Zum Seiteninhalt springen
Zurück zu Jobsuche
Recruiting Dating

Dating & Recruiting: Was man voneinander lernen kann

Jobsuche Erstellt am: 13. Februar 2023 5 Min.

Vom Finden, ersten Ansprechen, dem Flirten und Kennenlernen, Aufbau und Pflege einer Beziehung und dem eventuellen Schluss machen ... Recruiting hat viele Gemeinsamkeiten mit Dating. Nicht umsonst spricht man in beiden Bereichen vom passenden „Match“. Anlässlich des Valentinstags machen wir uns Gedanken, was sich Recruiting von einem gelungenen Date abschauen kann.

Wo und wie findet man sich? #

Recruiting 2023 ist wie Dating über 30: Schwer zu finden. Gefühlt sind alle Guten schon vergeben und die wenigen Singles hart umkämpft. Daher heißt es: Perspektiven öffnen und Fühler ausstrecken. Wo und wie findet man passende Partner*innen bzw. Kandidat*innen?

Einer Studie zufolge lernen sich die meisten Paare über Freund*innen kennen (28 %), während bereits an zweiter Stelle Partnerschaften durchs Internet bzw. Dating-Apps entstehen (21 %) (Quelle: Statista 2022). Die Zahl der Online-Bekanntschaften nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im Recruiting verhält es sich nicht anders. Zwar bekommen Events wie Karrieremessen von Schüler*innen, Studierenden und Absolvent*innen als auch Unternehmen mehr Zulauf. Der Fokus dieser Events liegt aber eher im Berufseinstieg. Um berufserfahrene Fachkräfte zu finden, bedarf es mehr. Ein Stichwort in diesem Zusammenhang ist das Active Sourcing. Zentral dabei ist die Online-Suche in Datenbanken, wie der talent.cloud von karriere.at, und auf Social Media Plattformen, allen voran LinkedIn.

Aktive Kandidat*innenansprache: Active Sourcing am Prüfstand

Aktualisiert am: 04. März 2024 8 Min.

Ist Active Sourcing ein Trend, eine Wunderwaffe oder schon wieder völlig überholt? karriere.at HR-Manager und Active-Sourcing-Spezialist Florian Hochhauser im Gespräch darüber, was die aktive Kandidat*innenansprache kann und wie man sie richtig einsetzt.

Die richtige Ansprache #

Man hat ein interessantes Profil gefunden. Die erste Kontaktaufnahme entscheidet zwischen Erfolg und Misserfolg. Daher sind die richtige Ansprache, das passende Wording und der Inhalt ausschlaggebend. Das fängt bei der Begrüßung an: Ein allgemeines „Hallo!“ klingt nach Massenkontakt. Allein die Verwendung des Namens bei der Begrüßung verleiht dem Ganzen einen persönlicheren Touch. Nach der Begrüßung ist die nächste Hürde der Einleitungssatz. Die wenigsten schätzen es, „mit der Tür ins Haus zu fallen“ – das bedeutet die Empfänger*in der Nachricht als erstes mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu konfrontieren. Außerdem sollte man sich selbst nicht zu viel anpreisen – das kann egozentrisch wirken.

Eine passende Ansprache ist schmeichelnd, einladend und macht neugierig. Am besten erwähnt man eine Eigenschaft, die einem beim anderen (positiv) aufgefallen ist und spannt dann den Bogen zu sich selbst. Ein verbindendes Element schafft Vertrautheit. Der Schluss der Nachricht sollte das Gegenüber zu einer Handlung auffordern. Im Marketing spricht man auch vom Call-to-Action. Das kann eine offene Frage beinhalten oder eine Einladung zu einem Treffen.

Active Sourcing und Direktansprache: Acht Fehler, die Bewerbende abschrecken

Aktualisiert am: 13. Februar 2023 5 Min.

"Lust auf einen Job bei uns?" Ganz so einfach funktioniert die direkte Ansprache von Bewerber*innen in der Regel nicht. Gründliche Recherche im Vorfeld und die richtige Ansprache des Wunschkandidat*innen machen sich aber bezahlt. Wer aktiv nach passenden Talenten sucht und sie kontaktiert, erhöht seine Chancen, die passende Mitarbeiter*in für die vakante Stelle zu finden. Welche Dinge man bei der Direktansprache beachten oder vermeiden muss, erzählt HR-Expertin Christina Wurm im Interview.

Der erste Eindruck beim ersten Date #

Bevor man sich besser kennt, bilden wir uns meistens basierend auf äußerlichen Faktoren eine Meinung über andere Personen. Besonders problematisch ist das bei Vorurteilen, die man bewusst oder unbewusst internalisiert hat. Studien zufolge reichen bereits 100 Millisekunden, um sich ein Urteil zu bilden. Zwischen 80 und 90 % des ersten Eindrucks basieren auf nonverbalen

Elementen wie der Körpersprache, Mimik, Gestik und Aussehen. Ergänzt wird er durch Tonfall, Geruch und Haptik.

„Der erste Eindruck zählt!“

Es gibt Schlüsselreize, die einen Eindruck positiv prägen. Viele davon spiegeln sich auch in bekannten Sprichwörtern:

  • „Jemandem ein Lächeln schenken.“ Ein Lächeln macht das Gegenüber nicht nur sympathisch, es verbindet und bleibt länger in Erinnerung. 2007 hat man nachgewiesen, dass sich Personen an lächelnde Menschen auch viel besser erinnern (D'Argembeau/ Van der Linden).
  • Wer sich nicht riechen kann, soll’s lassen.“ Dahinter verbirgt sich mehr als ein Ausdruck darüber, dass man sich nicht mag. Der Geruchssinn hat im Gegensatz zum Sehen und Hören einen direkten Zugang zum Gehirn und beeinflusst uns bei positiven oder negativen Erinnerungen.
  • Augen sind die Fenster zur Seele.“ Ein Blickkontakt zeigt nicht nur Interesse am anderen, sondern auch Offenheit, Aufgeschlossenheit und Selbstbewusstsein. Dabei ist die Länge des Augenkontakts entscheidend. Das hat man am University College London herausgefunden: nach 3,3 Sekunden direkten Blickkontakt entsteht ein Unbehagen.
  • Kleider machen Leute.“ Wir möchten zwar nicht als oberflächlich erscheinen, jedoch prägt Kleidung nachhaltig den Eindruck. Personen, die sich in einem ähnlichen Stil kleiden, wirken einander sympathisch.

Wie lernt man sich besser kennen? #

Die ersten Hürden sind geschafft. Man hat sich gefunden und das erste Treffen ist positiv verlaufen. Nun geht es darum zu prüfen, ob der erste Eindruck voneinander täuscht und vor allem, wie man einander besser kennenlernt. Eine Beziehung positiv zu vertiefen, umfasst unter anderem die folgenden Punkte:

  • Gemeinsamkeiten: Am Anfang einer Beziehung entdeckt man neue Seiten voneinander. Zwar muss man nicht mit allen übereinstimmen, aber die wichtigsten Werte und Ziele sollten von beiden Parteien geteilt werden – ob im privaten oder beruflichen Kontext.
  • Authentizität: Damit es funktioniert, muss man authentisch sein und bleiben. Es nützt niemandem, sich zu verstellen – besonders nicht, wenn man eine langfristige Beziehung eingehen möchte.
  • Wertschätzung: Diese beginnt beim aktiven Zuhören. Damit wird nicht nur gegenseitiges Vertrauen aufgebaut und ein guter Umgang miteinander gefördert. Es werden auch Missverständnisse vermieden, Verständnis füreinander gepflegt und die Fähigkeit entwickelt, gemeinsam Probleme zu lösen.

Beziehungspflege durch Kommunikation #

Das Geheimnis jeder erfolgreichen Beziehung ist eine gute Kommunikation. Diese umfasst alle Phasen des Datings bzw. Recruitings und soll an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Es gibt zahlreiche Ratgeber für eine gelungene Beziehungskommunikation. Der Beziehungsforscher John Gottmann fasst das Wichtigste für eine gute Beziehungspflege gekonnt zusammen:

„Vielleicht ist es nicht die Tiefe der Intimität in Gesprächen, die zählt. Vielleicht spielt es nicht einmal eine Rolle, ob Paare sich einig sind oder nicht. Vielleicht ist das Wichtigste, wie diese Menschen einander Aufmerksamkeit schenken, ganz gleich, worüber sie sprechen oder was sie tun.“

John Grisham, Beziehungsforscher, in "The Relationship Cure"

Mit anderen Worten ist der Schlüssel für eine gute Kommunikation die gegenseitige Achtsamkeit. Erfolgreiche Paare hören einander zu, schenken einander bei Gesprächen die volle Aufmerksamkeit und lassen sich nicht ablenken.

Diesen Tipp kann man auch aufs Recruiting, Onboarding und im aufrechten Arbeitsverhältnis anwenden: Aufmerksam zuhören, nach Feedback fragen und annehmen und achtsam miteinander umgehen.

Hürden, Probleme und das „Schluss machen“ #

Beziehungen gehen auch zu Ende. Die Frage stellt sich, ob man aus Brüchen etwas lernen kann. Das gilt nicht nur im Privaten, sondern auch im beruflichen Kontext. Es lässt sich nicht vermeiden, dass Personen ein Unternehmen verlassen. Jede Kündigung birgt jedoch auch Lernpotenzial. In Exit- oder Austrittsgesprächen kann nach Problemen und Verbesserungspotenzial gefragt werden.

Leitfaden für Exit-Gespräche zum PDF-Download

Offboarding: Ein positiver Abschluss zahlt sich aus

Erstellt am: 23. Juni 2022 5 Min.

Wie Arbeitgeber mit ausscheidenden Mitarbeitenden umgehen, sagt viel über die etablierte Unternehmenskultur. karriere.at HR Managerin Claudia verrät im Interview, warum Offboarding wichtig ist und wie der ideale Prozess abläuft. Zum Schluss teilen wir 5 Tipps für erfolgreiches Offboarding.


Portrait Sarah

Sarah Chlebowski
Content Managerin
Mehr erfahren

Entdecke mehr zu diesem Thema

Fachkräftemangel: Besondere Anreize für besonders gefragtes Personal?

Erstellt am: 09. Mai 2019 1 Min.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bieten manche Firmen besonders gefragten Mitarbeitern spezielle Benefits an. Unfair oder gerechtfertigt? Eine Studie zeigt die Unterschiede.

Die Zukunft der Arbeit: Hybrid Work

Erstellt am: 31. März 2021 6 Min.

Das Corona-Virus führte nicht nur im privaten Raum zu krassen Einschnitten, auch die Arbeitswelt wurde wesentlich dadurch beeinflusst: Stichwort Homeoffice und Remote Work. Das Shift Collective – ein Bund von zehn deutschen Beratungsunternehmen – hat sich in seiner Studie „The Future is Hybrid“ mit der Frage beschäftigt, wie Arbeit nach Corona gestaltet werden wird. Vorweg sei verraten: Ein Zurück in die Vollzeit-Büro-Kultur können sich nur die wenigsten Studienteilnehmer*innen vorstellen.

Kostenfaktor Fluktuation: Warum sich Mitarbeiterzufriedenheit lohnt

Erstellt am: 27. März 2019 3 Min.

Einen Mitarbeiter zu verlieren, heißt Geld zu verlieren. Denn um eine Position neu zu besetzen, müssen Unternehmen hohe Summen zahlen – fünfstellige, um genau zu sein. Die Fluktuationskosten, Gründe und mögliche Gegenmaßnahmen hat eine aktuelle Studie nun erhoben.