Aktualisiert am 4. Februar 2020 · Bewerbung · von

Dankschreiben nach dem Bewerbungsgespräch: Sinnvoll oder nicht?

Lesezeit: 3 Minuten

Das Bewerbungsgespräch ist vorbei und du hast hoffentlich einen guten Eindruck hinterlassen. Jetzt überlegst du, ob du noch eins draufsetzen und deinem Gesprächspartner ein Dankschreiben zukommen lassen sollst. Aber ist das zu viel des Guten oder nicht? Die Meinungen gehen auseinander. Wir sagen: Ein nettes Dankeschön nach einem Jobinterview kann nicht schaden. Wir verraten dir, was ein gutes Dankschreiben ausmacht und wie du es vermeidest, verzweifelt zu wirken. Mustersätze gibts inklusive!

Man kennt es aus dem Alltag: Etwas Simples wie ein einfaches Dankeschön kann eine große Wirkung haben. Aus diesem Grund sollte man sich fragen, weshalb sich eine Dankesnotiz nach dem Bewerbungsgespräch bis dato noch nicht etablieren konnte. Denn mit dieser Taktik wirkt man nicht nur sympathisch, sondern sticht auch aus der Menge an Konkurrenten hervor. Ein individuelles, persönliches Dankschreiben lässt dich nachträglich punkten und imponiert dem zuständigen Personalverantwortlichen.

Warte nicht, werde aktiv

Nach einem Bewerbungsgespräch beginnt die bange Zeit des Wartens. Um die zu überbrücken und dem Unternehmen in Erinnerung zu bleiben, kann man sich in Ruhe hinsetzen und an einer kurzen Nachricht feilen. Hier ist wichtig, die Gratwanderung zwischen nettem Dankeschön und lästigem Anbiedern zu meistern.

Natürlich ist ein Dankschreiben kein Muss, um einen Job zu ergattern. Bei der Entscheidung, ob ein schriftlicher Dank angebracht ist, solltest du daher unbedingt dein Bauchgefühl miteinbeziehen. Wie schätzt du den Eindruck ein, den du beim Bewerbungsgespräch hinterlassen hast? Hast du Sympathien zwischen dir und deinen Gesprächspartnern gespürt?

Oder anders formuliert: Lief das Interview sehr gut, mittelprächtig oder hast dus ordentlich vermasselt? Ein Dankschreiben kann durchaus kleinere Fehler ausmerzen. Wenn du allerdings nicht einmal die Mindestanforderungen an den Job nicht erfüllst, wird dich eine solche Nachricht auch nicht mehr herausreißen.

How-to: Das Dankschreiben

  1. Wann und wie? Du solltest nach deinem Bewerbungsgespräch ein bis zwei Tage verstreichen lassen, ehe du dein Dankschreiben versendest. Ob du das postalisch oder per E-Mail machst, hängt vom Arbeitgeber und dem Bewerbungsprozess ab.
  1. An wen? Das Schreiben wird an jene Person geschickt, mit der du das Gespräch geführt hast. Das sind im Regelfall die Führungskraft oder der Personalverantwortliche. Waren beim Gespräch mehrere Personen anwesend, richtest du dich an die Person, die dich eingeladen hat. Meist ist das der Personalverantwortliche.
  1. Wie lang? Halte dich so kurz wie möglich. Versuche in wenigen Worten zu vermitteln, dass du dich für das Gespräch noch einmal bedanken möchtest.
  1. Was steht drin? Das Dankeschön kann gern schon im ersten Satz untergebracht werden. Danach kannst du noch einmal auf jene Aspekte eingehen, die dir besonders gefallen haben. Nutze die Gelegenheit, um ein letztes Mal zu unterstreichen, warum du der geeignete Kandidat für den Job bist.

Mustersätze und Formulierungshilfen

Wie oben bereits erwähnt, sollte ein Dankschreiben deine persönliche Note tragen und möglichst individuell formuliert werden. Das heißt aber nicht, dass du nicht auf ein paar elegante Mustersätze zurückgreifen kannst, um dich inspirieren zu lassen:

Beispiel Formulierungen

„Herzlichen Dank für die Einladung zum Gespräch und Ihre Zeit.“

„Vielen Dank für unser Gespräch und die ausführlichen Informationen zur ausgeschriebenen Position.“

„Der Rundgang durch die Abteilung und das Kennenlernen des Teams hat mir sehr gut gefallen.“

„Ihre Frage nach …….. hat mich anfangs etwas verunsichert, mittlerweile bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ……..“

„Unser Austausch über die Herausforderungen, denen sich die Branche stellen muss, hat mich in meinem Wunsch bestärkt, in Ihrem Unternehmen zu arbeiten.“

Beispiel Dankschreiben

„Sehr geehrte Frau XXX,

ich bedanke mich auf diesem Weg noch einmal herzlich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch und die Chance, mich persönlich vorzustellen. Ich habe unser Gespräch sehr genossen und mich in Ihrem kollegialen Betriebsklima sofort wohlgefühlt.

Unsere Unterhaltung hat mir klar aufgezeigt, dass ich Sie mit meinen Erfahrungen im Bereich XXX bei künftigen Projekten tatkräftig unterstützen kann.

Was mir an Ihrem Unternehmen besonders gut gefallen hat, ist XXX. Das hat mich in meinem Wunsch, bei Ihnen zu arbeiten, noch einmal bestärkt.

Ich freue mich auf eine baldige Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

XXXX“

Ein Plädoyer fürs Dankesagen

Dankbarkeit kommt nie aus der Mode. In der Kommunikation mit anderen ist sie extrem wichtig, weil sie Wertschätzung vermittelt und sympathisch macht. Gerade im Arbeitsalltag, wenns gerade stressig ist oder nicht so gut läuft, kann ein ehrlich gemeintes „Danke“ Balsam für die Seele sein. Zusätzlich dazu schafft es Vertrauen zwischen interagierenden Menschen.

Ein „Danke“ ist zum Beispiel angebracht nach …

  • … dem Bewerbungsgespräch
  • … einem erfolgreichen Gespräch mit dem Chef
  • … einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt
  • … einer guten Leistung
  • … einem erfolgreichen Networking-Event

Du willst mehr Infos zum Bewerbungsgespräch?

Das Danke kommt erst ganz zum Schluss. In unserem Leitfaden kannst du nachlesen, welche Stationen du zuvor auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch durchlaufen musst:

Redaktion