Zum Seiteninhalt springen
Zurück zu Gesundheit
Winterdepression tipps

Von Herbstblues bis Winterdepression: 5 Tipps gegen das Tief in der dunklen Jahreszeit

Gesundheit Erstellt am: 02. November 2021 4 Min.

Die Tage werden nass, kalt und dunkel: Da kann aus dem Herbstblues schnell eine kleine "Winterdepression" werden. Das schlägt sich auch auf die Leistungsfähigkeit nieder. Mit diesen fünf Tipps kommst du gut gelaunt und produktiv durch den Winter:

In der Dunkelheit ins Büro, in der Dunkelheit wieder nach Hause. Danach ab auf die Couch und bloß nicht mehr rausgehen. Das schlägt sich aufs Gemüt und macht träge. Dass sich das auch in der Arbeit bemerkbar macht, liegt auf der Hand. Schlechte Laune, Antriebslosigkeit, dazu noch Weihnachts- und Jahresabschlussstress, das alles ist nicht förderlich für einen produktiven Arbeitsalltag. Und auch grippale Infekte oder hartnäckige Erkältungen können sich auch auf unsere Psyche auswirken.
Christa Schirl HP Probe Portrait e1560847720193

Psychologin Christa Schirl

Um eine richtige Depression handelt es sich beim klassischen Winterblues allerdings nur in den seltensten Fällen, erklärt Psychologin Christa Schirl: "Dieses Phänomen der dunklen Jahreszeit wird umgangssprachlich oft als Winterdepression bezeichnet. Es ist aber nicht alles, was sich wie eine Depression anfühlt, auch eine echte Depression." Doch auch eine depressive Verstimmung kann uns zu schaffen machen. Diese 5 Tipps schlagen dem Winterblues ein Schnippchen:

Keine Chance dem Winterblues

Herbst und Winter sind nicht nur die Zeit des Innehaltens, sondern auch Jahreszeiten, in denen du besonders auf dich schauen solltest. Wie du deine Stimmung aus dem Keller holst und die Zeit bis zum Frühlingserwachen gut überstehst - wir haben bei Christa Schirl nachgefragt, welche Strategien es gegen die Winterdepression gibt:

#1 Raus an die frische Luft

Sich zu Hause einigeln - sehr verlockend, wenn es draußen ungemütlich wird. Die Idee ist laut der Psychologin aber nur bedingt gut: "Das Wetter ist schlecht und wir haben keine Lust, rauszugehen - also bleiben wir drin, auf der Couch, vielleicht mit ungesundem Essen. Das macht uns automatisch träger. Diese Situation ist oft eine selbst gewählte, weil wir es nicht besser können. Aus der klassischen Depressionsbekämpfung wissen wir aber, wie wichtig Bewegung an der frischen Luft ist. Spaziergänge reichen völlig, es muss kein Outdoor-Sport sein."

Kleine Bewegungseinheiten sind schnell umsetzbar, z. B. ein Spaziergang in der Mittagspause oder eine kleine Runde an der frischen Luft, bevor man ins Auto steigt und nach Hause fährt. Wer nicht gerne alleine unterwegs ist, dem rät Christa Schirl zu Aktivitäten mit Gleichgesinnten: Walking-Gruppen, Lauftreffs, mit einem Freund spazieren gehen - Hauptsache, raus an die frische Luft.

#2 Auf die Ernährung achten

Es heißt nicht umsonst: Winterspeck anfuttern. Der Winterblues geht oft Hand in Hand mit gesteigertem Appetit auf süße oder gehaltvolle Nahrungsmittel. Gepaart mit wenig Bewegung und der oft alkoholischen Weihnachtszeit resultiert das in ein paar Kilos mehr auf der Waage - und das verleiht der Stimmung selten Auftrieb. Neben der Gewichtszunahme hat falsche Ernährung außerdem Einfluss auf den Schlaf. "Schweres Essen und alkoholische Getränke stehen im Winter oft auf dem Programm. Das beeinflusst unseren Schlaf negativ, das wiederum wirkt sich auf unser gesamtes Wohlbefinden aus", so Schirl. Auch wenn es rund um Weihnachten schwer fällt, so rät die Psychologin zu gemäßigtem Alkoholkonsum, leichten Speisen und vitaminreicher Nahrung. Das ist auch gut fürs Immunsystem.

Grantig im Job? Iss dich glücklich!

Erstellt am: 25. Januar 2019 3 Min.

„Mood Food“ – so nennt man Lebensmittel, die die Stimmung heben. Genau das richtige also, wenn die Laune im Keller ist. karriere.at-Ernährungscoach Eva Etlinger verrät uns, wie man durch die richtige Ernährung glücklicher werden kann.

#3 Soziale Kontakte aufrecht erhalten

Man muss nicht auf jeder (Weihnachts)party tanzen und Zeiten des Rückzugs tun gut. Vernachlässigte Sozialkontakte sind jedoch mit schuld am berühmten Winterblues - erst recht in Zeiten von Quarantäne und Homeoffice. "Viel zu Hause, wenig soziale Kontakte, für die man ja nach draußen gehen müsste - diese Kombination macht Menschen in der lichtarmen Jahreszeit nicht gerade glücklicher", sagt Schirl. Das gilt vor allem für jene, die im Winter mit privaten oder beruflichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Winterdepression

#4 Dunkle Jahreszeit bewusst gestalten

Auch, wenn der Rückzug in die eigenen vier Wände an vielen Abenden verlockend erscheint, Christa Schirl rät zur bewussten Gestaltung der Wintermonate: "Sich nicht der dunklen Jahreszeit völlig hingeben, sondern - wie es so schön heißt - 'eine Kerze anzünden', die Jahreszeit aktiv gestalten: Soziale Kontakte aufrecht erhalten, Freund*innen einladen, alte Bekannte treffen und auch die Weihnachtszeit im Blick behalten." Wer Weihnachten sagt, der muss auch Weihnachtsstress sagen? Die Psychologin dazu: "Es bereitet vielen Menschen Schwierigkeiten, die Adventzeit zu genießen. Zwischen Terminen, Besorgungen und Verpflichtungen bleibt das eigene Wohlbefinden oft auf der Strecke. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zu hinterfragen, welche Art des Weihnachtsfestes man feiern möchte und wie man die Adventzeit verbringen will. Welche Bräuche machen noch Sinn? Welche Traditionen möchte man bewahren, was hat ausgedient? Wie sieht ein Dezember aus, der mir persönlich Freude bereitet?"

#5 Altes abschließen und auf Neues freuen

Ab November stresst die näherrückende Weihnachtszeit und mit ihr auch in vielen Firmen der Jahresabschluss. Gerade in dieser stressigen Zeit ist gute Wochenplanung wichtig. Was du im Beruf machst, kann dir übrigens auch privat sehr guttun: Das alte Jahr gut abzuschließen ermöglicht dir einen wunderbaren Start ins neue. Vielleicht rekapitulierst du in dieser Besinnungszeit auch, ob du in deinem alten Job noch glücklich bist oder ob du dich beruflich umorientieren sollst. Wie du herausfindest, was du machen könntest, erfährst du hier:

Kein Plan, was du beruflich machen sollst? So findest du es heraus!

Aktualisiert am: 05. Januar 2023 6 Min.

„Was soll ich beruflich machen?“ – Viele stellen sich diese Frage, nicht immer ganz freiwillig. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer, aber was ist das Richtige? Wie du herausfindest, was du beruflich machen sollst, und warum du nicht zu lange grübeln solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Bildnachweis: shutterstock/fizkes, everest


Avatar Redaktion 2x

Redaktion
Mehr erfahren

  • Beitrag teilen:

Entdecke mehr zu diesem Thema

Ergonomie am Arbeitsplatz: Gegen die Schmerzen im Büro

Erstellt am: 21. Januar 2016 2 Min.

Schmerzen, Müdigkeit oder Erschöpfung sind nach einem langen Arbeitstag keine Seltenheit. Der Grund: Einseitige körperliche Belastungen sind nie gesund und führen über kurz oder lang zu Problemen. Die Ergonomie am Arbeitsplatz darf keinesfalls zu kurz kommen, denn das Leid des einzelnen Arbeitnehmers schmerzt auch den Arbeitgeber, sind Krankheiten des Bewegungsapparates doch für die meisten Krankenstandstage verantwortlich. Die richtige Arbeitsplatzgestaltung sowie eine korrekte Sitzhaltung sind daher das Um und Auf.

Stressige Phasen im Job: Wie gehe ich damit um?

Erstellt am: 17. August 2022 2 Min.

Es ist normal, dass der Job nicht immer Spaß macht und Stress gehört bis zu einem gewissen Grad zum beruflichen Alltag dazu. Was aber tun, wenn der Stress überhandnimmt? Wie wird man resilienter? Patrizia Tonin, Vorsitzende der Österreichischen Vereinigung für Supervision und Coaching (ÖVS) hat dazu Tipps.

Digital Detox – Gönn deinem Körper einen Neustart!

Erstellt am: 06. Juni 2016 7 Min.

Stell dir vor, du hast eine Woche lang weder Handy, Tablet noch PC zur Verfügung: Welches Gefühl löst das in dir aus? Entspannung, Stress oder sogar Angst? Digital Detox kann dir helfen! Wir haben mit einer Arbeitspsychologin über die negativen Auswirkungen von zu viel Onlinekonsum und ständiger Erreichbarkeit gesprochen und liefern dir Ansätze und praktische Apps für den bewussteren Umgang mit Smartphone und Co.