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Fehler im Lebenslauf

Die häufigsten Fehler im Lebenslauf

Bewerbung Aktualisiert am: 14. Dezember 2023 4 Min.

Herzstück einer jeden Bewerbung ist der Lebenslauf. Dass Personaler*innen ein Anschreiben manchmal nur überfliegen, ist kein Geheimnis mehr. Was sie hingegen immer studieren, ist der Lebenslauf. Es lohnt sich also, Zeit in die Gestaltung des eigenen CVs zu stecken. Welche Fehler dabei am häufigsten passieren und wie du diese umgehst und deinen Lebenslauf optimierst, erfährst du hier.

Regelmäßig führen wir CV-Checks auf unseren Veranstaltungen durch. Dadurch haben wir gelernt, was die häufigsten Fehler sind. Dabei lassen wir hunderte gecheckte Lebensläufe Revue passieren und verraten euch heute, welche Fehler Bewerber*innen am häufigsten passieren. Hier erfährst du, wie du diese Fehler umgehen kannst:

Vollständige Kontaktdaten #

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Email Adresse als Link

Du kannst deine Email Adresse im Word Dokument auch direkt verlinken:

  • Dazu markierst du die gesamte Email Adresse, klickst mit der rechten Maustaste auf die markierte Email-Adresse und wählst "Link".
  • Es öffnet sich ein Fenster "Link einfügen" und du wählst "E-Mail-Adresse". Hier kannst du neben deiner Email auch bereits einen passenden Betreff verfassen.

Die Empfänger*in deines Lebenslaufes muss nun nur noch auf diesen Link klicken, um dich direkt zu kontaktieren.

Die Email-Adresse ist da, die Telefonnummer fehlt - oder umgekehrt. In vielen Lebensläufen fehlt die vollständige Angabe der Kontaktdaten. Dazu gehören die postalische Adresse, E-Mail und Telefonnummer.

  • Die Angabe der kompletten Vorwahl (inklusive Landesvorwahl) ist ratsam - besonders dann, wenn du dich bei großen Konzernen bewirbst.
  • Einen ersten Eindruck hinterlasst du auch mit deiner Email-Adresse. Wählt eine professionelle Adresse, die möglichst deinen Vor- und Nachnamen beinhaltet und verzichtet auf Adressen mit Kose- oder Fantasienamen.
  • Erstreckt sich dein Lebenslauf auf mehr als eine Seite, kannst du deine Kontaktdaten auf der zweiten Seite nochmals unten oder oben nochmals einfügen - für den Fall, dass eine Seite verloren gehen sollte.

Bewerbungsfoto #

Lebensläufe ohne Fotos haben sich in der Praxis noch nicht durchgesetzt - zumindest nicht in Österreich. Wenn also schon ein Bild mit muss, dann sollte es auch ein passendes Bewerbungsfoto sein.

  • Halte dein Foto möglichst aktuell, verschicke keine Bewerbungen mit veralteten Fotos, auf denen du nicht mehr wiederzuerkennen bist.
  • Die meisten Smartphones haben eine gute Kamera, mit der du ein Bewerbungsfoto machen kannst.
  • Im weißen T-Shirt, vor einer weißen Hausmauer, bei strahlendem Sonnenschein - jede Personaler*in wird sehen, dass dieses Bild eine schnell geknipste Notlösung war.
  • Sei authentisch und halte eventuell mehrere Bild-Varianten parat. Ein Portrait im Business-Kostüm mit Hochsteckfrisur passt nicht zu jedem Job bzw. Arbeitgeber.

Klare Struktur im CV #

Die Herausforderung beim Lebenslauf besteht darin, Jobs, Weiterbildungen und ein Persönlichkeit auf maximal zwei Seiten zu packen. Und das ganze auch noch übersichtlich und ordentlich.

  • Berufliche Stationen, besuchte Schulen, Universitäten und FHs immer in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeben.
  • Bleib bei einer Schriftart und verwende nicht mehr als zwei verschiedene Schriftgrößen.
  • Strukturiere den CV mit Hilfe von Absätzen.
  • Überschriften nicht zu allgemein halten. Unterpunkte wie "Sonstiges" könnt ihr noch in Hobbies, Projekte oder ehrenamtliche Tätigkeiten unterteilen.
  • Das Problem von zu viel Text löst sich nicht mit einer winzigen Schriftart.
  • Entweder komplette Daten mit Tag, Monat und Jahr angeben oder auf die Angabe Monat/Jahr zurückgreifen. Nur Jahreszahlen alleine, das reicht nicht.

Deine Aus- und Fortbildungen #

Manchmal hapert es nur an Kleinigkeiten, an die man als Bewerber*in gar nicht denkt. Der Personaler*in fallen auch kleine Fehler rasch auf.

  • Namen von Institutionen wie Universitäten oder Fachhochschulen immer ausschreiben: Nicht Fh Kufstein, sondern FH Kufstein Tirol oder JKU vs. Johannes Kepler Universität Linz.
  • Angaben zur besuchten Volksschule müsst ihr im Lebenslauf nicht mehr anführen.
  • Alle Daten zu absolvierten Ausbildungen nochmals prüfen: Stimmt das angeführte Abschlussdatum mit dem auf dem Zeugnis überein etc.
  • Im CV nur jene Sprachen anführen, die ihr auch wirklich beherrscht. Wenn vom Schulfranzösisch gar nichts mehr übrig ist - besser aus dem Lebenslauf rausnehmen. Außerdem: Stuft eure Kenntnisse einer Sprache selbst ehrlich ein.

Bisherige Arbeitgeber #

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Auf die ausgeschriebene Position eingehen

Hebe die Fähigkeiten und Berufserfahrungen hervor, die in der ausgeschriebenen Position erwünscht sind. Restliches kann sehr kurz oder sogar weggelassen werden.

Für jedes interessierte Unternehmen besonders interessant: Wo hast du bisher gearbeitet und was hast du in diesen Jobs gemacht? Die Nennung der bisherigen beruflichen Stationen erfolgt aber nicht immer fehlerlos.

  • Achte darauf, die Namen der Arbeitgeber vollständig und korrekt zu nennen. Aus der voest muss z.B. korrekterweise die voestalpine AG werden.
  • Job ist nicht gleich Job. Schreibt bei jeder Position dazu, ob es sich um eine Voll-, Teilzeit- oder Praktikumsstelle gehandelt hat.
  • Manche Jobtitel sind mehr, andere weniger aussagekräftig. Wie viele Zusatzinfos du zu jeder Position geben musst, ist individuell ganz verschieden. Fass dich aber in jedem Fall kurz und erklärt nichts, das nicht ohnehin aus dem Jobtitel hervorgeht.

Hobbys und Interessen #

Die Mehrheit der Arbeitgeber schätzt es, aus dem Lebenslauf bereits private Informationen zur Bewerber*in zu erfahren. Die Nennung von Hobbys und persönlichen Interessen ist eine gute Gelegenheit, euch als Persönlichkeit interessant zu machen.

Zu allgemein gehaltene Interessen sagen über euch jedoch wenig aus. Reisen, Literatur, Radfahren - das kann vieles sein. Nutzt diesen Punkt im Lebenslauf, um:

  • Soft Skills hervorzuheben: Du spielst regelmäßig Fußball, das zeigt Teamfähigkeit. Du schreibst gerne Kurzgeschichten, das zeigt nicht nur gute Ausdruckskraft, sondern auch Kreativität.
  • eine Geschichte zu erzählen: Du fährst nicht nur gerne Rad, du radelst regelmäßig quer durch ein ganzes Land. Du liest nicht einfach, du schätzt britische Kriminalliteratur. Du bist keine Pauschalurlauber*in, sondern reist mit Rucksack am liebsten spontan durch die Welt.

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