Onboarding: Best-Practices für den ersten Tag im neuen Job

von in HR am Dienstag, 14. März 2017 um 11:25

Onboarding-Prozesse sind so unterschiedlich wie Arbeitgeber selbst. Während die einen auf „softe“ Starts für neue Mitarbeiter setzen, stehen bei anderen an Tag 1 bereits erste Projekte auf dem Plan. Verschiedene Onboarding-Konzepte und neue Zugänge für den Start in den ersten Job – so handhaben Facebook, Twitter & Co. ihr Onboarding:

Wer in einem neuen Job anfängt, der weiß: Der erste Tag ist der schlimmste. Immerhin betritt man Neuland mit vielen unbekannten Gesichtern, neuen Aufgaben und kulturellen Gepflogenheiten. Gute Arbeitgeber wissen das und versuchen, neuen Teammitgliedern den Einstieg so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Vom Mitarbeiterhandbuch bis zum Office-Buddy für den ersten Tag – gutes Onboarding kennt viele Maßnahmen, um die ersten Wochen möglichst angenehm zu machen. Manche Arbeitgeber werden außerdem sehr kreativ, wenn es um den ersten Tag im neuen Job geht. Hier ein paar Beispiele – auch aus kreativen Onboarding Konzepten:

Start im neuen Job: Der erste Eindruck zählt

  • Twitter: From Yes to Desk
    So sieht das Onboarding bei Twitter aus: Twitter-Mitarbeiter finden am ersten Arbeitstag ihren Schreibtisch inklusive fix-fertig eingerichtetem PC und Willkommensgeschenken vor. Gefrühstückt wird mit dem CEO, danach gibt es eine Tour durch das Unternehmen. In Kleingruppen wird danach besprochen, welche Tools und Systeme der Neuankömmling brauchen wird und kennenlernen sollte. Wer die Projekte und Leads anderer Teams schnell kennenlernen möchte, kann freitags an  wechselnden Präsentationen teilnehmen.
  • Gamification
    Einige Arbeitgeber setzen auf Gamification als spielerischen Zugang zur neuen Unternehmenskultur. Neue Teammitglieder werden z.B. auf eine Schnitzeljagd geschickt und müssen kleine Rätsel lösen oder Fragen zum Unternehmen oder ihren neuen Kollegen beantworten. Wer es sehr spielerisch mag, programmiert gleich ein komplettes, interaktives Onboarding-Game – oder macht es wie Rackspace. Das Unternehmen mit Sitz in San Antonio schickt neue Mitarbeiter durch eine ganze Reihe von Partyspielen.
  • Onboarding-Bootcamp
    Als „Bootcamp“ bezeichnen Arbeitgeber wie Buffer oder Facebook die Zeit des Onboardings neuer Mitarbeiter. Sechs Wochen dauert diese Probezeit bei Facebook, 45 Tage bei Buffer. Ausreichend Zeit, um Teams, Organisationsstruktur und Unternehmenskultur kennenzulernen. Und was passiert, wenn es nicht passt? Im Blog von Buffer gibt’s dazu überraschend offene Einblicke: I failed Buffer’s Bootcamp…Successfully.
  • Buddy-System
    Viele Arbeitgeber setzen bereits auf Buddys, die neue Teammitglieder beim Start begleiten. Das kann ein Mitarbeiter sein oder auch mehrere. Bei Buffer kommen z.B. drei Buddys pro neuem Mitarbeiter zum Einsatz: Leader Buddy, Role Buddy, Culture Buddy. Je nach Tätigkeitsbereich kann es sinnvoll sein, einen Kollegen für fachliche und einen für kulturelle Fragen zur Seite zu stellen.
  • Produktive erste Woche
    Unternehmen wie Quora unterstützen neue Teammitglieder, die sofort loslegen möchten. Bis Ende der ersten Arbeitswoche haben sie bereits ihr erstes, überschaubares Projekt bearbeitet. Neue Mitarbeiter nehmen so gleich das Gefühl, etwas beigetragen zu haben, mit ins erste Wochenende. Auf diese Strategie setzt auch Facebook als Arbeitgeber: Ein großer Teil des Onboardings wird bereits vor dem Start in den ersten Arbeitstag erledigt. Nur rund 45 Minuten verbringen neue Arbeitnehmer an Tag 1 mit Dingen wie Kennenlernen oder Rundgängen. Danach geht’s bereits an das erste Projekt.
  • Onboarding-Roadmap
    Damit neue Teammitglieder gleich wissen, was sie erwartet: Zu Beginn des ersten Arbeitstages informiert eine Roadmap über die ersten Wochen im neuen Job: An welchem Tag geschieht was? Wer schult in welchem Raum ein? Wann finden wichtige Termine statt, wann die ersten Feedbackrunden? Die Roadmap als Guide ist bei Arbeitgebern wie z.B. LinkedIn längst ein Standard-Tool im Onboarding-Prozess.

Bildnachweis: GaudiLab/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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