Wer schnell auf den Punkt kommt, hat höhere Chancen, den Job zu bekommen. So lautet die Kernaussage einer aktuellen Studie des deutschen Personaldienstleisters Robert Half. Denn: Jeder zweite Personalchef entscheidet in fünf bis zehn Minuten, ob er ein Bewerbungsschreiben auch ein zweites Mal in die Hand nimmt. Weiteres Ergebnis: 2,5 Tippfehler bedeuten für den Bewerber hierzulande das endgültige Aus im Bewerbungsprozess.
Fünf Minuten: Gerade einmal genug Zeit, um eine Zigarette zu rauchen, einen schnellen Kaffee zu trinken oder sich morgens im Bett „noch einmal kurz“ umzudrehen. Also keine besonders lange Zeitspanne. 300 kurze Sekunden, die allerdings über Karrieren entscheiden können. Oder über Nicht-Karrieren. Denn die Studie „Workplace Survey 2010“, für die der deutsche Personaldienstleister Robert Half mehr als 2800 Personal- und Finanzmanager befragt hat, zeigt nun: In Österreich nimmt sich jeder zweite Personalverantwortliche gerade einmal nur fünf bis zehn Minuten Zeit, um zu entscheiden, ob er die Bewerbungsunterlagen eines Kandidaten ein zweites Mal in die Hand nimmt oder nicht. Und die Bewerber in der Alpenrepublik können sich sogar noch glücklich schätzen: In Deutschland liegt der Wert sogar bei 67 Prozent, in der Schweiz noch bei 59 Prozent.
Zahlenwerte, die bei Vertretern der „Wird-schon-passen“-Philosophie die Alarmglocken schrillen lassen sollten. Wer einen Job wirklich will, sollte auch auf makellose Bewerbungsunterlagen größten Wert legen, ebenso auf ein hervorragendes Dienstzeugnis. Wer in Kreativ-Berufen reüssieren will, sollte sich aus Aufmerksamkeitsgründen zumindest mit dem Thema „Guerilla Bewerbung“ auseinandersetzen.
Mit ersten Zeilen der Bewerbungsunterlagen punkten
„Für Bewerber bedeutet dies, dass sie bereits in den ersten Zeilen ihres Anschreibens und des Lebenslaufs punkten müssen. Aus diesem Grund sollten alle Alleinstellungsmerkmale, die einen besonders für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren, gleich auf den Punkt gebracht werden. Dies gilt selbstverständlich auch für Online-Profile, da immer mehr Unternehmen diese nutzen, um sich einen besseren Eindruck zu verschaffen. Zudem muss aus den Bewerbungsunterlagen hervorgehen, warum sich der Kandidat gerade in diesem Unternehmen bewirbt – ‚Massenbewerbungen‘ sind meist auf den ersten Blick zu erkennen und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit aussortiert“, erklärt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International.
Karrierekiller Rechtschreibfehler
Nicht nur die formale Gestaltung des Bewerbungsschreibens und des Lebenslaufs sollte tiptop sein: Auch grammatikalisch sollten sich Jobanwärter keine Blöße geben. Wie die Studie, nämlich auch besagt, bringen bei österreichischen Personalern durchschnittlich 2,5 Tippfehler das endgültige Aus für einen Kandidaten. In der Schweiz ist man mit 2,8 falsch geschriebenen Wörtern etwas großzügiger. In Deutschland hingegen (1,8 Fehler) wird auf korrekte Schreibe der größte Wert gelegt.
Personalchefs suchen Teamplayer
Nehmen wir an, ein Bewerber schafft die Hürde „erstes Durchlesen“: Werden die Bewerbungsunterlagen ein zweites Mal in die Hand genommen, sind es in vielen Fällen die „Soft Skills“, die einen Personalchef vom eigenen Profil überzeugen. Teamfähigkeit ist hier die absolute Top-Eigenschaft, auf die nahezu jeder zweite Befragte großen Wert legt. Jeder fünfte Personalverantwortliche in Österreich und Deutschland gab an, dass für ihn die kommunikativen Kompetenzen eines Bewerbers extrem wichtig seien. Auf Platz drei folgt unter österreichischen Pesonalchefs die Stressresistenz der Kandidaten.
sehr interessanter artikel
interessant wäre noch zu wissen, wie viele personen, selbst jene, die sich für das top management bewerben, “selbstständig und alleine” in der lage sind, ein “perfektes bewerbungsschreiben” zu verfassen*sfg*
[...] doch Fernsehen? Eine der schwierigsten Fragen, wenn es darum geht, den eigenen Lebenslauf für die Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen: Soll man Hobbys angeben? Wenn ja, welche? Und darf man ein bisschen schwindeln? [...]
[...] nicht viel Zeit, deinen potenziellen Chef oder den Personalisten von dir zu überzeugen. Laut einer aktuellen Studie entscheidet in Österreich jeder zweite Personalchef innerhalb von maximal zehn Minuten, ob er ein [...]
[...] die gute, alte Guerilla-Taktik. Auch beim Bewerben. Wer genug davon hat, über Wochen hunderte, perfekte Schema-F-Bewerbungsschreiben auf den Weg zu schicken, um maximal wohlwollende Absagen zu bekommen, sollte sich schön langsam [...]
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Hätte nicht gedacht, dass die Firmenchefs sich nur so wenig für eine Bewerbung nehmen…
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Also ich denke es is nich einfach zu schreiben kann mir wer helkfen ! ?? o:
Eine Rechtschreibprüfung wäre schon mal empfehlenswert (siehe “Karrierekiller Rechtschreibfehler”) bzw. sollte es von einer anderen Person korrektur-gelesen (auf Rechtschreibfehler, Inhalt und Grammatik) werden.
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[...] 36. Beliebtester Artikel bei den Lesern: „Das perfekte Bewerbungsschreiben: In fünf Minuten muss es beim Personalchef ‚Klick‘ gemacht hab…“. [...]
Hallo zusammen,
bezüglich der Headline: Also ich glaube, dass 5 Minuten sogar schon sehr hochgegriffen ist. Bei der Masse an Bewerbungen, nehmen sich vermutlich die wenigsten für ein erstes aussondieren mehr als 2 Minuten Zeit.
Beste Grüße
Michael Berger
ja netter artikel, der aber mehr fragen aufwirft als er beantwortet
Es befindet sich ein Fehler in diesem Absatz! ;)
“Karrierekiller Rechtschreibfehler
Nicht nur die formale Gestaltung des Bewerbungsschreibens und es Lebenslaufs sollte tiptop sein: …”
@monika: Musste 2x lesen:
Nicht nur die formale Gestaltung des Bewerbungsschreibens und (d)es Lebenslaufs sollte tiptop sein: …”
… tja, da “es” ein gültiges Wort ist, hilft da auch die Rechtschreibprüfung nur bedingt, da muss schon eine Grammatik-Prüfung her ;-)
Obwohl da steht “sollte” und nicht “muss” … So lange man den Firmennamen, seinen eigenen Namen, den Namen der Person, die man anschreibt etc. richtig schreibt, sollte es nicht das einzige Kriterium für die Entscheidung sein …
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