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Titel Oesterreich

Titel in Österreich: Im Berufsleben nach wie vor von Bedeutung

Arbeitsmarkt Erstellt am: 22. Januar 2016 2 Min.

Grüß Gott Frau Magistra, habe die Ehre Herr Hofrat: Rund 900 Titel gibt es in Österreich, von akademischen Graden wie Bachelor, Doktor & Co. bis zu Berufs- oder Ehrentiteln wie dem Forstrat h.c. . Ob und welche Auswirkungen Titel in der Berufswelt haben, hat eine aktuelle Studie von Marketagent.com untersucht.

Titel gibt es in Österreich en masse und die Betitelten gehen damit ganz unterschiedlich um. Während für manche der Titel auf Visitenkarten, Türschild oder Korrespondenz ein Muss ist, legen andere nicht viel Wert auf das Führen ihres Titels. Marketagent.com hat 500 Österreicher zu ihrer Meinung über Titel und deren Träger befragt. Braucht beruflicher Erfolg unbedingt einen Titel? Und wie werden Titelträger eingeschätzt?

Mehr als die Hälfte der Österreicher (56,2 Prozent) denkt, dass ein Titel im Berufsleben eher wichtig ist. 13,6 Prozent sagen, dass sie Titel im Job für unwichtig halten. Im Privatleben scheinen Titel keine große Rolle zu spielen: Rund 44 Prozent meinen, dass Titel im privaten Umfeld keine Rolle spielen, sechs Prozent der Befragten halten sie aber auch hier für sehr wichtig. Mehr als jeder zweite Befragte gibt an, Personen mit Titeln anders zu begegnen als Titellosen. Fast drei Viertel sprechen im Berufsleben Personen mit Titel auch mit diesem an. Im Privatleben ist es nur jeder Dritte.

Wie ist sie denn so, die Frau Doktor?

Professor, Hofrat, Kammersänger - vielen Titeln haftet auch ein bestimmtes Klischee an. Das denken die Befragten über Dr, Dipl-Ing & Co:

  • 64 Prozent halten Personen mit Titeln für machthungriger.
  • Nur jeder fünfte Österreicher hält Titelträger für sehr praxisbezogen.
  • 61,8 Prozent denken, dass Titelträger beruflich erfolgreicher sind.

So sehen sich die Titelträger selbst

Jene Befragten, die einen Titel tragen, halten es damit so: Privat legt niemand Wert darauf, mit seinem Titel angesprochen zu werden. Sieben Prozent schätzen die Nennung aber beim Schriftverkehr. Beruflich sieht es anders aus: 8,6 Prozent bestehen im Job darauf, mit ihrem Titel angesprochen zu werden, jeder Vierte legt in beruflicher Korrespondenz darauf Wert. Der eigene Titel wird am häufigsten bei geschäftlichen Unterlagen (70 Prozent), geschäftlichen E-Mails (58,6 Prozent) und beim beruflichen Ausfüllen von Formularen (58,6 Prozent) angeführt. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) gibt an, dass ihnen ihr Titel bereits einmal einen Vorteil verschafft hat.

Wer sich im österreichsichen Titeldschungel verlieren möchte - eine Übersicht aller Titel ist hier zu finden.

Bildnachweis: Frannyanne/Shutterstock


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