Erstellt am 21. Februar 2019 · Arbeitsmarkt, HR · von

Aus, Schluss, raus! Warum Bewerber abspringen

Vierzig Prozent der Arbeitnehmer haben schon einmal eine Bewerbung zurückgezogen. So lautet das erschütternde Ergebnis einer Studie von karriere.at zur Candidate Journey. Wir haben uns angesehen, warum Bewerber abspringen und was Recruiter dagegen tun können.

Eine durchgängige und ansprechende Candidate Journey ist ein wesentlicher Teil der Arbeitgebermarke und somit auch im Recruiting entscheidend. Das belegt unsere Studie zur Candidate Journey: Denn obwohl das Jobangebot an sich interessant gewesen wäre, haben insgesamt vier von zehn Arbeitnehmern bereits einmal in ihrem Berufsleben einen Bewerbungsprozess abgebrochen.

Wo die meisten Bewerber abspringen

In jenen Berufsgruppen, in denen großer Bedarf an Fachkräften herrscht, ist die Abbruchrate noch höher: Satte 55 Prozent – also jeder zweite Arbeitnehmer aus Technik, IT, EDV und Ingenieurwesen – hat bereits einmal vorzeitig seine Bewerbung zurückgezogen.

Die häufigsten Abbruchgründe für Bewerber

Abgesehen von Hard Facts wie Gehalt oder Anforderungen führen häufig zeitliche Faktoren zum Abbruch. Danach befragt, was für sie „sehr ausschlaggebend“ wäre, um einen laufenden Bewerbungsprozess abzubrechen, antworteten die Befragten Folgendes:

Wie Kandidaten zu Bewerbern werden

Sobald ein potenzieller Kandidat ein Stelleninserat liest, startet ein ständiger Bewertungsprozess: Warum soll ich mich bei einem Unternehmen bewerben? Und wie lange warte ich auf eine Rückmeldung? Ist das Inserat gut aufbereitet, entscheidet sich schnell, ob sich der Kandidat auch bewirbt.

Die 3 wichtigsten Faktoren, um sich zu bewerben:

  • ein gutes Gehalt (30 Prozent)
  • eine interessante Tätigkeit (21 Prozent)
  • die Nähe zum Wohnort (12 Prozent)

Ob der Bewerber anschließend abspringt, hängt vor allem von zwei Aspekten ab: Keine Rückmeldung zu erhalten empfinden 28 Prozent als störend, langes Warten auf eine Antwort oder Entscheidung nervt 23 Prozent.

So senkt man die Absprungrate

Nach ansprechenden Jobinformationen gibt es noch weitere „Schrauben“, an denen Arbeitgeber drehen können, um ein positives Bewerbungserlebnis zu vermitteln. Jeweils mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer finden Freundlichkeit und schnelle Reaktionszeiten motivierend, den Bewerbungsprozess fortzusetzen. Kandidaten im Bereich „Assistenz/Sekretariat/ Verwaltung“ wollen dabei besonders schnell wissen, woran sie sind: Neben einer raschen Abwicklung motivieren sie wenige Stufen des Recruitingprozesses und eine genaue Info über den Ablauf mehr als Kandidaten in anderen Bereichen.

Das kommt bei Bewerbern besonders gut an

Um die Absprungrate zu reduzieren, sollten Recruiter also besonders darauf achten, wann und wie sie ihren Bewerbern antworten. So kann man den Abbruch weitestgehend verhindern:

Bildnachweis: only_kim/shutterstock

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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