist es aber nicht getan.

  • Bitte nicht anrufen! Arbeitnehmer in der IT bevorzugen die Kontaktaufnahme per E-Mail, nachdem Arbeitgeber auf Jobportalen auf sie aufmerksam wurden. Möchten sie selbst mit einem Arbeitgeber in Kontakt treten, wählen sie ebenfalls die E-Mail als Kommunikationsmittel.
  • IT-Talente haben eine klare Vorstellung davon, von wem sie kontaktiert werden möchten. Wunsch und Realität klaffen hier weit auseinander. Die Hälfte der Befragten wurde bereits einmal von einem Headhunter angesprochen, 65 Prozent von der Personalabteilung eines Unternehmens. Wer aus der Menge der Kontaktanfragen hervorstechen möchte, muss die Sache jedoch anders angehen: 62 Prozent der IT-Nachwuchskräfte möchten sofort mit jemandem vom Fach sprechen und von einem Mitarbeiter aus dem IT-Department kontaktiert werden. Für 35 Prozent ist eine Anfrage aus der Personalabteilung völlig okay. Anfragen von Headhuntern stehen bei nur drei Prozent in der Gunst.
  • Was macht eine gute Ansprache aus? Sowohl für latent als auch für aktiv Jobsuchende, muss eine Ansprache auf ihre spezifische Situation eingehen. „Die Anfrage muss fachlich zu den Angaben in meinem Lebenslauf / in meinem Profil passen“ – das ist vor allem Wunsch jener, die nicht aktiv nach einem Job suchen, aber auf Jobportalen präsent sind.
  • Gute fachliche Entwicklungsmöglichkeiten sind IT-Talenten bei der Wahl eines Arbeitgebers besonders wichtig. Diese Perspektiven sollten deshalb bereits in der ersten Ansprache kommuniziert werden.
  • Rund die Hälfte der aktiv und passiv Suchenden möchten einen Job bei einem Arbeitgeber, dessen Werte zu ihnen passen.
Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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