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Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat

Arbeitsrecht Erstellt am: 30. Mai 2018 58 Sec.

Am 1.1.2018 ist das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat in Kraft getreten. Es gilt für börsennotierte Gesellschaften und sonstige Gesellschaften, die dauernd mehr als 1000 Arbeitnehmer beschäftigen.

Eine bestimmte Geschlechterquote von mindestens je 30% besteht dann, wenn mindestens 20% Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen beschäftigt sind und der Aufsichtsrat aus mindestens 6 Kapitalvertretern besteht. Ist dies der Fall, so müssen mindestens 30% Männer und mindestens 30% Frauen im Aufsichtsrat vertreten sein. Wird diese Regelung nicht eingehalten, so bleibt das entsprechende Aufsichtsratsmandat unbesetzt.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die für Kapitalvertreter und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat geltende Geschlechterquote zu kombinieren, wenn nicht eine Seite dem widerspricht. Bei einem Aufsichtsrat mit 6 Kapitalvertretern sind 3 Arbeitnehmervertreter vom Betriebsrat zu entsenden. Getrennt gerechnet müssen bei den Kapitalvertretern mindestens 2 Mitglieder eines anderen Geschlechts sein und bei den Arbeitnehmervertretern eines, zB bei den Kapitalvertretern 4 Männer, 2 Frauen, bei den Arbeitnehmervertretern 2 Männer 1 Frau. . Sind auf Seite der Kapitalvertreter jedoch 3 Frauen vorhanden, so könnten die Arbeitnehmervertreter auch 3 Männer entsenden. Ebenso wäre es, wenn die Arbeitnehmervertreter 3 Frauen entsenden und es daher zulässig wäre, 6 Männer als Kapitalvertreter zu entsenden.

Da die Neuregelung mit 1.1.2018 in Kraft getreten ist, sind diese Quoten bei der Entsendung von Arbeitnehmervertretern im Zuge einer Neuwahl des Betriebsrates unbedingt zu beachten.

Bildnachweis: VectorKnight / Quelle: Shutterstock


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