Musik am Arbeitsplatz: Von Stress und Ablenkung einfach weghören

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 25. Juni 2015 um 10:35

Störend oder motivierend? Für viele geht es ohne Musik am Arbeitsplatz nicht. Die richtige Playlist kann zu Höchstleistungen anspornen und störende Geräusche eliminieren – besonders wichtig für alle, die sich im Großraumbüro behaupten müssen. Wer keine Musik hören möchte und lieber dem Regen oder geschäftigem Treiben im Coffeeshop lauscht, für den haben wir eine Auswahl an Tools für akustische Berieselung zusammengestellt.

Rückzug an den akustischen „Happy Place“

Am Arbeitsplatz Musik zu hören hat seine Vor- und Nachteile: Auf Besucher oder Führungskräfte kann es mitunter unprofessionell wirken, wer besonders monotoner Arbeit nachgeht oder alleine im stillen Kämmerchen vor sich hinarbeitet, freut sich über etwas akustischen Schwung. Das Hören mit Kopfhörern kann außerdem dazu beitragen, störende Geräusche auszublenden. Wer im Großraumbüro sitzt weiß, wie wichtig es ist, sich ab und zu eine Pause von Telefonaten und plaudernden Kollegen zu gönnen. Eine Untersuchung zu Musik am Arbeitsplatz hat der Musikstreamingdienst Spotify 2014 durchgeführt. Grundlage dafür war die Doktorarbeit von  Anneli Haake an der University of Sheffield zum Thema Musik am Arbeitsplatz. Das Ergebnis der Untersuchung: 61 Prozent der Befragten hören während der Arbeit Musik.

Musik reduziert Stress und Langeweile

Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Arbeitnehmer glauben, dass Musik dabei hilft, Arbeitsstress zu bewältigen. 20 Prozent begrüßen Musik als willkommene Ablenkung von ihren „langweiligen“ Jobs. 16 Prozent geben an, dass das Hören von Musik ihre Produktivität deutlich steigert. Der Grund dafür: Kollegen und störende Geräusche werden einfach ausgeblendet. „Für mich war es bei der Untersuchung sehr interessant zu sehen, dass Musikkonsumenten ihre individuellen musikalischen Bedürfnisse an die Arbeitsbedingungen anzupassen scheinen. Die Menschen waren sehr darauf bedacht, ihre Kollegen nicht zu stören und nicht unprofessionell gegenüber Kunden zu wirken. Wir wissen, dass es Menschen glücklich macht, wenn sie ihre Musik hören dürfen – und glückliche Mitarbeiter sind meist auch produktiver“, sagt Haake.

Tools: Geräuschkulissen für konzentriertes Arbeiten

Es muss nicht unbedingt Musik sein, manchmal reichen schon monotone Hintergrundgeräusche, um entspannter arbeiten zu können. Wer sich ins Coffeeshop-Freelancer-Dasein träumen möchte, sollte Coffitivity testen: Lieber Coffeeshop am Morgen oder Uni-Mensa zur Lunchzeit?

Coffitivity

Arbeiten ist am schönsten im Café, während es draussen regnet? Bitte sehr: RainyCafe bietet dafür die passende Geräuschkulisse.

Rainy Cafe

Noch mehr Regen gefällig? Bei RainyMood regnet es den ganzen Tag – auf Wunsch mixbar mit YouTube-Songs eigener Wahl.

Rainymood

Auf Noisli kann man sich seine eigene Geräuschkulisse zusammenstellen: Vom nächtlichen Lagerfeuer im Wald bis zu raschelndem Laub im Herbstwind ist alles dabei – und beliebig untereinander mischbar.

Noisli

Sag mir, was du hörst…

…und ich sag dir, wer du bist? Arbeitnehmer sollten ihre Musik sorgfältig auswählen. Die Untersuchung zeigt nämlich auch, dass jeder zehnte Arbeitnehmer seine Kollegen nach deren Musikgeschmack bewertet. Abseits persönlicher musikalischer Vorlieben kann man bei der Auswahl seiner Playlist auch darauf achten, welche Musik zu welcher Tätigkeit passt.

Infografik Musik am ArbeitsplatzBildnachweis: Daria Minaeva / Shutterstock; Coffitivity, RainyCafe, RainyMood, Noisli (Screenshots); Sonos

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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