Es sorgt bei jeder Bewerbung für Unsicherheit: Das Bewerbungsfoto! Dieses kleine unscheinbare Bild am oberen Ende des Lebenslaufes ist Ihr erster Eindruck beim Personalverantwortlichen. Es kann verdeutlichen, wie ernst Sie die angestrebte Position nehmen. Ein gutes Bewerbungsfoto kann Ihre Professionalität unterstreichen, im negativsten Fall auch zum Ausscheiden aus dem Bewerbungsverfahren führen. Darum sollte es mit Bedacht gewählt werden. Aber wie schwer ist es, ein gutes Bewerbungsfoto zu bekommen? Gar nicht! Unsere Profis geben Ihnen praktische Tipps, die Ihr Bewerbungsfoto zum Türöffner machen!
Es zählt zu den heißen Eisen im Bewerbungsverfahren: Das Bewerbungsfoto. Wie macht man es richtig? Worauf achtet man? Und was kann man alles falsch machen? So viel Gerede um ein Bild, das noch nicht einmal rechtlich notwendig ist. Ja, sie haben richtig gelesen – laut dem Gleichbehandlungsgesetz darf ein Arbeitgeber bei einer Bewerbung kein Foto von Ihnen verlangen. Schließlich sollen Ihre beruflichen Qualifikationen zählen und nicht Ihr Aussehen auf einem Bild.
Dennoch, ein passendes Bewerbungsfoto ist ein Türöffner, weiß auch Bewerbungscoach Mag. Franz Bauer: “Ein gutes Bewerbungsfoto hat weiterhin eine sehr große Bedeutung. Wenn Sie ein professionelles Bewerbungsfoto verwenden, dann zeigen Sie dem potenziellen Arbeitgeber, wie wichtig Ihnen der Job ist. Wir leben in einer visuell dominierten Welt und das Foto transportiert oft mehr als der geschriebene Text.”
Unausgesprochene Regel
Was in Amerika bereits seit Jahren üblich ist, hat sich in Österreich bislang noch nicht durchgesetzt: Die anonyme Bewerbung. “Es gibt zwar Tendenzen zur anonymen Bewerbung, aber die sind in Österreich noch nicht angekommen”, stimmt Bauer zu. Entscheidet man sich also dazu, ein Foto in den Lebenslauf einzubetten, sollten Sie darauf achten, dass Sie auf dem Foto professionell und sympathisch wirken. “Das Bewerbungsfoto zeigt dem Personaler, welche Position Sie anstreben, also ist der erste wichtige Schritt sich selbst klar zu machen: Wo will ich eigentlich hin”, rät Porträtfotograf Robert Gortana. “Die Position, die Sie anstreben wird durch das Bewerbungsfoto verdeutlicht.”
Das perfekte Bewerbungsfoto
“Mit einem schlechten Bewerbungsfoto können Sie sich die Chance auf eine Stelle verbauen. Mit einem guten Bewerbungsfoto können Sie sich von den anderen Bewerbern abheben, Sie können Sympathien gewinnen und haben damit ein wichtiges Medium mit dem Sie Ihre ganz persönliche Ausstrahlung vermitteln können”, meint Bauer. Auch Gortana ist der Meinung: “Es gibt keine Universalregel für das perfekte Bewerbungsfoto. Jeder Mensch ist anders und hat auch andere Vorstellungen für die eigene Karriere. Während der eine seine Karriere in Richtung Führungsposition lenken will, genügt dem Anderen vielleicht schon eine Assistenzfunktion. Mit einem guten Bewerbungsbild unterstreichen Sie die angestrebte Funktion!”
Auch die Qualität des Fotos ist entscheidend! Ist das Bild ausgeblichen, verpixelt oder hat eine schlechte Qualität, zieht der Personaler rasch auch Rückschlüsse auf den Bewerber. “Der Schnappschuss aus dem Urlaub oder das Foto mit dem Smartphone im Wohnzimmer sind tabu. Genauso wenig angemessen sind Fotos aus dem Automaten, gescannte Fotos, unscharfe Fotos oder grelle Farben bei Fotohintergrund und Bekleidung”, rät Bauer. Wer keine ambitionierten Foto-Profis kennt, sollte überlegen, zu einem professionellen Fotografen zu gehen.
Der Fotograf – Ihr Profi in Sachen Bewerbungsfoto
Es fällt schwer sich für einen Fotografen zu entscheiden, denn die Auswahl ist groß! Bauer rät: “Achten Sie darauf, dass Sie sich wohlfühlen im Studio, dass Sie dem Fotografen vertrauen und eine angenehme, entspannte Stimmung herrscht. Ein guter Fotograf wird Sie beraten, was Sie anziehen sollten, welche Farben am besten zu Ihnen passen. Lassen Sie sich Muster zeigen, damit Sie einen Eindruck von seiner Arbeit bekommen. Es sollten auch verschiedene Varianten des Bewerbungsfotos gemacht werden. Der Fotograf sollte Ihnen am Schluss die Fotos in elektronischer Form in guter, druckfähiger Auflösung übergeben.” Viele Fotografen bieten spezielle Angebote für Bewerber, mit Visagistin und verschiedenen Outfits. Informieren Sie sich einfach auch mal im Internet nach passenden Angeboten!
Achtung – Darauf müssen Sie wirklich achten!
“Immer wieder habe ich Bewerbungsunterlagen bekommen, die gleich durch das Bewerbungsfoto negativ hervorgestochen sind”, erzählt Bauer. Das Bewerbungsfoto kann nur allzu schnell zum Knock-out Kriterium werden. Auch hier gibt es Standards, die von den Personalern auf dem ersten Blick gecheckt werden. Achten Sie allerdings auf die folgenden zwölf Punkte, haben Sie die erste kritische Phase schon mal überstanden:
Zeig her deine Branche und ich zeig dir mein Bewerbungsbild
Fakt ist: Das Bewerbungsfoto zeigt den Kandidaten in der zukünftigen Position! Selbsterkenntnis ist daher die halbe Miete. Denn das Foto ist stark von der Art der Position abhängig und auch der Fotograf wird Sie als Erstes nach dem angestrebten Job fragen. Warum? Robert Gortana hat für karriere.at die wesentlichen Merkmale zwischen einem Foto für Führungs- und Fachpositionen zusammengefasst. Eines sei vorweggesagt: Interpretation ist steuerbar!
Die Führungsposition
Der wesentliche Unterschied zwischen Führungs- und Fachkräften liegt im Aufnahmewinkel des Bildes. Bei Führungskräften zählt nach wie vor, Autorität und Stärke auf dem Foto zu vermitteln. Dazu verwendet der Fotograf eine leicht schräge Kameraperspektive von unten. Der Betrachter hat somit von Anfang an das Gefühl eine Führungsperson vor sich zu haben.
Die Mimik sollte weder ausdruckslos noch gekünstelt-freundlich sein. Ein starker Blick in die Kamera mit einem leichten Schmunzel-Lächeln kommt auf diesen Fotos am besten an. Wenn Sie ein cooler Brillen-Typ sind, kann auch eine moderne Brille Ihr professionelles Auftreten unterstreichen.
Durchaus skurril: Bei Frauen ist es wichtig, gerade beim Bewerbungsbild möglichst maskulin zu erscheinen. Die deutsche Sozialpsychologin Anke von Rennenkampff fand im Zuge ihrer Doktorarbeit heraus, dass gerade bei Führungspositionen männliche Merkmale im Bewerbungsfoto über Zu- oder Absage entscheiden können. Noch immer wird Stärke und Autorität mit Männlichkeit assoziiert.
Die Forscherin aus Mannheim ist überzeugt: “Harte Gesichtszüge signalisieren Durchsetzungsfähigkeit und Aggressivität, die als typische männliche Eigenschaften und als notwendig für Führungskräfte gelten.” Darum profitieren auch Sie von diesem simplen Trick. Lassen Sie sich einfach von einer Visagistin beraten! Ein extra Tipp des Experten: Ein schwarz/weiß Foto wirkt oft stärker und kann Sie aus der Masse an Bewerbungen positiv hervorstechen lassen!
Die Fachkraft
Authentizität, Sympathie und Vertrauenswürdigkeit sind Eigenschaften, die bei einer Fachkraft für einen positiven ersten Eindruck sorgen. Genau diese Eigenschaften sollte auch Ihr Bewerbungsfoto vermitteln. Subjektiv erzielt man diesen Effekt, indem der Fotograf den Aufnahmewinkel ändert. Statt leicht von unten, ist hier der Winkel von oben leicht schräg nach unten ideal.
Auch die Mimik unterscheidet sich stark von der Führungskraft. Hier können Sie Ihre Persönlichkeit voll zur Geltung bringen. Das Leuchten in Ihren Augen vermittelt dem Personaler, dass Sie sich auf Ihre Aufgabe freuen. Und das Lächeln kann von dezentem Schmunzeln zu vollem Perlweiß-Lächeln gehen. Je nachdem wie Sie sich wohlfühlen. Täuschen Sie nur nichts vor! Bleiben Sie authentisch, denn Fakes werden beim Bewerbungsfoto schnell enttarnt!
Das Make-up sollte typgerecht sein. Bedenken Sie allerdings, keine grellen Farben zu verwenden. Schließlich soll Ihre Persönlichkeit auf dem Foto dominieren und nicht das Make-up. Wenn Sie eine kommunikative Position anstreben, können Sie auch schon mal die Haare offen lassen und damit Ihre Weiblichkeit unterstreichen. Von Rennenkampff fand in ihrer Studie ebenfalls heraus, dass weibliche Züge gerade in der Kommunikationsbranche gut ankommen.
Kreative Bewerbung
Sie sind es leid, sich in Kategorien einstufen zu müssen? Dann werden Sie kreativ! Hier zählt allein die Idee. Mit einem kreativen Foto zeigen Sie dem Arbeitgeber, dass Sie sich Gedanken über die Position und das Unternehmen selbst gemacht haben. Das ist mit Sicherheit eine gute Möglichkeit aus der Masse an Bewerbern hervorzustechen.
Die Mimik kann bei kreativen Bewerbungsfotos auch schon mal frech oder keck sein. Schließlich wollen Sie durch dieses Foto auffallen. In unserem Beispiel haben wir den grünen Hintergrund gewählt, weil er passenderweise in grün gestrichen war. Durch den Hintergrund kann man dem Foto bestimmte Aspekte mitgeben, allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Hintergrund nicht vom Wesentlichen ablenkt: nämlich Ihnen!
Diese Methode ist mit Bedacht zu wählen. Schnell kann Kreativität in Übertreibung ausarten. Darum überlegen Sie sich genau, was Sie mit Ihrem Bild vermitteln wollen. Bleiben Sie auch auf kreativen Fotos immer professionell!
Kompetent und dennoch Sie selbst!
Ein gutes Bewerbungsfoto kann die Chancen auf den Traumjob erhöhen, aber letztendlich kann auch das beste Bewerbungsfoto keine Garantie dafür sein. Darum vergessen Sie bei all dem Trubel um das Bewerbungsfoto keinesfalls, sich auch um Ihren Lebenslauf und das Anschreiben zu kümmern. Das Bewerbungsfoto öffnet Ihnen die Türen beim Personaler, aber entscheidend sind immer noch fachliche Qualifikationen. Schließlich wollen Sie als kompetenter Mitarbeiter eingestellt werden und nicht weil Sie auf dem Bewerbungsfoto toll aussehen.
Zum Fotografen
Robert Gortana wurde 1970 in Wels geboren und studierte Fotografie an der Prager Fotoschule. Seit 2004 ist er selbstständiger Werbefotograf, spezialisiert auf People Fotografie. Seit 2006 ist er auch Vortragender an der Prager Fotoschule. Seine Werke wurden unter anderem in der Vogue publiziert. Mehr Informationen und Buchungsanfragen finden Sie unter www.gortana.at
Bildnachweis: alle Bewerbungsfotos wurden fotografiert von Robert Gortana/ Model: Petra Steinkellner/P2P







Ich habe bisher noch bei keiner Bewerbung ein Foto zum Lebenslauf geheftet und hatte trotzdem immer Erfolg.
Wenn das Foto rechtlich nicht notwendig ist und es nicht ausdrücklich vom Arbeitgeber gefordert ist (obwohl Rechtswidrig), warum tun es dann fast alle dazu?
Meiner Meinung gehört kein Foto auf eine Bewerbung, schon alleine wegen dem Gleichbehandlungsgesetz.
Wozu dient eine Bewerbung? – Zur WERBUNG! Wie mache ich mich beim Anderen sympathisch? Hier kommt es nicht auf Recht oder Rechtswidrigkeit an, sondern wie kann ich mich ins beste Licht rücken. Bewerbungen bzw. Lebensläufe ohne Foto werden schnell zur Seite gelegt mit dem Hintergedanken: was hat der/die zu verbergen?. Was hat dies mit dem Gleichbehandlungsgesetz zu tun? Wenn es ums Alter geht, das steht auch im Lebenslauf. Und spätestens beim Vorstellungsgespräch muss ich Farbe bekennen und mich präsentieren. Haben Sie schon einmal nach Inseraten etwas zu kaufen versucht? Welche Inserate waren interessant? Die mit dem Preis oder die ohne? Das gleiche gilt fürs Foto. Alswo warum nicht gleich. Und dass sich die meisten Menschen auf einem Foto selbst nicht ansehen können, ist ein alter Hut. Überlegen Sie in diesem Fall, welche Angst steht dahinter?
sehe ich auch so, eigentlich sollte es so wie in den USA oder Australien gemacht werden – kein Alter, kein Foto, kein Geschlecht.
Ein Foto sagt nichts über den Charakter aus und kann auch falsch interpretiert werden!
Renate dies sehe ich nicht so und ist nicht mit anderen Dingen zu vergleichen. Ich möchte eine Anstellung aufgrund meiner Qualifikation und da spielt es (kaum) ein Rolle wie ich aussehe, außer im persönlichen Kundenkontakt und auch da sollte das gepflegte Auftreten bzw. das Erscheinungsbild zählen und nichts anderes.
Liebe Renate,
woher nehmen Sie die Information dass Bewerbungen ohne Foto schnell zur Seite gelegt werden ? Ich halte Ihre Behauptungen für subjektiv, zudem finde ich das keine Analogie zwischen Produktpreisen und Bewerbungsfotos besteht.
Gruß Alexander
Für mich ist es eigentlich selbstverständlich, dass ich auf meinem Lebenslauf auch ein Foto habe, ob es jetzt gefordert wird oder nicht. Ich habe nichts zu verbergen und spätestens beim Bewerbungsgespräch muss ich ja auch “sichtbar” sein. Außerdem glaube ich schon, dass in manchen Berufen das Aussehen eine Rolle spielt (obwohl es eigentlich natürlich auf die Qualifikation ankommen sollte)
Habe auch von mehreren Beratungsstellen gehört, dass das Bewerbungsfoto sehr wichtig ist. Merkwürdigerweise habe ich aber gerade die Anstellung bekommen, bei der ich das Foto von einer “alten” Bewerbung ausgeschnitten und drauf geklebt habe!!! Ich denke, die Sympathie beim Bewerbungsgespräch und vielleicht auch etwas Vitamin B haben mir mehr geholfen. Aber es gibt bestimmt sehr viele wichtige Leute, die sehr viel Wert auf das Äußere legen, aber ich möchte nicht wissen, wie oft sie dann doch den oder die falsche Person ausgesucht haben :-)))
Für viele Tätigkeite, z.B. Verkauf oder ähnliches ist es Pflicht. Da positives Erscheinungsbild Verkauf fördernd ist aber bei einer Manager kommt es schlichtweg auf die Ausbildung, Erfahrung und ähnliches an und nicht auf das Foto.
Ich persönlich würde mir bei Personalauswahl mit Foto leichter tun wie ohne, da jemand der Übergewichtig ist auch nicht unbedingt positive Leistungen erbringen kann und jemand die kein Foto mit schickt wo möglich schüchtern sein kann und anonym bleiben möchten.
Eine professionelle Führungskraft sollte meiner Ansicht nach auf ein Foto verzichten können. Es sollte tatsächlich nur die Ausbildung und Berufserfahrung gepaart mit den Vorstellungen des Unternehmens vom künftigen Mitarbeiter und dessen Potential entscheiden.
Aus eigener Erfahrung als ehemalige Führungskraft aber auch als Beraterin für Unternehmen weiß ich allerdings, dass die Praxis anders aussieht. Für viele Unternehmer ist das Aussehen wichtig und ist Knock Out Kriterium – oftmals als Folge dummen Klischeedenkens. Leider, denn ich sah schon sehr fähige Damen und Herren aus diesem Grund aus der engeren Auswahl ausscheiden. Dabei ist das Beewrbunsfoto meist ohnehin nicht authentisch und man erkennt die Personen beim persönlichen Gespräch überhaupt nicht.
Ich perönlich finde es positiv, dass die EU schon an einem Gesetz arbeitet, das Bewerbungen vollkommen anonymisiert. Also ohne Angabe von Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Foto usw. Nur dann können subjektive Komponenten weitgehend ausgeschaltet werden und das Können der einzelnen Kanditaten zum ausschlaggebenden Kriterium.
SAM – so sehe ich das auch!
Gott sei dank gibt es noch menschen (wenn gleich auch zu wenig) die nicht klischeehaft denken, die Menschen sollten endlich einmal aufwachen.
Ich habe auch nichts zu verbergen, ich bin nicht dick, nicht hässlich etc. aber ich möchte wegen meiner qualifikationen zu einem Gespräch eingeladen werden und dann kann man sich so wie so ein Bild/Meinung über einen Bewerber machen.
Hallo Michael,
dein Kommentar vom 24.01 um 21:49, dass “da jemand der Übergewichtig ist auch nicht unbedingt positive Leistungen erbringen kann” zeigt keine Kompetenz in Punkto Leistungserbringung noch emotionale Intelligenz deinerseits.
Tja am eigenen Leib spür ich gerade ein durchzucken….echt…Absage bekommen….bin weder dick noch hässlich ….Foto war auf der Bewerbung…Absage da ich nach 1,5 Jahren Praxis als Lehrling wohlgemerkt…Wiedereinsteigerin…Familienplanung abgeschlossen….nicht gut genug bin ….doch überqualifiziert bin …und als “Quereinsteigerin” nicht gebraucht werde…dieser Innhalt in ein und dem selben Mail…..was hilft da ein / kein Foto…also wohl nur die Praxis…..Ich bin auch dafür das ein Bewerbungsschreiben nichts mit dem Foto zu tun hat oder haben sollte.
Was wie sehr oft im Leben hier zählt ist weder Gesetz noch Gerechtigkeit, sondern schlicht und einfach Praxis und Wahrnehmung des Lesers.
@Karin: Bei mir wäre Michael schon alleine wegen seiner Rechtschreibung, Satzstellung und Grammatik durchgefallen, auch wenn er ein “Mr. Universum-Foto” dazu gegeben hätte ^^
@Sabine: Schönheit liegt im Auge des Betrachters … Zitat: “weder dick noch hässlich” finde diese Aussage einfach nur dumm, sorry!
So, genug Senf für heute :D
Ich denke, dass es unerheblich ist was auf Seiten des Bewerbers passiert. Mit Foto, ohne Foto, dünn, dick …
Im Endeffekt kommt es darauf an, wer sie auf der anderen Seite in die Hände bekommt und wie professionell diese Person damit umgeht.
Spätestens dann können eigentlich zu vernachlässigende Kriterien ein großes Gewicht bekommen. Davon ausgehend, dass ein Großteil der Führungskräfte (zumindest in dem Konzern in dem ich arbeite) über Vitamin B, Intrigen und Schleimerei, etc. in ihre Positionen gekommen sind, erwarte ich mit einem gut gewählten Foto doch die eine oder andere Emotion zum meinen Gunsten erzeugen zu können.
Solange Bewerbungen nicht durch Maschinen ausgewertet werden, wird der Faktor Mensch immer hinein spielen.
Klar soll es nicht so sein – und klar gibt es viele Entscheider, die rein professionell agieren – aber in der Realität läuft es leider meist ganz anders.
Ich begrüße die Bestrebungen der EU, hier für mehr Gerechtigkeit sorgen zu wollen – doch bis es soweit ist, wird es wohl noch ein Weilchen dauern.