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Angst vor jobverlust

Die Angst vor der Kündigung – was dagegen hilft

Weiterbildung Erstellt am: 18. August 2020 2 Min.

Du hast Angst, deinen Job zu verlieren? Damit bist du nicht allein und die Sorge ist durchaus berechtigt. In diesem Artikel erklären wir dir, warum Angst sehr sinnvoll sein kann und wie du damit umgehst:

Die Arbeitslosenzahlen sind in der Corona-Krise enorm gestiegen. Das Erschreckende: Auch sicher geglaubte Jobs waren mitunter von einem auf den anderen Tag weg. Die Angst vor der Entlassung ist spürbar präsenter in den Köpfen der Menschen. Aber wie geht man damit um, wenn man nicht so recht weiß, ob der Arbeitsplatz sicher ist? Arbeitspsychologin Christa Schirl hat Rat.

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Die Angst vor der Kündigung ist berechtigt

Wer die Entwicklung am Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten verfolgt hat, versteht die Sorge um den Arbeitsplatz. Auch wenn sich die Lage aktuell etwas entspannt, die Zeiten waren schon mal rosiger. Arbeitspsychologin Christa Schirl bestätigt: „Diese Angst vorm Jobverlust ist nicht unberechtigt. Es wird Firmen geben, die es nicht durch die Corona-Krise schaffen. Es ist gut, jetzt genau zu hinterfragen: Ist mein Bereich von der Krise belastet?“ Denn nicht jede Branche ist gleich betroffen. In der Pflege oder im IT-Bereich gibt es immer noch viele Mangelberufe. Gleichzeitig werden durch die Krise vermutlich auch neue Berufe entstehen.

Ein Plan B hilft gegen die Angst vorm Jobverlust

„Wenn Berufe wegfallen und andere Berufe kommen, ist es wichtig, dass man einen Plan B hat. Das könnte eine Weiterbildung sein. Viele Menschen sind ja noch länger in Kurzarbeit. Diese Zeit sollte man nützen, um sich weiterzubilden,“ empfiehlt die Psychologin. Generell könne Angst als „Entwicklungsbeschleuniger“ fungieren, erklärt Christa Schirl: „Angst ist ein Alarmsignal, das sagt: Schau hin, mach! Also ist es wichtig, sich zu überlegen: Was machen wir daraus? Wo sehen wir Möglichkeiten? Wo sehen wir Chancen? Wo tun sich neue Felder auf? Was braucht die Welt jetzt wirklich? Wie wollen wir uns einbringen?“

Wer in Sorge ist, ob der eigene Job der Krise standhält, sollte sich also auf die Suche nach anderen beruflichen Möglichkeiten machen. Sich wegen seiner Gefühle zu sorgen, ist hingegen nicht unbedingt nötig, erklärt die Psychologin: „Grundsätzlich ist Angst ein überlebensnotwendiges Gefühl. Nur eine Angst, die lähmt, die handlungsunfähig macht, ist keine gute Angst. Wenn man die verspürt, sollte man sich professionelle Hilfe suchen.“

Fragen zur Angstbewältigung

Um mit Sorgen und Angst besser umzugehen, helfen dir die folgenden Fragen. Indem du sie beantwortest, erlangst du Klarheit über deine Jobsituation und mögliche berufliche Veränderungen.

  • Wie realistisch ist meine Angst?
  • Wie sind die Prognosen für meine Firma/meine Branche?
  • Wie modern ist mein Job noch?
  • Wie fit bin ich in den verschiedenen Arbeitsmethoden und -Programmen?
  • In welchem Bereich wäre jetzt eine Fortbildung gut?
  • Gibt es einen Bereich oder Beruf, der mich noch interessiert?
  • Was sind ungenützte Talente, die ich schon immer ausleben wollte?
  • Wie lebe ich jetzt und was könnte ich reduzieren, um die Krise finanziell gut bewältigen zu können?

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