Erstellt am 15. März 2019 · Arbeitsleben · von

Verkatert arbeiten – So überstehst du den Tag

Manchmal passiert das eben: Man trifft sich mit Freunden, schaut einmal zu tief ins Glas und muss am nächsten Tag verkatert zur Arbeit gehen. Die Hölle. Blau machen oder blau arbeiten? Wir haben (selbst erprobte) Tipps  für euch, wie ihr den Tag einigermaßen übersteht.

Man macht das ja nicht absichtlich. Aber der Tag war wirklich für’n A…, man hat sich schon lang nicht mehr gesehen oder will sich zwischendurch ein bisschen belohnen, also gehts nach der Arbeit mit Kollegen oder Freunden noch „auf eins“ in die Bar. „Aber nur auf eins!“ – schließlich muss man am nächsten Tag wieder fit sein. Kein Problem, man ist ja diszipliniert und weiß, wann Schluss ist. Erwachsene Menschen können das. Drei bis fünfzehn Drinks später hat der Alkohol auch den letzten Rest des Erwachsenseins weggespült und man torkelt wie zu Teenie-Zeiten halb reuevoll, halb stolz auf den kleinen Rebellen, der noch immer in einem schlummert, nach Hause. Ups, naja … passiert.

Verkatert arbeiten ist die Hölle

„Ach, so viel wars gar nicht, das wird schon nicht so schlimm morgen“, redet man sich beim Einschlafen ein, während man mit einem Fuß am Boden den Hubschrauber zu stoppen versucht. Vergeblich, wie man ein paar Stunden später mit hämmerndem Schädel, flauem Magen und dem Geschmack von Verwesung im Mund feststellt. Und nun solls in die Arbeit gehen? Wir haben acht Tipps für dich, wie du den Tag ohne Probesterben überstehst. Schlimm wirds aber trotzdem, glaub uns.

Mit Kater im Büro: 8 Tipps, um den Tag zu überstehen

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1. Aufstehen, Wasser trinken, duschen

Zuerst: Steh auf, sobald dein Wecker klingelt. Dreh dich nicht noch mal um, die Einschlafgefahr ist zu groß. Sobald du einigermaßen bei Sinnen bist, beweg dich in die Küche (schleichen, torkeln, kriechen – alles ist erlaubt, noch bist du zuhause) und trink ein Glas Wasser. Wenn du sehr klug warst (unwahrscheinlich), hast du dir schon in der Nacht ein Glas Wasser zum Bett gestellt, oder (noch unwahrscheinlicher) sogar eins getrunken. Dann führt dich dein erster Weg gleich ins Bad. Um den Kreislauf anzukurbeln, musst du unbedingt duschen. Erst warm, dann kalt von den Füßen nach oben, so sollte der Schwindel zumindest bald weniger werden. Außerdem: Der Dreck und die Ausdünstungen der letzten Nacht gehören ohnehin weg. Also geh heute keinesfalls ungeduscht außer Haus!

2. Mach dich schick!

Du fühlst dich sicher wie verdaut und ausgespuckt – und siehst vermutlich auch so aus. Tarnen und Täuschen ist angesagt, wenn im Büro niemand auf einen Kilometer Entfernung sehen soll, was du gestern angestellt hast. Also zieh dir etwas Schickes an, mach dir die Haare, schmink dich (Männer, die Augencreme und den Concealer der Freundin zu verwenden, ist heute ausnahmsweise erlaubt) und trink am besten gleich wieder ein Glas Wasser.

3. Frühstücke!

Auch wenn du es sonst nie tust: Heute brauchst du ein Frühstück und zwar ein deftiges. Süßes solltest du meiden, denn Zucker macht die alkoholischen Nachwehen noch schlimmer. Iss lieber eine ordentliche Eierspeise, ein Glas Rollmöpse (oder andere saure Heringsvarianten) oder auch ein fettes Leberkäsesemmerl. Über die Dose Gulaschsuppe, die noch vom Festivalbesuch aus dem Jahre Schnee in deinem Vorratsschrank steht, freust du dich heute wie ein kleines Kind. Iss sie. Am besten mit trockenem Weißbrot und einem Glas Wasser ohne Kohlensäure. Dein übersäuerter Magen kann das heute gar nicht brauchen.

Persönlicher Tipp: Ein Dose Gulaschsuppe kann dir das Leben retten.

4. Geh ein Stück zu Fuß

Raus musst du ohnehin, du willst (nein: musst) ja zur Arbeit kommen. Fahr heute nicht mit dem Auto, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Nimm lieber Öffis und geh ein Stück zu Fuß. Die frische Luft kurbelt deinen Kreislauf nämlich zusätzlich an und mildert das Schädlweh ein bisschen. Außerdem (falls du nicht schon mit ein paar Kilo Spachtelmasse im Gesicht dafür gesorgt hast) bekommt dein modriger Teint dadurch wieder eine annähernd gesunde Farbe. Wenn du dir zuhause kein Frühstück machen konntest, ist ein kleiner Spaziergang zum nächsten Bäcker oder Imbiss sowieso Pflicht.

5. Kaugummis sind dein bester Freund

Du merkst es selbst wahrscheinlich nicht, aber du hast eine Fahne. Nachdem du die kosmetische Tarnkappe so perfekt übergestülpt hast, willst du sicher nicht, dass deine Kollegen deinen gestrigen Exzess am Geruch entlarven. Also sprichst du heute kein einziges Wort, ohne Kaugummi, Minzbonbon oder ähnlichen Atemerfrischern im Mund zu haben. Noch besser: Du öffnest deinen Mund heute gar nicht.

6. Vertief dich in die Arbeit

Wie schon erwähnt, solltest heute so wenig wie möglich mit deinen Kollegen sprechen. Also grüß alle mit einem Nicken oder einem kurzen „Morgen“ (achte dabei auf den Kaugummi!) dann starte deinen Computer und schick gleich mal ein Mail an alle: „Bin heute extrem beschäftigt, bitte nicht stören.“ Wenn du sehr neugierige Kollegen hast, gib einen plausiblen Grund vor – irgendeine Deadline findet sich doch immer. Solltest du sehr verständnisvolle Kollegen haben, kannst du ja andeuten, dass es gestern „länger“ geworden ist. Das ist, wie wir wissen, die gesellschaftsfähige Umschreibung für: „Ich war gestern besoffen, frag nicht weiter nach.“ Anschließend tust du so, als würdest du intensiv arbeiten – aber arbeite nicht wirklich. Dabei kommt heute nur Müll raus.

7. Trink viel, iss viel

Sagten wir schon, aber nochmal: Trink Wasser! Alternativ gehen auch Kräutertees, Ingwertee hilft sogar gut gegen Übelkeit. Und sieh zu, dass du genug zu essen hast. Nach einem deftigen Frühstück darf es gern auch ein deftiges Mittagessen sein und sogar Zwischenmahlzeiten sind heute erlaubt – viele Pausen sorgen dafür, dass der Tag schneller vergeht. Stopf am besten alles in deinen Magen rein, das ihn vom Rotieren abhält. Und wenn er sich doch umdrehen sollte, geht’s dir danach wenigstens besser.

8. Mach früher Schluss!

Ganz daheim bleiben ist keine Option, da musst du jetzt durch. Aber geh heute so früh heim, wie du es nur irgendwie verantworten kannst. „Stunden abbauen“ ist eine gute Erklärung, solltest du aber nur dann bringen, wenn du zuvor nicht die „bin heute so beschäftigt“-Karte ausgespielt hast. Wenn du aber Homeoffice machen kannst, dann zieh dich nach Hause zurück. Hier hilft dir die „beschäftigt“-Erklärung. Was immer es ist, das du heute dringend ohne Störung erledigen musst, zuhause gelingt es dir sicher besser. Und weil das in Wahrheit „Ausnüchtern“ ist, ist das noch nicht mal gelogen.

Bildnachweis: liveostockimages/shutterstock

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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