Eingeschränkte Erreichbarkeit in KW 49: Von 7. bis 11. Dezember kann es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen - ausgenommen der Online Shop

Balken Menueleiste 2x

Damit Ihre Mitarbeitenden – und Sie selbst! – über den Arbeitstag verteilt produktiv bleiben können, sind regelmäßige Pausen hilfreich. Dem Gesetzgeber zufolge muss nach sechs Stunden Arbeitszeit eine dreißigminütige Pause eingelegt werden. Die Konzentrationsfähigkeit bleibt jedoch am ehesten gewährleistet, wenn nach circa 60 bis 90 Minuten jeweils fünf Minuten lang pausiert wird. Im Homeoffice neigen Mitarbeitende (und Arbeitgeber) dazu, diese Faustregel über Bord zu werfen. Dabei sind Pausen nicht nur für die Produktivität, sondern auch fürs Unternehmensklima essenziell.

Das Wichtigste zuerst: Machen Sie Pausen!

Im Homeoffice verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit beinahe gänzlich. Da der oftmals stressige und langwierige Weg ins Büro wegfällt und somit mehr Zeit bleibt, die Aufgabenliste abzuarbeiten, läuft man Gefahr, Überstunden zu schieben und dazwischen nicht mal Luft zu holen. Dabei betonen Expert*innen immer wieder, wie schädlich das ist – nicht nur für die Arbeitsleistung, sondern auch für die eigene Gesundheit!

Ein Stressgefühl mag in Ihren Augen auf den ersten Blick zunächst nicht bemerkenswert oder gar besorgniserregend erscheinen. Doch langfristig macht er sich bemerkbar, indem er Ihre physische und psychische Gesundheit angreift oder gar als Burnout ausschlägt. Es macht sich also bezahlt, Präventivmaßnahmen zu ergreifen.

Aus diesem Grund sollten Sie die oben erwähnten Mikropausen einlegen. Auch eine ausgedehnte Mittagspause dürfen Sie sich nicht nehmen lassen. Halten Sie diese am besten immer zur gleichen Zeit ab und tragen Sie sie in Ihrem Outlook-Kalender ein. Somit schaffen Sie zum einen ein Verbindlichkeitsgefühl und zum anderen wissen Ihre Mitarbeitenden, zu welchen Zeiten Sie erreichbar sind und zu welchen nicht.

Arbeits- und Pausenzeiten fixieren, um Abstand zu finden

Ein großer Vorteil, der mit Homeoffice einhergeht, ist die erhöhte Flexibilität. Die kann einem aber auch zum Verhängnis werden. Um in erster Linie Ihre Gesundheit, aber auch Ihre Produktivität zu schützen, müssen Sie mit sich selbst streng sein. Lassen Sie Ihren Arbeitstag zu fixen Zeiten starten und vermeiden Sie es, nach dem Prinzip „open end“ bis in die Nacht hinein zu arbeiten. Der Arbeitstag sollte „scharf“ enden, das heißt, dass eine dicke, rote Linie zwischen Arbeit und Freizeit gezogen werden muss.

Die Arbeitszeit sollte aufgrund dieser klaren Eingrenzung so effizient wie möglich genutzt werden. Vermeiden Sie Ablenkung durch Mitbewohner*innen, Partner*in, Kinder und Haustiere, so gut es Ihnen möglich ist. Auch den Gebrauch des Smartphones sollten Sie während dieser Zeit reduzieren bzw. es nur für arbeitsbezogene Gründe zur Hand nehmen.

Um den zum Abschalten nötigen Abstand zu gewinnen, sollten Sie Ihren Arbeitsplatz fürs Pause machen verlassen und es sich stattdessen im Wohn- oder Schlafzimmer bequem machen. Diese Grenzziehung zwischen Arbeitsstätte und Ruhepol ist essenziell, um nicht auch während der Pause mit den Gedanken beim nächsten Meeting zu sein.

Verzichten Sie nicht auf den (virtuellen) Kontakt mit Mitarbeitenden

Die direkte Kommunikation mit Ihren Mitarbeitenden ist unerlässlich, um das Tagesgeschäft am Laufen zu halten. Die besten Tools dafür haben wir diesem Artikel bereits für Sie zusammengefasst. Aber auch die persönliche Komponente, also der nette Plausch und Austausch, darf nicht vergessen werden.

Im Homeoffice geht der direkte Kontakt mit den Mitarbeitenden verloren, ungezwungene Unterhaltungen im Flur, in der Kantine oder aber auch am Arbeitsplatz sind nicht mehr so unkompliziert möglich. Doch nur, weil Sie sich physisch nicht am selben Ort aufhalten, müssen Sie auf die soziale Interaktion nicht verzichten.

Eine gesunde Pausenkultur hält das Klima im Unternehmen sowie im Team gesund. Treffen Sie sich doch auf einen „virtuellen Kaffee“ im Rahmen eines Videocalls oder Telefonats, wo Sie sich nach den Befindlichkeiten erkundigen und zwanglos plaudern können.

6 Tipps für Pausengestaltung im Homeoffice

  • Frischluft: Öffnen Sie regelmäßig die Fenster, um zu lüften. Dadurch bekommen Sie den Kopf frei und können nach der Pause konzentriert weiterarbeiten.

  • Bewegung: Schon eine kurze Runde um den Wohnblock oder ein Schlendern durch den Garten kann helfen, die Energiereserven aufzuladen und nebenbei ein bisschen Sonne zu tanken.

  • Nackenübungen: Eine falsche Sitzposition oder zu langes Sitzen schlägt über kurz und lang auf den Nacken. Entspannungs- und Dehnungsübungen schaffen Abhilfe.

  • Aufgaben strukturieren: Wenn die Aufgabenliste scheinbar nicht enden will, sollten Sie den Arbeitsplatz hinter sich lassen und an einem bequemeren Ort versuchen, die kommenden Tage einzuteilen bzw. schriftlich festzuhalten, woran Sie scheitern und wer Ihnen womöglich weiterhelfen kann.

  • Nichts tun: Fünf Minuten reines Nichtstun wirkt Wunder! Stellen Sie einen Timer und schließen Sie die Augen, denken Sie so gut es geht an nichts.

  • Essen nicht vergessen: Eine ausgewogene Mahlzeit darf in der Mittagspause nicht fehlen. Im Idealfall kochen Sie frisch oder haben bereits am Vorabend vorgekocht, um nach der Pause gestärkt in den Nachmittag zu starten.

Motivieren Sie auch Ihre Mitarbeiter!

Gehen Sie als gutes Beispiel voran, wenn es darum geht, eine gesunde Pausenkultur zu etablieren. Ermuntern Sie auch Ihre Mitarbeitenden, regelmäßige Pausen einzulegen und diese weitab vom Handy- oder Computerbildschirm zu verbringen, um abschalten zu können. Denn nur so können Sie Ihre eigene Gesundheit, aber auch die Gesundheit Ihrer Kolleg*innen schützen.