Erstellt am 4. Februar 2019 · Arbeitsleben · von

Arbeitszufriedenheit: Wer glaubt, wird selig?

Lesezeit: 2 Minuten

Der Glaube an einen freien Willen erhöht die Arbeitszufriedenheit, so lautet das Ergebnis einer internationalen Studie. Also alles eine Einstellungssache? Wir haben uns angesehen, warum das so ist und wie man sich selbst zufriedener stimmen kann.

Haben wir überhaupt einen freien Willen oder ist eh alles vorherbestimmt?“ Seit der Antike wird heftig darüber debattiert, wie das mit den Entscheidungsmöglichkeiten denn so ist – Ergebnis offen. Doch unabhängig davon, was nun wahr ist, wirkt sich allein der Glaube an einen freien Willen positiv auf viele Bereiche des Lebens aus. Das zeigt eine breit angelegte Studie mit Teilnehmern aus 16 Ländern.

Zufriedener sein im Job: eine Glaubensfrage

Bereits seit einigen Jahren wurden immer wieder Studien dazu durchgeführt, wie der Glaube an die eigene Autonomie die allgemeine Zufriedenheit beeinflusst. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die von ihrem freien Willen überzeugt sind, bessere akademische Leistungen bringen und mehr Erfolg im Job haben. Die Forschungsgruppe um Gilad Feldman von der Universität Hongkong wollte nun wissen, ob auch kulturelle Faktoren mitentscheidend für die Arbeitszufriedenheit sind.

Der freie Wille beeinflusst nicht nur die Arbeitszufriedenheit

Aber was ist das eigentlich, der „freie Wille“? Psychologen und Philosophen haben sich auf folgende Definition geeinigt:

„Der freie Wille ist die Möglichkeit, frei zu handeln.“

Das bezieht sich vor allem auf die Wahrnehmung verschiedener Möglichkeiten, aus denen man wählen kann. Menschen, die an die Möglichkeit, frei zu entscheiden, glauben, haben laut Studie einen aktiveren Zugang zu vielen Themen, als Menschen, die eher an „Bestimmung, göttliche Vorsehung oder Schicksal“ glauben.

Weitere positive Effekte sind:

  • geringere Hilflosigkeit
  • ein stärkeres Identitätsbewusstsein
  • mehr Willenskraft.

Zudem, so die Studie, können Menschen, die an den freien Willen glauben, Fehler besser verarbeiten und sogar Schmerzen stärker unterdrücken.

Wer frei wählt, handelt bewusster

Die Basis für das Konzept des freien Willens ist also die freie Wahl. Wie die Studie zeigt, gehen Menschen mit Glauben an den freien Willen viel bewusster mit Entscheidungen, aber auch mit sich selbst, um. Entsprechend erleben diese Menschen ihren (Arbeits-)Alltag als vollgepackt mit Entscheidungsmöglichkeiten, aus denen sie wählen können. Diese Wahrnehmung erhöht die Zufriedenheit und Motivation enorm. Das liegt daran, dass man sich stärker mit den Resultaten seiner Arbeit, aber auch mit dem Arbeitgeber, identifiziert und dadurch stolzer darauf ist.

Die (Unternehmens-)Kultur ist entscheidend

Unterschiede in der Wahrnehmung des freien Willens gibt es laut Studie in kultureller Hinsicht. So sind die positiven Auswirkungen des Glaubens an den freien Willen in Kulturen höher, die freie Entscheidungen beziehungsweise das Treffen von Entscheidungen als erstrebenswert erachten. Umgelegt auf den Arbeitsalltag in Österreich könnte man daraus schließen, dass eine Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern mehr Entscheidungsmöglichkeiten bietet, zu mehr Arbeitszufriedenheit beiträgt.

Tipps für mehr Zufriedenheit

Zufrieden zu sein ist also letztendlich eine Frage der Kultur und der richtigen Einstellung. Was du sonst noch tun kannst, um zufriedener durchs Leben zu gehen, erfährst du in diesem Blogartikel:

Bildnachweis: Minerva Studios/shutterstock

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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